BASF Schwarzheide soll Kathodenmaterialien für 400.000 E-Autos fertigen

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BASF | Symbolbild

Sebastian Henßler
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  —  Lesedauer 2 min

Chemiekonzern BASF tätigt weitere Investitionen an seinem Standort in Schwarzheide. Schon bald sollen dort unter anderem Kathodenmaterialien für 400.000 Elektrofahrzeuge pro Jahr gefertigt werden. Ein wichtiger Schritt in Richtung E-Mobilität für die BASF. Für den Bau neuer Produktionsanlagen wie etwa der Fabrik für Kathodenmaterialien investiert das Chemieunternehmen demnach mehr als 17 Millionen Euro in den Ausbau von Infrastruktur. Ein Investment, von dem nicht nur BASF, sondern auch die Region Lausitz profitiert.

Die erwähnten 17 Millionen Euro sollen für in die Erschließung eines weiteren Blockfeldes sowie in die Modernisierung des Umspannwerks fließen. Zudem werden die Rohrleitungsnetze erweitert. „Eine moderne, leistungsfähige Infrastruktur eröffnet uns gleichzeitig neue Perspektiven für künftige Ansiedlungen am Standort“, erklärte dazu am Freitag Bereichsleiterin Julie De Keyser.

Für den Aufbau seiner Kathodenfabrik am Standort Schwarzheide hat der Chemiekonzern BASF insgesamt 175 Millionen Euro Fördergelder von der EU, vom Bund sowie dem Land Brandenburg erhalten. Laut aktuellen Planungen soll die Kathodenproduktion bereits 2022 beginnen. Zudem sei geplant, dass ebenfalls im Jahr 2022 eine Akku-Recycling-Pilotanlage in Betrieb genommen werden soll. Durch diese soll Lithium aus Elektroauto-Akkus zurückgewonnen werden. Derzeit sei man mit BASF in Ludwigshafen auch über eine Kapazitätserweiterung bei der Herstellung von Batteriematerialien im Gespräch.

Fest steht bereits, dass in Schwarzheide ab 2022 Kathodenmaterialien für 400.000 Elektrofahrzeuge pro Jahr gefertigt werden sollen.  Dieser ist Teil eines mehrstufigen Investitionsplans zum Aufbau der europäischen Wertschöpfungskette für Elektroautos. Die Bauarbeiten für die BASF-Anlage laufen seit August. 150 neue Arbeitsplätze sollen nach Unternehmensangaben am Standort entstehen. Investiert wird unter anderem auch in die Erschließung des BASF-Geländes, auf dem das französische Unternehmen Air Liquide eine neue Luftzerlegungsanlage zur Erzeugung technischer Gase für die Produktion von Batteriematerialien baut. Dafür müsse das Leitungsnetz für Sauerstoff gänzlich neu errichtet werden.

Des Weiteren plane man einen Teil der Investitionssumme in die Modernisierung und Erweiterung des Stromnetzes am Standort fließen zu lassen. Hierzu werden im unternehmenseigenen Umspannwerk neue Transformatoren installiert, deren Anschlussleistung gesteigert wird.

Quelle: Automobilwoche – BASF investiert weitere Millionen in Schwarzheide

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Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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