Größte Elektroauto-Rallye Europas steigt am Wochenende

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Daniel Krenzer
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  —  Lesedauer 3 min

Den „besten E-Cannonball ever, ever, Elbflorenz“ versprechen die Organisatoren – angeführt von Arnie und Ove Kröger – des inzwischen siebten E-Cannonball, der am kommenden Wochenende (14. und 15. September) in und um Dresden stattfindet. Und in der Tat gibt es bei der größten Elektroauto-Rallye Europas wieder einige Highlights und Überraschungen – sowohl für die Teilnehmer der insgesamt erstmals 80 Teams, aber auch für die Zuschauer vor Ort sowie vorm heimischen Bildschirm.

Mit am Start sind einige elektrische Exoten, begonnen bei der Startnummer 1: ein Trabant Universal Kombi, der zu einem Elektroauto umgerüstet wurde. Ansonsten bildet das Teilnehmerfeld die ganze Bandbreite der Elektromobilität ab – vom Dacia Spring über VW ID.3 und verschiedene Teslas bis hin zu hierzulande noch kaum bekannten chinesischen Modellen wie dem Suda SA01, dem Hongqi E-HS9 sowie verschiedenen Modellen von Xpeng.

Beim E-Cannonball geht es nicht darum, wer am schnellsten am Ziel ist. Anders als bei den namensgebenden Cannonballs in den USA müssen sich auch alle Fahrer streng an die Straßenverkehrsordnung halten, sonst drohen Punktabzüge. Die Teilnehmer müssen entlang der Strecke verschiedene Aufgaben lösen. Welche genau, ist ein streng gehütetes Geheimnis, das erst am Vorabend des Wettstreits am Sonntag enthüllt wird. Sicher ist aber bereits: Es gibt dieses Mal doch ein Kräftemessen auf der Rennstrecke, allerdings mit Elektro-Karts auf der Strecke der ArenaE in Mülsen am Sonntag.

Einige prominente Gesichter am Start

Zuschauer sind bei der Veranstaltung, die den Spaß an der Elektromobilität vermitteln will, herzlich willkommen. Das geht zum einen am Samstag von 12 bis 14.30 Uhr am MightyTwice Hotel in Dresden sowie von 15 bis 18 Uhr am Dresdner Altmarkt als Programmpunkt des dortigen Herbstmarktes. Am Sonntag ist dann von 9 bis 17 Uhr die ArenaE der Dreh- und Angelpunkt, an dem es für Besucher am meisten zu erleben gibt. Auch einige prominente Gesichter werden wieder im Teilnehmerfeld erwartet – wie Auto-Erklärer Alexander Bloch, Carmaniac sowie die Bangula-Brüder vom Fachmagazin Grip.

Zudem gibt es wieder einen mehrstündigen Live-Stream, der mit wenigen kurzen Unterbrechungen am Sonntag vom Start im Morgengrauen bis zur Siegerehrung am Abend die Veranstaltung begleitet und immer wieder in die Autos sowie zu den Challenges Live-Schaltungen bietet. Auf einer Karte lässt sich zudem der aktuelle Standort aller Teams mitverfolgen.

Insgesamt sind fast 400 Kilometer zwischen Dresden und Zwickau mit landschaftlich reizvoller Routenführung durch das Erzgebirge zu absolvieren. Angesichts der anspruchsvollen Topographie werden die meisten Teams also neben den zu absolvierenden Aufgaben auch die Ladeplanung gut im Blick haben müssen. Alle Infos zum Event gibt es online auf der Seite des E-Cannonball.

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Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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steinpilz:

Man kann ja auch viele Autos sich anschauen und auch Probefahren. ich fahre zum Altmarkt in Dresden.

Walter Gutmann:

Wenn Sie sich fragen ob man das noch braucht, dann frage ich mich wo fängt man an und wo hört man auf ?
Wollen Sie jedem seinen Spaß verderben ?

Gastschreiber:

Welcher, alternative Ansatz wäre denn geeignet? Ich zitiere „In vielen Köpfen halt noch nicht.“ Sollte da nicht jede vernünftige Möglichkeit genutzt werden, um mehr Köpfe zu erreichen?

Peter:

Naja da sind 80 Teams die halt in Sachsen rumfahren mit ihren, meist, privaten PKW gegenüber tausenden Rennteams die das ganze Jahr ihre Fahrzeuge und Teams quer durch die Welt fliegen um jedes Wochenende wo anders sinnlos mit dem Verbrenner im Kreis zu fahren, vieleicht sollte man da mal anfangen diesen Schwachsinn abzuschaffen…oder zählt das als „Haben wir schon immer so gemacht !“ oder „Das gehört halt zur Unterhaltung !“, Brot und Spiele ???

Bernhard:

Am Anfang war die Idee des E-Cannonballs zu zeigen, dass E-Mobilität funktioniert. Das war in Ordnung. 2024 ist die E-Mobilität in unserer Gesllschaft eigentlich technologisch angekommen. In vielen Köpfen halt noch nicht. Trotzdem halte ich so eine Veranstaltung inzwischen für fragwürdig. Es wird zwar kein fossiler Brennstoff direkt verballert, aber wo ist der Unterschied zu Oldtimerrundfahrten oder noch schlimmer Tarktorpulling. Braucht man das noch, nur um sich gegenseitig zu feiern wie toll man ist? Die Youtuber brauchen das ganz bestimmt, damit ihr Geschäftsmodell weiterhin funktioniert.

Gastschreiber:

Aktuelle Wetterprognose sieht leider, für ein Event, nicht so positiv aus. Dauerregen.
Wobei, vielleicht sollte man sich es genau dann antun :) da kann man erleben, wie die Emotionen der Teilnehmer sich verändern.
Als Zuschauer kann man dann den Livestream nutzen, mal sehen, wie spannend das aufgebaut ist.

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