Suzuki startet weltweiten Export des vollelektrischen e Vitara aus Indien

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Suzuki

Michael Neißendorfer
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  —  Lesedauer 3 min

Der japanische Autohersteller Suzuki hat mit der Auslieferung seines ersten Elektroautos begonnen, dem e Vitara. Das Modell wird im Werk Gujarat in Indien produziert und weltweit in mehr als 100 Länder exportiert – darunter auch nach Europa und Japan. Gleichzeitig startet der Export von Lithium-Ionen-Batterien für Hybridfahrzeuge, die am Standort TDS Lithium-Ion Battery Gujarat Private Limited (TDSG) gefertigt werden.

Die Feierlichkeiten zum Produktions- und Exportstart fanden bereits Ende August im Werk Gujarat statt. Neben Indiens Premierminister Narendra Modi nahmen auch Gujarats Ministerpräsident, Bhupendra Patel, der japanische Botschafter in Indien, Keiichi Ono, sowie der Representative Director und President der Suzuki Motor Corporation teil, Toshihiro Suzuki. Insgesamt waren rund 600 Gäste anwesend, darunter Vertreter der indischen Regierung, der Regionalregierung von Gujarat und Mitarbeitende von Suzuki.

„Wir fühlen uns zutiefst geehrt, dass der Premierminister diese beiden Meilensteine mit seiner Anwesenheit gewürdigt hat“, sagte Toshihiro Suzuki, Representative Director und President der Suzuki Motor Corporation. „Suzuki begleitet Indiens Weg in der Mobilität seit über vier Jahrzehnten. Wir bleiben fest entschlossen, die Vision des Landes für eine nachhaltige, grüne Mobilität zu unterstützen und aktiv zur weiteren Entwicklung Indiens beizutragen.“

Das vollelektrische Antriebssystem des neuen e Vitara besteht aus der eAxle, die den Motor und den Wechselrichter integriert, sowie aus einer Lithium-Eisenphosphat-Batterie. Sie ist in zwei Ausführungen mit 49 und 61 kWh erhältlich und auf Sicherheit und Zuverlässigkeit ausgelegt. Die Reichweite beträgt je nach Batterie- und Antriebsversion bis zu 428 Kilometer pro Batterieladung. Der Verkaufsstart des e Vitara wird in Deutschland im Oktober 2025 erfolgen, drei Antriebe stehen zur Auswahl:

  • In Kombination mit der 49-kWh-Batterie leistet der Elektromotor 106 kW / 144 PS und entwickelt ein maximales Drehmoment von 193 Nm
  • Die Variante mit der großen 61-kWh-Batterie wird in Verbindung mit Front- oder Allradantrieb angeboten. Hier arbeitet an der Vorderachse stets ein 128 kW / 174 PS starker Elektromotor.
  • Die Allradversion „Allgrip-e“ wartet mit einem weiteren Motor an der Hinterachse auf, der 48 kW / 65 PS leistet. Die Systemleistung beträgt bei der Allradvariante 135 kW / 183 PS bei einem maximalen Drehmoment von 307 Nm.

Zu den Preisen hat sich Suzuki noch nicht geäußert, sie dürften von etwa 30.000 Euro für die Basisversion bis knapp unter 40.000 Euro für die Topversion reichen.

Suzuki

Produktion von Lithium-Ionen-Batterien gestartet

Darüber hinaus nahm TDSG – ein Joint Venture von Suzuki, Toshiba Corporation und Denso Corporation – die Produktion von Lithium-Ionen-Batterien für Hybridfahrzeuge auf. Diese kommen zunächst im Grand Vitara zum Einsatz und sollen künftig auf weitere Modelle ausgeweitet werden. TDSG war 2017 als erstes Werk Indiens gegründet worden, das Lithium-Ionen-Batterien auf Zellebene fertigte. Seit 2021 produziert es zudem Batterien für Mild-Hybrid-Fahrzeuge – mittlerweile für mehr als eine Million Fahrzeuge.

Mit diesen beiden Projekten will Suzuki sein stetiges Engagement für nachhaltige Mobilität und die enge Partnerschaft mit Indien unterstreichen, einem der wichtigsten Märkte und Produktionsstandorte des Unternehmens.

Quelle: Suzuki – Pressemitteilung vom 02.09.2025

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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