Sony sucht Partner für Vision-S und weitere E-Modelle

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Sebastian Henßler
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  —  Lesedauer 3 min

Zwei Jahre ist es mittlerweile her, dass der Sony Vision-S für Aufsehen in der Welt der E-Mobilität gesorgt hat. Bei der CES 2022 teilte Sony mit, dass wir künftig mehr über den Sony Vision-S zu hören bekommen. Denn dieser soll als Wegbereiter für das Unternehmen in die Elektromobilität dienen. Einen Weg welchen man nicht alleine beschreiten wolle. Wie ein Insider gegenüber Reuters verlauten ließ wolle man neue Technologiepartner in das Elektrofahrzeug-Projekt aufnehmen.

Um die Entwicklung weiter zu beschleunigen und neue Vorschläge zur Weiterentwicklung des Mobilitätserlebnisses zu machen, wird Sony im Frühjahr 2022 eine Betriebsgesellschaft „Sony Mobility Inc.“ gründen, über die das Unternehmen den Eintritt in den Markt für Elektrofahrzeuge erkunden will. In dieses könnten Partner mit aufgenommen werden oder zumindest mit diesem zusammenarbeiten, um den Vision-S oder das Elektro-SUV Vision-S 02 auf die Straße zu bringen.

Die fortschreitende Umstellung auf Elektroautos, die einfacher zu bauen sind als solche mit Verbrennungsmotoren, ermöglicht neuen Marktteilnehmern den Einstieg in die Fahrzeugherstellung. Gleichzeitig wird erwartet, dass das autonome Fahren und die 5G-Konnektivität die Autoindustrie umgestalten, indem Autos zu mobilen Plattformen für Informations- und Unterhaltungsdienste werden. Darauf möchte Sony reagieren und dies gemeinsam mit potenziellen neuen Partnern gestalten.

„Wir sehen das Risiko, E-Autos zu ignorieren, als größer an als die Herausforderung, die sie darstellen“, sagte Izumi Kawanishi, der Senior General Manager, in einem Interview. Die bevorstehende Wandlung von Autos sei in gewisser Weise vergleichbar mit der Entwicklung der Informationstechnologie, die Telefone in Smartphones verwandelt habe. Bei der Ankündigung der neuen Mobilitätseinheit auf der Technologiemesse CES in Las Vegas deutete Sony-Chef Kenichiro Yoshida zum ersten Mal an, ein vor zwei Jahren begonnenes Elektromobilität-Entwicklungsprojekt in ein gewinnbringendes Unternehmen zu verwandeln.

Mit dem E-Fahrzeug wolle man die Mobilität noch näher an den Menschen heranzuführen und gleichzeitig Technologien entwickeln, die auf Sicherheit, Anpassungsfähigkeit und Unterhaltung ausgerichtet sind. Dabei wird schnell klar, dass Sony in größeren Maßstäben denkt. So setzt man nicht nur auf ein E-Prototyp, sondern hat ein Elektro-SUV (VISION-S 02) als neuen Formfaktor angekündigt und ausgestellt. Dieses Fahrzeug nutzt die gleiche EV/Cloud-Plattform wie der Prototyp (VISION-S 01), der auf öffentlichen Straßen getestet wird. Die bisherigen Prototypen wurden in Österreich beim kanadischen Autoteilehersteller Magna International gefertigt. Zu den weiteren Mitgliedern des in Europa angesiedelten Projekts gehören der deutsche Autoteilehersteller Bosch, das französische Automobiltechnologieunternehmen Valeo SE und das ungarische Start-up-Unternehmen für autonome Fahrzeuge AImotive.

Um ein Elektroauto auf den Markt zu bringen, müsste Sony wahrscheinlich erheblich in Anlagen und Ausrüstung investieren. Sony wird es auch mit traditionellen Autoherstellern wie Toyota, General Motors Co und Volkswagen AG aufnehmen müssen, die Dutzende von Milliarden Dollar ausgeben, um die E-Neulinge zu schlagen. Mit neuen Partnern, welche man in das Projekt einbringen möchte, soll dies gelingen.

Quelle: Reuters – Sony seeks new partners for transformative EV project -executive

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Sebastian Henßler

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Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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