Showcar Vision AMG: Wie sich AMG neu erfinden will

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Mercedes-Benz

Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 5 min

Sportliche Proportionen, geprägt durch einen langen Radstand und betont kurze Karosserieüberhänge, stark ausgeprägte Schultern, große Räder, eine markante Abrisskante am Heck und die sternförmige Lichtsignatur der Hauptscheinwerfer: Die Designstudie Vision AMG will aus jeder Perspektive ein emotionales Statement setzen. Mit dem Showcar gibt Mercedes-AMG einen Ausblick auf die vollelektrische Zukunft der AMG Driving Performance. Unter der Hülle des viertürigen Coupés steckt bereits die eigenständige AMG.EA Plattform, die derzeit in Affalterbach für vollelektrische Performance-Modelle entwickelt wird.

AMG erfindet sich neu. Wie einst bei unseren Gründervätern, so herrscht auch seit geraumer Zeit in Affalterbach eine neue, ganz besondere Aufbruchsstimmung. Die Weichen sind ganz klar auf eine elektrifizierte Zukunft gestellt“, sagt Philipp Schiemer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Mercedes-AMG GmbH. Der Anspruch dabei sei hoch. „Denn auch unsere Kunden erwarten bei rein elektrischen Modellen das Besondere“. Mit dem SLS AMG Electric Drive, der eigenen Hybrid-Technologie E PERFORMANCE sowie den ersten Mercedes-EQ Derivaten will AMG seine Kompetenz bereits unter Beweis gestellt haben. „Mit dieser Studie geben wir nun einen ersten Ausblick darauf, wie wir die DNA von AMG ab 2025 in die reinelektrische Zukunft transferieren“, so Schiemer weiter. Bei dem Showcar handelt es sich um das erste komplett in Affalterbach entwickelte E-Auto. „Wir entwickeln dafür alles von Grund auf neu, von der eigenständigen Plattform AMG.EA über eine revolutionäre Antriebstechnologie, mit der wir Performance Elektromobilität auf ein neues Level heben werden“, so der AMG-Chef.

Der Vision AMG zeigt spektakulär, wie die Elektrifizierung bei Mercedes-AMG aussehen könnte. Dabei bleiben wir konsequent der Marken-Ästhetik treu: die extremen Proportionen der Studie kreieren Faszination und Leidenschaft für Performance – dafür steht AMG“, sagt Gorden Wagener, Chief Design Officer Mercedes-Benz Group AG. Der Vision AMG verkörpere „die Bipolarität der Marke eindrucksvoll – das Zusammenspiel aus Schönheit und dem Außergewöhnlichen. Elemente aus der Zukunft, wie Licht-Signaturen mit dem beleuchteten, digitalen High-Tech-Kühlergrill, unterstreichen zugleich die progressive Weiterentwicklung unserer Formsprache der Sinnlichen Klarheit“, so Wagener. Das Fahrzeug zeige mit kontrastierenden modernen Grafiken und radikalen Proportionen den nächsten Schritt im Design, der auf den VISION EQXX aufbaut und weiter in Richtung Performance Luxury erweitert werden soll. „Nahtlos fließende, volle Flächen und die monolithische Skulptur runden die kraftvolle Ästhetik des Vision AMG ab. Das Ergebnis ist ein elektrisches Supercar, eine Stilikone, die Begehren weckt – und genau das ist es, was einen Luxus-Sportwagen ausmacht.

Monolithische Skulptur und radikale Proportionen

Das Konzeptauto zeichnet sich durch seine fließenden, vollen Flächen aus. Die Fugen sind auf ein Minimum reduziert und die Heck- und Seitenscheiben in der Wagenfarbe Alubeam-silber lackiert. Dadurch wird der Gesamteindruck einer monolithischen Skulptur verstärkt.

Die sportlichen Proportionen kommen in der Seitenansicht besonders gut zur Geltung und sind durch das technische Layout definiert: langer Radstand, weit vorn platzierte und stark geneigte A-Säule, kurzer vorderer und etwas längerer, aerodynamisch optimierter hinterer Überhang. Die Formensprache der Sinnlichen Klarheit kommt zum Ausdruck und wird sportwagentypisch überzeichnet. Diesen Effekt erreichen die Designer durch weit ausgestellte Kotflügel vorn und die betont breiten Schultern hinten.

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Das Greenhouse ist in die fließende Grundform integriert und fügt sich nahtlos in die flache Silhouette ein. Die nach hinten abfallende und sich seitlich verjüngende Dachlinie mündet direkt in den Heckspoiler. Insgesamt entsteht dadurch eine optisch spannende und aerodynamisch vorteilhafte Tropfenform, deren Grundzüge auch beim VISION EQXX zu finden sind. Der markentypische Anspruch an das Außergewöhnliche wird durch die radikalen Proportionen und die scharf geschnittene Shark Nose realisiert.

Die stark abgeschrägte Abrisskante am Heck mit aktivem Spoiler streckt die Seitenansicht optisch und verbessert zudem die Aerodynamik. Die Kante wird von einem scharf geschnittenen Leuchtband eingefasst, das unterschiedliche Lichtinstallationen ermöglicht. Es kontrastiert mit dem groß dimensionierten schwarzen AMG Logo auf dem Heck.

Technik für herausragende Leistung

Die Technik des Vision AMG soll dem sportlichen Design in vielerlei Hinsicht Rechnung tragen. Alle Komponenten des Antriebsstrangs wurden von Grund auf neu entwickelt: Das gilt nicht nur für die AMG.EA Plattform selbst, sondern auch für die spezielle Hochleistungs-Hochvoltbatterie und die Antriebstechnologie. Das kraftvolle Herzstück des Vision AMG ist der innovative Axialflussmotor, der von der Mercedes-Benz Tochter YASA entwickelt wurde. Mit seiner kompakten und leichten Bauweise soll er deutlich mehr Leistung liefern als herkömmliche Elektromotoren.

Als markentypisches Erkennungsmerkmal bleibt die AMG-spezifische Kühlerverkleidung mit vertikalen Streben erhalten – obwohl beim vollelektrischen Antriebskonzept kein klassischer Kühler an der Front erforderlich ist. Die Hightech-Weiterentwicklung des Grills ist daher geschlossen, in Wagenfarbe lackiert und vollständig in das Frontvolumen integriert. Als zentrales grafisches Element betonen die Beleuchtung der Streben und die dreidimensional vertiefte Außenkontur den futuristischen Look des Vision AMG. Der Markenstern ist prominent auf der Motorhaube platziert – analog zum Mercedes-AMG Project ONE.

Lichtsignatur mit Stern

Direkt in die Zukunft weist die Lichtsignatur der Hauptscheinwerfer. Drei LED-Elemente bilden einen stilisierten, dreidimensionalen Mercedes Stern, der nicht nur bei Nacht den Markenauftritt von Mercedes und AMG sofort erkennbar und unverwechselbar machen soll. Beide Scheinwerfer sind optisch verbunden. Dafür sorgt das horizontale Lichtband über der Kühlerverkleidung, das mit verschiedenen Animationen – von der Begrüßung bis zum Dauerlicht – inszeniert werden kann.

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Eine neue und doch vertraute Lichtgestaltung zeigen auch die runden Heckleuchten. Jeweils drei links und rechts platzierte LED-Ringe stecken in röhrenförmigen Tuben. Auch hier weisen kleine Sterne auf die Marke Mercedes hin. Im Kontrast dazu steht der Heckdiffusor in tiefem Schwarz.

Bezug zur Formel 1 durch Formen und Farben

Die direkte Verbindung zum erfolgreichen Mercedes-AMG Petronas F1-Team stellen weitere optische Details her. Dazu gehören die silberne Lackierung mit einem großformatigen Star-Pattern über Schultern und Heckflügel, funktionale Elemente in Sichtkarbon, die aerodynamische Gestaltung der 22-Zoll-Räder mit Aero‑Claddings, das AMG Logo und Petronas-farbige Elemente an Schweller und Diffusor.

Das sportliche Hightech-Seamless-Design und seine Proportionen verleihen dem Vision AMG einen futuristischen Charakter. Auch das 4-Türer-Package macht deutlich, dass es sich bei dem Showcar um den Ausblick auf einen funktionalen vollelektrischen Sportwagen der Zukunft handeln soll, so AMG. Trotz des Batteriepakets im Wagenboden zwischen den Achsen ist die Studie nochmal deutlich flacher als der EQS – und bietet dank des speziell ausgeformten Interieurbodens ein komfortables Raumangebot für vier Personen.

Quelle: Mercedes-Benz – Pressemitteilung vom 19.05.2022

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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David:

Die Nicht-„Normalwüchsigen“ haben sich das nicht ausgesucht. Meine Mädchen würden sagen: „Was ist mir dir los? Bodyshaming geht gar nicht!“

Tobi:

Was geht in solchen Köpfen bloss vor? Ich befürchte…. nix.

Tom62:

Vision Moby Dick…. ;)

Tobi:

Die Verlängerung gewisser Körperteile scheint bei AMG und Mercedes stark im Fokus zu stehen. Scheint bei dieser Kundschaft ein grosses Bedürfnis zu sein.
Normalwüchsige können ob solchem Schwachsinn nur den Kopf schütteln.

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