Schlussspurt bei Sono Motors – CO2-Zertifikat-Handel soll Anschlussfinanzierung sichern

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Sono Motors

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 2 min

7 Tage Schlussspurt hat Sono Motors noch vor sich in denen man sich 50 Millionen Euro sichern wollte, um den SION als erstes E-Auto des Unternehmens in Richtung Serienreife zu bringen. Innerhalb der letzten 43 Tage konnte das Unternehmen sich ~46 Millionen Euro sichern. Zuletzt gab es einen deutlichen Sprung nach vorn, durch ein Investment bisheriger Geldgeber in Höhe von 10 Millionen Euro. Doch wie soll es danach weitergehen?

Denn selbst nach einem erfolgreichen Crowdinvesting ist die Serienreife noch nicht gesichert. Denn wie uns Jona Christians, Gründer und CEO von SONO Motors, im Gespräch zu verstehen gab, werden nach dem Erreichen des Kampagnenziels von 50 Millionen Euro bis zum Produktionsstart noch 205 Millionen Euro benötigt. „Die Mittel hierfür sollen vorrangig durch weitere Reservierungen, zusätzlich aber auch durch Lizenzgeschäfte und nachhaltige Investoren sowie durch Fremdkapital erreicht werden. Wir haben alle Fragen zu diesen Themen mittlerweile auch auf unserer Webseite beantwortet. Das Angebot wird stark genutzt, wie uns die analytische Auswertung zeigt“, so Christians weiter.

Dass das Crowdinvesting nur ein Teil der Finanzierung sicherstellt hat Sono Motors auch gegenüber edison zu verstehen gegeben. Man sehe dies nur als ein „Teil des Weges an“. „Maschinen und Roboter für die Fertigung, also die Anlagenfinanzierung in Höhe von rund 70 Millionen, werden über Bankenkredite finanziert“, so Laurin Hahn, CEO Sono Motors, gegenüber dem Magazin. Des Weiteren wolle man auch weitere Investoren gewinnen. Interessant ist aber vor allem die Tatsache, dass man sich weitere Einnahmen durch den Handel mit CO2-Zertifikaten im europäischen Verbund erhoffe. Durchaus ein lohnenswertes Geschäft, wie zuletzt Tesla in Kooperation mit Fiat Chrysler bewiesen hat.

edison brachte auch das Thema des Einstiegs eines großen OEMs zur Sprache. Laut deren Quellen sei der VW-Konzern am Münchner Start-Up interessiert. Christians verneinte dies jedoch und gab zu verstehen, dass man zwar mit vielen großen Zuliefererunternehmen in Deutschland zusammenarbeitet und intensiv miteinander redet. „Aber dabei geht es um Teile und technische Inhalte, nicht um eine Beteiligung. Was nicht heißt, dass wir uns dem verschließen würden. Aber bislang ist in der Richtung nichts passiert“, so der CEO weiter.

Quelle: edison – Sono Motors: „Unser Ziel ist nicht mehr fern“

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Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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Wolfgang.Regnet:

Für mich ist das eine gelungenes und geniales E- Fahrzeug bis auf die Reichweite des Akkus und.der Garantie daran sollte noch etwas gearbeitet werden . Sonst für mich perfekt geeignet. Ich würde mich freuen wenn das noch gelingen würde. Dann steht einen Kauf nichts mehr im Wege.

Lippitz Franz:

Ja,wie es im Leben mal ist,meine,man sollte bis zum Produktionsstart,mal dazustehen,die Idee der jungen TechnikerInen ist mal gut,der Sion hatte bei all den Auftritten und Probefahrten eine gute Form,wenn Ihr alle die Reservierungen zurückfordern,fehlt es ja für den Produktionsstart,wieviel Geld hat euch schon die eine oder andere Bank oder Versicherung verpackt….

Zap M:

In Europa ist es nur möglich, Kredite untereinander auszutauschen, wenn ein Unternehmen eine höhere durchschnittliche Emission pro Jahr hat und erwartet, dass dies im nächsten Jahr umgekehrt sein wird. Sie können keine CO2-Zertifikate verkaufen.
Sono Motors hat das falsch verstanden.

Roswitha:

Der Sion fährt auf bis jetzt umweltverträglicher weiße. Auch in der Planung ,Produktion werden die CO2 -werte ausgeglichen mit Umweltprojekten. Was will man mehr. Ich bin Fan der ersten Stunde und schon 2 Mal probegefahren.

Eugen Hofer:

Das Hammerauto muss auf die Strasse, auch ohne Umwelt Zertifikate. Das ist alles nur Papierkram! Bei bedarf kann man solchen Papierkrieg auch später hinzufügen/anfertigen/umrüsten. Priorität hat nun mal der SION, auf den wir noch 2 weitere Jahre warten! Wir wollen keine Umweltpapiere mit denen man die Vergängliche Welt Retten will. Sorge zur Umwelt tragen indem wir den SION auf die Strasse bringen, das wollen wir, nicht wertlose Papiere!

Stefan:

Danke für den Bericht zur Anschlussfinanzierung. Da kommt wieder Zuversicht auf. Den Handel mit Zertifikaten kann man gut oder schlecht finden da es Argumente dafür und dagegen gibt, aber aus unternehmerischer Sicht durchaus interessant. Beide Seiten werden davon kurzfristig profitieren. Die bisherige Industrie erhät eine Chance für den Wandel und die neuen Start-Ups die Chance sich zu bewähren.

Name ist Egal:

„Des Weiteren wolle man auch weitere Investoren gewinnen. Interessant ist aber vor allem die Tatsache, dass man sich weitere Einnahmen durch den Handel mit CO2-Zertifikaten im europäischen Verbund erhoffe. Durchaus ein lohnenswertes Geschäft, wie zuletzt Tesla in Kooperation mit Fiat Chrysler bewiesen hat.“

Solche Firmen sind bei mir Grundsätzlich raus. Egal was für ein tolles Produkt sie haben. Wenn so Firmen unterstützt werden, die extrem dreckig Produzieren und bisher kein Interesse an „sauberen“ Autos hatten.

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