Renault Mégane: Künftig E-Limousine statt Elektro-SUV?

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Sebastian Henßler
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  —  Lesedauer 2 min

Renault plant laut dem französischen Automagazin L’Automobile eine umfassende Neuausrichtung für die kommende Generation des Mégane. Die neue Version des bekannten Modells soll ab 2028 als elegante, langgestreckte Limousine auf den Markt kommen. Ziel ist es, die Position des Mégane im Segment der Familienautos zu stärken und zugleich den Fokus auf eine optimierte Reichweite zu legen. Das aktuelle Modell, der Mégane E-Tech, wird noch in diesem Jahr ein Facelift erhalten, bevor es von der neuen Generation abgelöst wird.

Der bisherige Mégane E-Tech wurde ursprünglich entwickelt, um die Lücke zu schließen, die das Auslaufen der Renault Zoe hinterließ. Mit seiner kompakten Länge von 4,20 Metern und einer SUV-ähnlichen Optik sollte der Mégane den Übergang in das Zeitalter der Elektroautos erleichtern. Doch die Einführung des Renault 5, der im Rahmen der Renaulution-Strategie 2021 vorgestellt wurde, verschob die Prioritäten. Der Renault 5 übernahm die Rolle eines kompakten Elektroautos und drängte den Mégane E-Tech in ein weniger klar definiertes Segment.

Die nächste Generation des Mégane soll diese Herausforderungen hinter sich lassen. So soll dieser zu den Wurzeln des Modells zurückkehren und auf ein flaches, aerodynamisches Design setzen, das die Effizienz verbessert und gleichzeitig den klassischen Charakter des Mégane als Familienlimousine betont. Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal wird die Trennung vom SUV-Segment sein. Dieses Feld soll künftig durch ein weiteres Modell besetzt werden, das den internen Code HCC trägt. Dieses elektrische SUV soll den Austral ersetzen, oberhalb des Scénic positioniert werden und ein weiteres Schlüsselmodell im Portfolio von Renault sein.

Technologisch dürfte Renault einige Neuerungen mitbringen, heißt es in dem Bericht: Ab 2027/ 2028 soll eine 800-Volt-Architektur eingeführt werden, die zusammen mit Valeo entwickelt wird. Diese ermöglicht effizientere Ladevorgänge und eine gesteigerte Performance. Hinzu komme eine neue Generation von Elektromotoren, die für eine noch bessere Energieausnutzung sorgen sollen. Der Innenraum wird ebenfalls modernisiert. Eine breite, nahezu rahmenlose Panorama-Anzeige soll sich über die gesamte Front erstrecken, ähnlich wie es bereits bei Konzepten wie dem Vision Scénic zu sehen war. Diese digitale Schnittstelle soll nicht nur die Bedienung erleichtern, sondern auch einen modernen, hochwertigen Eindruck vermitteln.

Quelle: L’Automobile – Future Renault Mégane 5 : les premières infos sur la rivale française de la Tesla Model 3

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Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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MMM:

„Der bisherige Mégane E-Tech wurde ursprünglich entwickelt, um die Lücke zu schließen, die das Auslaufen der Renault Zoe hinterließ.“
Ehrlich? DAS war der Plan? Hat denn niemand bei Renault mal die beiden Autos nebeneinander gestellt?

Aber egal, eine Fließhecklimo mit aktueller Batterietechnik, großer Heckklappe und AHK könnte eine Idee sein. Die muss auch keine 350 PS haben. Nur vielleicht wirklich noch in diesem Jahrzehnt…

Niklas Maurus:

Stimmt im Sommer 2024 über Nacht den Vertrieb des normalen Kompaktwagen Megane eingestellt und einen 15.000 Euro teureren SUV ins Schaufenster gestellt. Danach sind die Zulassungszahlen von Kompaktwagen bei Renault um über 70 Prozent gesunken.

Klar dass man nur mit Wasser zum Feuer rennt, wenn die Hütte im Volumensegment brennt. Renault hat sich mit der Modellpolitik SUV all selbst ein Bein gestellt. Passende Analyse dazu in der Autozeitung.

https://www.autozeitung.de/renaults-deutschland-absatzmisere-analyse-207625.html

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