Renault kann Absatz und Umsatz steigern

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Renault | Renault R5

Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 3 min

Im aktuell schwierigen Umfeld der Automobilindustrie konnte der Renault-Konzern im abgelaufenen dritten Quartal seinen Absatz und Umsatz erhöhen. Mit insgesamt fast 530.000 verkauften Fahrzeugen hat die Renault Group im dritten Quartal 2025 ein Absatzplus von 9,8 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres erzielt. Sowohl der internationale (plus 14,9 Prozent) als auch der europäische Absatz (plus 7,5 Prozent) trugen zu diesem Ergebnis bei, so der Hersteller in einer aktuellen Mitteilung.

In Europa ist der Pkw-Absatz der Gruppe um 10,9 Prozent gestiegen und übertraf damit den Gesamtmarkt, der um 7,5 Prozent zulegte. Der Absatz von leichten Nutzfahrzeugen (LCV) hat sich sequenziell verbessert, bleibt aber um 7,1 Prozent unter dem Wert des dritten Quartals 2024. Alle Marken des französischen Konzerns verzeichneten Zuwächse: Renault + 5,5 Prozent, Dacia + 16,1 Prozent und Alpine + 306,4 Prozent.

In den ersten neun Monaten des Jahres 2025 ist der Absatz der Renault Group gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,8 Prozent auf knapp 1,7 Millionen Fahrzeuge gestiegen, wobei alle drei Marken ein Wachstum verzeichneten. In Europa stieg der Pkw-Absatz um 6,9 Prozent auf insgesamt gut 1 Million Einheiten. Auf den internationalen Märkten stieg der Absatz der Marke Renault (Pkw + LCV) in Lateinamerika (+ 17,3 Prozent), Südkorea (+ 213,7 Prozent) und Marokko (+ 46,3 Prozent), was den Erfolg des International Game Plan der Group bestätigt.

Ein Vorteil der Franzosen ist, dass sie mit ihrem Angebot den Nerv bei Privatkunden treffen: Die Verkäufe an Privatkundinnen und -kunden machten in den fünf wichtigsten europäischen Ländern 58,4 Prozent des Gesamtabsatzes aus (fast 17 Prozentpunkte mehr als der Marktdurchschnitt), im dritten Quartal lag der Wert sogar bei 63,8 Prozent (20 Prozentpunkte über dem Marktdurchschnitt). Drei Fahrzeuge gehörten zu den Top 10 der meistverkauften Modelle auf dem Privatmarkt in Europa: Dacia Sandero und Duster sowie der Renault Clio.

Einen wesentlichen Beitrag zu den aktuellen Erfolgszahlen lieferten die Elektro- und Hybridautos der drei Marken: In den ersten neun Monaten stieg der Absatz von elektrifizierten Fahrzeugen der Renault Group um 58,6 Prozent und stellt nun 43,9 Prozent des Gesamtabsatzes. Im dritten Quartal 2025 erreichte der Anteil der elektrifizierten Fahrzeuge der Renault Group 44 Prozent des Gesamtabsatzes, was einem Anstieg von 10,8 Punkten gegenüber dem dritten Quartal des Vorjahres entspricht.

In den ersten neun Monaten stieg der Anteil der reinen Elektroautos am Gesamtabsatz der Renault Group um mehr als 5 Prozentpunkte auf 12,7 Prozent. Der Renault 5 E-Tech Electric war das meistverkaufte Fahrzeug im elektrischen B-Segment in Europa. Im dritten Quartal stieg der Absatz von Elektroautos der Renault Group im Vergleich zum dritten Quartal des Vorjahres um 122,1 Prozent und erreichte einen Anteil am Gesamtabsatz der Gruppe von 13,5 Prozent.

In den ersten neun Monaten stieg der Anteil der Hybridfahrzeuge am Gesamtabsatz der Renault Group um mehr als acht Prozentpunkte auf 30,4 Prozent. Dieser Anstieg ist auf das erfolgreiche Hybridmodellprogramm der Marken Renault und Dacia zurückzuführen. Die Renault Group ist in Europa weiterhin die Nummer zwei bei Hybridfahrzeugen. Im dritten Quartal 2025 stieg der Hybrid-Absatz der Renault Group gegenüber dem dritten Quartal des Vorjahres um 25,0 Prozent.

Die Renault Group hat im dritten Quartal einen Umsatz von 11,4 Milliarden Euro erzielt, was einem Anstieg von 6,8 Prozent gegenüber dem dritten Quartal des Vorjahres entspricht. Die im Juli angepasste Finanzprognose für das komplette Geschäftsjahr 2025 bleibt unverändert. Die Renault Group erwartet eine operative Konzern-Marge von rund 6,5 Prozent.

Quelle: Renault – Pressemitteilung vom 23.10.2025

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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