Ohne Helmpflicht: BMW elektrifiziert den Dachroller

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Tobias Stahl
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Mit dem „Dachroller“ C1 sorgte BMW im Jahr 2000 für einiges Aufsehen: Das Zweirad war in zwei Ausführungen mit 125 oder 176 cm³ erhältlich und unterlag aufgrund des namensgebenden Dachs keiner Helmpflicht – zumindest, sofern die Fahrer die zwei Sicherheitsgurte angelegt hatten, die ebenfalls zum BMW C1 gehörten. Das Projekt scheiterte allerdings grandios. Während das Design zumindest polarisierte, verlief der Verkauf schleppend, 2003 wurde die Produktion eingestellt.

Nun will BMW offenbar einen neuen Versuch wagen: Auf der diesjährigen Mobilitätsmesse IAA wird der Münchner Hersteller den Vision CE präsentieren – eine elektrische Variante des Dachrollers als seriennahes Konzept. Der E-Roller soll BMW zufolge einen Ausblick darauf geben, wie „elektrische Einspurmobilität in urbanen Ballungsräumen zukünftig aussehen kann“.

Vision CE: BMW zeigt auf der IAA einen neuen Elektro-Dachroller

Neben dem elektrischen Antrieb listet der Hersteller die Befreiung von der Helmpflicht und der ansonsten üblichen Schutzkleidung „zugunsten eines gesteigerten Freiheitsgefühls“ zu den wichtigsten Vorteilen. Bei aller Freiheit soll das Sicherheitskonzept jedoch das Herzstück des des BMW Vision CE darstellen: Die Fahrgastzelle, der sogenannte Cage, besteht aus einem Metallrohrverbund. Zusammen mit einer entsprechenden Sitzkonstruktion mit Gurt soll der E-Dachroller auch ohne ohne Helm und Funktionskleidung die nötige Sicherheit bieten.

Die geringe Bauhöhe des Cage und dessen offene Konstruktion in Verbindung mit einem langen Radstand sollen für ein gestrecktes, dynamisches und optisch leichtes Erscheinungsbild sorgen. Der Roller zeigt zudem offenes, beschichtetes Aluminium, die Grundfarbe ist Mattweiß in Verbindung mit schwarzen Kontrasten. Die Sitzbank kommt mattglänzend und mit integriertem Schriftzug daher, vereinzelt finden sich außerdem neonrote Akzente.

Der Vision CE verfügt außerdem über eine Balancierfunktion, die es dem Fahrzeug ermöglicht, sich im Stand selbst auszubalancieren.

BMW-Motorrad-Chef Flasch will neue Trends setzen und an alte Trends anknüpfen

Wie das Branchenportal Motorrad Online berichtet, waren im Vorfeld bereits entsprechende Patente samt Abbildungen an die Öffentlichkeit gelangt. Schon im März 2024 hatte BMW-Motorrad-Chef Markus Flasch im Gespräch mit dem Portal angedeutet, dass die Münchener den Dachroller neu auflegen möchten: „Wir hatten ja schon einmal ein Produkt, mit dem man sich auf zwei Rädern wind- und wettergeschützt ohne Helm bewegen konnte. Das ist etwas, wo uns kaum einer folgen kann. Das konsequent weitergedacht, auch in Sachen E-Antrieb und urban, kann ich mir durchaus vorstellen und so neue Trends zu setzen und gleichzeitig an alte Trends anzuknüpfen“, so Flasch.

BMW

Die technische Basis für den Vision CE dürfte der 2022 eingeführte Elektro-Roller BMW CE 04 bilden. Dieser leistet bis zu 31 kW/42 PS in der Spitze und hat eine Dauer-Nennleistung von 15 kW/20 PS. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 120 Stundenkilometer, die Reichweite soll bis zu 130 Kilometern betragen. Käufer des CE 04 müssen mindestens 12.950 Euro zahlen. Der BMW CE 04 ist zudem in einer Variante mit 11 kW/15 PS Dauer-Nennleistung erhältlich und kann dann mit dem erweiterten Pkw-Führerschein B196 oder in der Klasse A1 schon ab 16 Jahren gefahren werden. Eine entsprechende Variante wäre auch für den BMW Vision CE denkbar.

Quellen: BMW Group – Pressemitteilung vom 01.09.2025 / Motorrad Online – Ohne Helm elektrisch Roller fahren

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Tobias Stahl

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Tobias Stahl kann sich für alle Formen der Fortbewegung begeistern, aber nachhaltige Mobilität begeistert ihn besonders. Da ist es kein Wunder, dass er schon seit 2019 über E-Autos, erneuerbare Energien und die Verkehrswende berichtet.

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