Nissan plant Partnerschaft mit chinesischem Batteriespezialisten Sunwoda

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Sunwoda

Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 2 min

Der Autohersteller Nissan und das chinesische Unternehmen Sunwoda Electric Vehicle Battery planen, im kommenden Jahr mit der gemeinsamen Entwicklung von Fahrzeugbatterien der nächsten Generation für Elektroautos von Nissan beginnen. Die beiden Unternehmen diskutieren auch die Entwicklung eines effizienten Produktionssystems, um eine stabile Versorgungskapazität für gemeinsam entwickelte Batterien sicherzustellen, so Nissan in einer aktuellen Mitteilung. Nissan und Sunwoda wollen bis Ende dieses Jahres eine endgültige Vereinbarung über die geplante Zusammenarbeit treffen.

Nissan erweitert stetig sein globales Angebot an Elektroautos und seinen sogenannten e-Power-Modellen, die demnächst auch in Europa erhältlich sein sollen. Die e-Power-Technologie des Unternehmens besteht aus einem Elektromotor, der die Räder direkt mit Strom versorgt, und einem Benzinmotor, der allerdings nicht die Räder antreibt, sondern als Generator den Strom für den Elektromotor erzeugt. Nissan will seine preisgekrönte e-Power-Technologie weltweit auf die B- und C-Segmente ausweiten. Der japanische Autohersteller rechnet damit, bis Ende 2023 jährlich mehr als 1 Million Elektrofahrzeuge zu verkaufen.

Sunwoda verfügt über eine weltweit etablierte Erfolgsbilanz bei der Entwicklung von Lithium-Ionen-Batterien, die hauptsächlich in der Unterhaltungselektronik und in Elektroautos eingesetzt werden. Sunwoda versorgt unter anderem Apple, Amazon, Lenovo, Huawei, Panasonic, Samsung und Sony mit Batterien und Batterietechnologien. Nissan ist zuversichtlich, dass das tief verwurzelte technologische Know-how von Sunwoda einen positiven Beitrag zur e-Power-Strategie leisten kann.

Die Gespräche bis zur Fixierung der Partnerschaft sollen sich auch darauf konzentrieren, das Know-how von Nissan in Bezug auf Elektrofahrzeuge und Batterietechnologie mit den Batterieentwicklungskapazitäten und der Produktionskapazität von Sunwoda zu kombinieren, um die Wettbewerbsfähigkeit auf dem chinesischen Markt und weltweit zu stärken. Die Unternehmen erwägen auch den gemeinsamen Aufbau einer sicheren Versorgungsstruktur und Lieferkette, die auf zukünftige globale Geschäftsmöglichkeiten ausgerichtet ist.

Quelle: Nissan — Pressemitteilung vom 19.06.2020

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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Strauss:

Den Leaf gibt es immer noch , und den E Golf nicht mehr. Und was Besseres Gewinnbringenderes hat VW nicht.

Egon Meier:

Nissan hat bislang eigene Akkus gebaut und eingesetzt.
Dabei hat man wohl genau so gepennt wie bei der Weiterentwicklung des Leaf. Jetzt muss man sich chinesische Hilfe holen.
So ein Trauerspiel!!

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