Neuer Fiat E-Ducato läuft nun vom Band

Cover Image for Neuer Fiat E-Ducato läuft nun vom Band
Copyright ©

Fiat

Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 3 min

Das Stellantis-Werk im italienischen Atessa hat die Produktion des neuen Fiat E-Ducato gestartet, der in der neuen Modellgeneration eine 110-kWh-Batterie verbaut hat, die dem Elektro-Nutzfahrzeug eine Reichweite von bis zu 424 Kilometern im WLTP-Zyklus ermöglicht. Der neue Fiat E-Ducato, der netto ab 54.800 Euro zu haben ist, soll die Position der Baureihe auf dem europäischen Markt stärken, so der Hersteller in einer aktuellen Mitteilung.

Mit einem Marktanteil von 11 Prozent in Europa ist der Fiat Ducato der meistverkaufte Transporter aller Marken von Stellantis und mit einem Marktanteil von 24 Prozent das meistverkaufte Nutzfahrzeug in Italien. Auch in Frankreich und Polen überzeugt er und erreicht jeweils den zweiten Platz in seinem Segment. In Spanien und Portugal wird er auf dem dritten Rang der Zulassungsstatistik geführt.

Der elektrisch angetriebene Transporter bietet jetzt 200 kW Leistung (entsprechend 270 PS) – mehr als doppelt so viel wie der Vorgänger. Zur Wahl stehen je nach Karosserieversion zwei Längen sowie zwei Aufbauhöhen. Die Nutzlast ohne Fahrer beträgt je nach Ausstattung bis zu 1385 Kilogramm. Je nach Modellvariante lädt der neue Fiat E-Ducato bis zu 17 Kubikmeter ein und zieht Anhänger bis zu einem Gewicht von 2400 Kilogramm.

Die Batterie kann serienmäßig mit 11 kW am Wechselstrom geladen werden, an DC-Ladestationen ist außerdem Schnellladen mit bis zu 150 kW möglich. Um die Batterie von praktisch leer auf 80 Prozent aufzuladen, ist eine Pause von 55 Minuten nötig.

Neuer-fiat-Ducato
Fiat

Die Serienausstattung des neuen Fiat E-Ducato ist gegenüber den Modellversionen mit Turbodieselmotor erweitert. Als Standard sind unter anderem die Klimaautomatik, die elektrische Parkbremse und das schlüssellose Zugangs- und Startsystem (Keyless Entry&Go) an Bord. Das zentrale Instrument hinter dem Lenkrad ist als volldigitales TFT-Farbdisplay mit 7 Zoll Bildschirmdiagonale (17,8 Zentimeter) ausgelegt. Das Infotainmentsystem mit integriertem Navigationssystem baut auf einem Touchscreen mit 10 Zoll Durchmesser (25,4 cm) auf. Das Radio empfängt auch digitale Sender (DAB). Kompatible Geräte können mittels Bluetooth drahtlos gekoppelt werden. Das Infotainmentsystem lässt sich über Tasten am Lenkrad bedienen.

Zur Serienausstattung des neuen Fiat E-Ducato gehören darüber hinaus unter anderem elektrische Servolenkung, Reifendrucksensor, elektrisch verstell- und beheizbare Außenspiegel, elektrische Fensterheber, Lordosenstütze im Fahrersitz, Beifahrerdoppelsitz mit Klapptischfunktion links sowie Mittelarmlehne. Für Sicherheit sorgen neben dem Fahrer-Airbag, dem auf zwei Beifahrer ausgelegten Airbag auf der rechten Seite, der Rückfahrkamera und der Einparkhilfe hinten zusätzliche elektronische Fahrerassistenzsysteme. Zu ihnen zählen Notbremsassistent, Spurhalteassistent, Verkehrszeichenerkennung, Müdigkeitswarner sowie der intelligente Geschwindigkeitsassistent.

Fiat-Ducato-Cockpit
Fiat

Über die Elektronische Stabilitätskontrolle werden außerdem Anhängerstabilitätskontrolle, Seitenwindassistent, Überschlagsvermeidung, Antischlupfregelung, Berganfahrhilfe, Adaptive Lastkontrolle und Post-Collision-Braking realisiert. Letzteres löst bei einer schweren Kollision automatisch einen Bremsvorgang aus, um im Falle einer möglicherweise handlungsunfähigen Person hinter dem Lenkrad Unfallfolgen zu verringern. Die Integrierung einer neuen Telematik-Box ermöglicht die Nutzung der Dienstleistungen aus dem Angebot der Connected Services von Fiat Professional.

Weitere Ausstattungsfeatures stehen als Option oder auch über vorkonfigurierte Pakete zur Verfügung. Das Programm beinhaltet unter anderem den digitalen Rückspiegel, 360-Grad-Parksensoren, eine 220-Volt-Steckdose (Herstellerangabe) in der Mittelkonsole, elektrisch anklappbare Außenspiegel oder eine Station zum kabellosen Aufladen kompatibler Smartphones. Auch weitere elektronische Fahrerassistenzsysteme sind bestellbar, die mit dem neuen Fiat E-Ducato Autonomes Fahren auf Stufe 2 ermöglichen.

Zu erkennen ist der neue E-Ducato am neuen Design von vorderem Stoßfänger und Kühlergrill, an aerodynamisch optimierten Außenspiegeln sowie neuen Logos auf Leichtmetallfelgen beziehungsweise Radblenden. Im Innenraum präsentieren sich die Sitze in Details überarbeitet, das Lenkrad trägt nun das neue Fiat-Logo.

Quelle: Fiat – Pressemitteilung vom 25.11.2024

worthy pixel img
Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

Artikel teilen:

Kommentare (Wird geladen...)

Ähnliche Artikel

Cover Image for Experte: Warum Wasserstoff und E-Fuels ins Abseits geraten

Experte: Warum Wasserstoff und E-Fuels ins Abseits geraten

Sebastian Henßler  —  

Michael Jost kritisiert Technologieoffenheit als Ausrede: Wer alle Wege offenhält, geht keinen konsequent – nur das Elektroauto führt zur Klimaneutralität.

Cover Image for So fährt sich der Volvo EX30 Cross Country

So fährt sich der Volvo EX30 Cross Country

Sebastian Henßler  —  

Volvo EX30 Cross Country bleibt ein City-Stromer, wirkt stabiler und vielseitiger. Offroad-Design, solide Reichweite und starke Ladeleistung runden ihn ab.

Cover Image for Diese 7 E-Autos werden in der Realität besonders sparsam bewegt

Diese 7 E-Autos werden in der Realität besonders sparsam bewegt

Daniel Krenzer  —  

WLTP- und Testverbräuche hin oder her: Das sind die sparsamsten E-Autos, wenn man auf ihren realen alltäglichen Einsatz schaut.

Cover Image for Regierung gibt Details zu neuer E-Auto-Förderung bekannt

Regierung gibt Details zu neuer E-Auto-Förderung bekannt

Daniel Krenzer  —  

Nun steht fest, bis zu welchem Haushaltseinkommen die neue E-Auto-Förderung genutzt werden könnte. Es geht dabei nicht nur um E-Autos.

Cover Image for Warum Biokraftstoffe kein Schlupfloch für Verbrenner sein dürfen

Warum Biokraftstoffe kein Schlupfloch für Verbrenner sein dürfen

Michael Neißendorfer  —  

Die Automobil- und Kraftstoffindustrie wollen mit Biokraftstoffen Verbrenner am Leben erhalten. Allerdings gibt es nicht genügend des Treibstoffs.

Cover Image for Wie Opel den GSE Elektro-Rally-Cup noch attraktiver machen will

Wie Opel den GSE Elektro-Rally-Cup noch attraktiver machen will

Michael Neißendorfer  —  

Mit vielen Neuerungen, einem stärkeren Auto und einem internationaleren Terminkalender geht der ADAC Opel GSE Rally Cup in der Saison 2026 an den Start.