Mercedes-Benz Vision EQS: In zehn Monaten vom Konzept zum fahrfähigen E-Auto

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Lukas Haag / Mercedes-Benz

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 3 min

Mercedes-Benz offenbarte auf der IAA 2019 einen Ausblick auf ein Konzept eines vollelektrischen Fahrzeugs der Luxusklasse: den Mercedes-Benz EQS. Erste Fotos und Skizzen, welche wir vorab veröffentlichen konnten, gaben einen ersten Einblick auf das Konzeptauto der EQ-Reihe frei. Im Nachgang haben wir nun die Möglichkeit über den Prozess vom ersten Konzept zum fertigen, fahrfähigen Elektroauto zu berichten.

Lukas Haag / Mercedes-Benz

Lukas Haag, zeichnete sich als Exterieur-Designer des EQS verantwortlich. Nachdem er einen internen Wettbewerb gewonnen hat, um ein Concept Car für die Frankfurter Autoshow 2019 zu designen. Er zeichnet sich im Rahmen des Projektes „EQS“ als Designer für das gesamte Äußere des Autos verantwortlich. Auf seiner Webseite hat er ein wenig hinter die Kulissen blicken lassen.

Lukas Haag / Mercedes-Benz

Haag lässt auf eben dieser Webseite erkennen, dass Mercedes-Benz innerhalb von zehn Monaten einen Sprint von der Konzeptskizze, über ein Vorstudien-Viertelmaßstabsmodell über ein Tonmodell in Originalgröße bis hin zum voll fahrbaren Elektroauto vollzog. Der Exterieur-Designer gab zu verstehen, dass man zunächst mit dem Gedanken gespielt habe eine flexible Karosserie einzusetzen, diesen dann aber verworfen habe. Dennoch hat man einige Elemente beibehalten.

Lukas Haag / Mercedes-Benz

Ursprünglich war auch die Farbgebung eine andere. Zu Beginn habe man laut Haag auf eine goldschwarze Farbkombination gesetzt. Während des Design- und Entwicklungsprozesses habe man sich dann allerdings für das finale „alubeam“-Silber entschieden. Die Fahrzeugstruktur baut – ähnlich wie bei modernen Serienmodellen von Mercedes-Benz – auf einen intelligenten Multi-Materialmix aus Stahl, Aluminium und Carbon und nachhaltigen Materialien aus Rezyklaten. So werden die Anforderungen an Leichtbau, Stabilität, Kosteneffizienz und Nachhaltigkeit optimal erfüllt.

Lukas Haag / Mercedes-Benz

Technische Daten wollen wir nicht ganz außen vor lassen. So verkörpert der Vision EQS mit seinen Elektromotoren an Vorder- und Hinterachse und einer in den Fahrzeugboden integrierten Batterie ein sehr ausbalanciertes Fahrzeugkonzept. Grundlage für eine hohe Fahrdynamik und -sicherheit ist der elektrische Allradantrieb mit achsvariabler Momentenverteilung und die tief im Fahrzeugboden zwischen den Achsen installierte Batterie. Dank mehr als 350 kW Leistung und ansatzlos verfügbarem Drehmoment von ca. 760 Newtonmeter beschleunigt der Vision EQS in unter 4,5 Sekunden von 0-100 km/h.

Quelle: Lukas Haag – Per Mail

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Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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Geronimo:

Ob man damit in einen öffentlichen Tiefgaragenplatz rein kommt, wage ich zu bezweifeln. Wer
braucht solche praxisuntauglichen Autos?

Uwe:

Gibt es die Gummiringe aus Opas Maische-Fässern jetzt auch auf Felgen?

Dünner gehts immer!

..oder wie das heißt…

Hans-Peter:

So ist das halt, 10 Monate bis zum Fahr fertigen auto und danach auf Kosten der Kunden zurückgerufen wegen schwerwiegenden gefährlichen Fehlern. Made in Germany!

AndyfromG:

naja, schick issa ja, aber bisher sind bei den Deutschen die tollen Designs nie in die Serienproduktion gegangen.

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