Lucid Air-Beta-Prototyp begibt sich auf Rundreise zwischen San Francisco und Los Angeles

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Lucid Motors

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 3 min

Derzeit fertigt das Start-Up am Hauptsitz des Unternehmens im Silicon Valley momentan 80 Prototypen, die für umfassende Tests und Validierungen der Fahrzeugdynamik sowie für Crashtests zur Bestätigung umfassender Simulationen verwendet werden. Einen dieser Lucid Air-Beta-Prototypen hat sich das Unternehmen nun geschnappt und auf eine Rundreise zwischen San Francisco und Los Angeles mitgenommen.

Aktuell geht das Unternehmen davon aus, dass erste Vorserienfahrzeuge Anfang des vierten Quartals 2020 vom Band laufen werden, und der Start in die Serien-Produktion dann bis Ende 2020 erfolgen wird. Das nachfolgend eingebundene Video verspricht hierbei viel. Mehrere Lucid-Teamkollegen haben sich auf eine Rundreise zwischen San Francisco und Los Angeles aufgemacht – eine Strecke von mehr als 640 Kilometer in beide Richtungen.

Lucid hat sich vorgenommen den Branchenmaßstab für das Fahren auf der Autobahn in der realen Welt zu setzen. Das zuvor eingebundene Video soll aufzeigen, wie sich der Lucid Air im Prototypen-Status schlägt. Die Reise begann am Hauptsitz von Lucid im Silicon Valley, als man von dort auf den Küsten-Highway 1 nach Süden fuhr. Nachdem das Team die kultige Landschaft von Big Sur durchquert hatten, hielten man in San Luis Obispo an, aber nur, damit das „Verfolgerfahrzeug“ auftanken konnte. Am Abend hatte der Lucid Air den ganzen Weg zu Santa Monicas berühmtem Pier zurückgelegt – alles mit einer einzigen Ladung.

Über Nacht aufgeladen ging es am nächsten Tag nach Hollywood, Beverly Hills – dem Standort eines Lucid Studios, das voraussichtlich noch in diesem Sommer eröffnet wird – wurde besucht. Im Anschluss ging es auf der Interstate 5 nach Hause, durch die bergige Grapevine nördlich von Los Angeles, wo man am Tejon-Pass eine Höhe von 4.144 Fuß erreichten. Hunderte von Kilometer auf Ebenen mit weitläufigem Ackerland durchquerte der Prototyp mit eingelegter Geschwindigkeitsbegrenzung. Als sich das Team der Bay Area näherte, schloss sich CEO Peter Rawlinson in einem zweiten Air-Beta-Prototypen für eine elektrische Karawane über die Golden Gate Bridge und für den Einlauf bei Sonnenuntergang in die Stadt an.

Angekündigt wurde der Lucid Air bereits 2017 in drei Batteriegrößen, mit bis zu 130 kWh Kapazität. Davon hat das Start-Up zumindest für Serienbeginn Abstand genommen, da man selbst bei geringerer Akku-Größe die gleiche, angestrebte Reichweite erzielt. Einen Ausblick auf die Serienvariante gibt der nachfolgend eingebettete Clip.

Quelle: Lucid Motors – Pressemitteilung vom 02. April 2020

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Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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Andreas E.:

Leider gibt es da keine.
Der e-Go sollte so einer werden, kostet aber auch über 20.000,- €.
Um die Maße zu überzeugen muss ein Einstieg irgendwo zwischen 8 u. 12.000,- liegen.
Das kosten vergleichbare Verbrenner und daran müssen sich die E-Autos messen lassen.
Die großen Hersteller VW, Toyota, PSA usw. könnten das sicher durch Quersubventionen über die hochpreisigen SUVs aber Sie wollen es halt nicht. Es muss mit jedem Auto sofort ein Gewinn erzielt werden. Hätte Tesla so gedacht und gehandelt wüsste heute niemand wer Elon Musk ist.

Robaum2093:

Es ist schön, dass so viel über sehr leistungsstarke E-Auto’s berichtet wird. Um schnell in die E-Auto Welt zu gelangen, bedarf es aber zwingend möglichst vieler massentauglichet E-Auto’s.

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