Genesis zeigt Magma GT Concept als sportliche Zukunftsvision

Cover Image for Genesis zeigt Magma GT Concept als sportliche Zukunftsvision
Copyright ©

Genesis

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 3 min

Genesis hat mit dem Magma GT Concept ein Modell vorgestellt, das als strategischer Wegweiser für die kommenden zehn Jahre dienen soll. Die Premiere markiert für die koreanische Premiummarke einen Moment, in dem sich Designanspruch und Leistungsambition deutlicher verzahnen als zuvor. Im Rahmen der Präsentation betonte das Unternehmen, dass es sich nicht um ein experimentelles Showcar handelt, sondern um ein zentrales Element der langfristigen Performance-Strategie.

Bereits im Herbst hatte der Mutterkonzern Hyundai Motor Company bei einem Investorentag in New York skizziert, wie die Leistungsmarke Genesis in ein neues Kapitel starten soll. Damals wurde bestätigt, dass der Magma GT zu einem sportlichen Spitzenmodell weiterentwickelt wird. Gleichzeitig deutete man an, dass eine Teilnahme an der GT-Rennklasse Teil der längerfristigen Planung sei. Diese Aussagen bilden den Hintergrund der aktuellen Enthüllung, die den visuellen und technischen Kurs dieses künftigen Modells deutlicher nachzeichnet.

Genesis

Luc Donckerwolke, Präsident und Chief Creative Officer von Genesis, beschrieb die Studie als „Inbegriff unserer Performance-Vision“ und sprach von einer klaren Hinwendung zu echter Motorsporttauglichkeit. Er hob hervor, dass das Konzept nicht durch Härte oder extreme Geschwindigkeit definiert werde, sondern durch Ausgewogenheit. Das Auto solle intuitiv wirken, präzise abgestimmt sein und in jeder Fahrsituation ein Gefühl von Kontrolle vermitteln. In seinen Worten werde die fahrerische Kompetenz nicht abgeprüft, sondern unterstützt. Aus seiner Sicht handle es sich um die bislang vollständigste Umsetzung des sportlichen Anspruchs der Marke.

Magma GT Concept baut auf reiner Sportwagenarchitektur auf

Mit dem Magma GT Concept setzt Genesis erstmals auf eine reine Sportwagenarchitektur. Diese Entscheidung unterstreicht den Strategiewechsel hin zu leistungsorientierten Luxusautos. Statt sich auf plakative Werte zu konzentrieren, setzt die Studie jedoch auf ein Zusammenspiel aus edler Anmutung und rennsportnaher Technik. Die Marke fasst dies unter dem Begriff „Effortless Performance“ zusammen, der eine Mischung aus Souveränität und Stabilität beschreibt. Hinter diesem Ansatz steht das Ziel, fahrdynamische Potenziale ohne unnötige Effekte sichtbar zu machen.

Ein zentraler Bestandteil des Gesamtkonzepts ist der Motor, der hinter den Vordersitzen angeordnet ist. Das Layout weist klar auf die Absicht hin, künftige Entwicklungen an GT-Rennwagen anzulehnen. Genesis deutet damit an, sich intensiver mit Motorsportformaten auseinanderzusetzen und technische Erkenntnisse aus dem Wettbewerbsumfeld in seine Modellpalette einfließen zu lassen. Die Studie liefert dafür die visuelle Grundlage und demonstriert, wie sich diese Richtung gestalterisch darstellen lässt.

Genesis

Die äußere Form des Modells folgt einem aerodynamisch optimierten Schema. Der niedrige vordere Bereich und das nach hinten abfallende Dach lassen die Kontur gestreckt wirken. Breite hintere Kotflügel, die an klassische Rennsportproportionen erinnern, greifen die Designphilosophie der Marke auf und übersetzen sie in ein sportliches Format. Zwischen diesen Elementen spannt sich ein schmaler Kabinenkörper, der sich zum Heck hin verjüngt und die breite Haltung betont. Vorn wurden kleine Aerodynamikelemente in die Lichtsignatur integriert, während spezielle Muster an Front und Seiten den Luftstrom gezielt lenken. Am Heck sorgt eine zweigeteilte Lichtgrafik für eine klare Abgrenzung und unterstreicht den technischen Charakter.

Details zum Antrieb hält Genesis unter Verschluss, doch der Hersteller betont, dass das Auto „nicht allein auf Geschwindigkeit ausgelegt“ sei. Stattdessen beschreibe man den Magma GT als „eine Mischung aus kultivierter Eleganz und echtem Motorsportcharakter“. Diese Formulierungen lassen offen, welche Technik im Serienmodell zum Einsatz kommen soll, doch die Ausrichtung deutet darauf hin, dass ein leistungsstarker elektrischer Antrieb eine zentrale Rolle spielen dürfte.

Quelle: Genesis – Pressemitteilung

worthy pixel img
Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

Artikel teilen:

Kommentare (Wird geladen...)

Ähnliche Artikel

Cover Image for Experte: Warum Wasserstoff und E-Fuels ins Abseits geraten

Experte: Warum Wasserstoff und E-Fuels ins Abseits geraten

Sebastian Henßler  —  

Michael Jost kritisiert Technologieoffenheit als Ausrede: Wer alle Wege offenhält, geht keinen konsequent – nur das Elektroauto führt zur Klimaneutralität.

Cover Image for So fährt sich der Volvo EX30 Cross Country

So fährt sich der Volvo EX30 Cross Country

Sebastian Henßler  —  

Volvo EX30 Cross Country bleibt ein City-Stromer, wirkt stabiler und vielseitiger. Offroad-Design, solide Reichweite und starke Ladeleistung runden ihn ab.

Cover Image for Diese 7 E-Autos werden in der Realität besonders sparsam bewegt

Diese 7 E-Autos werden in der Realität besonders sparsam bewegt

Daniel Krenzer  —  

WLTP- und Testverbräuche hin oder her: Das sind die sparsamsten E-Autos, wenn man auf ihren realen alltäglichen Einsatz schaut.

Cover Image for Regierung gibt Details zu neuer E-Auto-Förderung bekannt

Regierung gibt Details zu neuer E-Auto-Förderung bekannt

Daniel Krenzer  —  

Nun steht fest, bis zu welchem Haushaltseinkommen die neue E-Auto-Förderung genutzt werden könnte. Es geht dabei nicht nur um E-Autos.

Cover Image for Warum Biokraftstoffe kein Schlupfloch für Verbrenner sein dürfen

Warum Biokraftstoffe kein Schlupfloch für Verbrenner sein dürfen

Michael Neißendorfer  —  

Die Automobil- und Kraftstoffindustrie wollen mit Biokraftstoffen Verbrenner am Leben erhalten. Allerdings gibt es nicht genügend des Treibstoffs.

Cover Image for Wie Opel den GSE Elektro-Rally-Cup noch attraktiver machen will

Wie Opel den GSE Elektro-Rally-Cup noch attraktiver machen will

Michael Neißendorfer  —  

Mit vielen Neuerungen, einem stärkeren Auto und einem internationaleren Terminkalender geht der ADAC Opel GSE Rally Cup in der Saison 2026 an den Start.