Faraday Future präsentiert den FF 91 auf der CES 2017

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Faraday Future

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 5 min

Auf der CES 2017 hat Faraday Future mit dem FF 91 sein erstes, in Serie kommendes Elektrofahrzeug enthüllt. Dieses baut auf einer variablen Plattform-Architektur des Unternehmens (VPA) auf. Vergleicht man den FF 91 mit anderen E-Autos fällt auf, dass diese auffällt. Dies ist bewusst so gewollt von Faraday Future, welche eine neue Art Elektroauto erschaffen wollten, ein Fahrzeug mit Leistung, präziser Handhabung, Luxus sowie einzigartige Funktionen. Bereits ab jetzt kann man sich seinen FF 91 reservieren, Kostenpunkt 5.000$, welche im Zweifelsfall auch weider voll zurück erstattet werden. Die erstne 300 Bestellungen haben die Möglichkeit, ihre Reservierung bis zum März 2017 zu aktualisieren, haben dabei auch Zugriff auf die Alliance Edition.

FF 91 mit Monocoque-Struktur und Power

Der FF 91 von Faraday Future baut auf der bereits angesprochenen VPA Plattform auf, hierbei überzeugt das Fahrzeug durch eine sogenannte Monocoque-Struktur, sprich, Chassis und Körper des Fahrzeugs sind eins. Dies trägt zu einer Verbesserung der Gesamtfahrzeugsteifigkeit, Sicherheit und Handhabung bei, kennen wir so schon vom proTRon EVOLUTION. Dank einem Allradantrieb verfügt der FF 91 über mehr Traktion, Kontrolle und präzise Energieverteilung.

Dank einer Leistung von 783 kW, was in etwa 1.050 PS entspricht, beschleunigt der FF 91 von Faraday Future in 2,39 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Angetrieben wird über einen Multi-Motoren-Aufbau an den Hinterrädern, welcher agiles Kurvenfahren ermöglicht. Seine Leistung bezieht das Elektrofahrzeug aus einer 139 KWh starken Batterien, welche eine Reichweite von über 700 Kilometer nach NEDC leisten soll. Dabei spricht das Unternehmen von der weltweit höchsten Energiedichte eines E-Fahrzeugs, welche in Partnerschaft mit LG Chem entwickelt wurde.

Auch das Aufladen des FF 91 geht deutlich schneller als bei anderen Elektroautos, so soll die Batterie innerhalb einer Stunde wieder vollständig aufgeladen werden. Das Ladegerät, für das Laden im eigenen Haus, ist eine Spur schwächer, lädt den FF 91 aber innerhalb von 4,5 Stunden von 50% auf 100% wieder auf.

FF 91 – Design, dass sich sehen lassen kann

Wie bereits erwähnt verfolgt der FF 91 eine andere Designphilosophie als bisherige E-Fahrzeuge, zumindest lässt dies das äußere Erscheinungsbild erahnen. Stark von der Aerodynamik beeinflusst, setzt das Fahrzeug auf eine schlanke Silhouette mit einer abgerundeten Frontblende, welche im starken Kontrast zum kantigen, eckigen Hinterteil des Autos steht. Signifikant für das Fahrzeug ist sicherlich die UFO Linie, welche rund um den Mittelteil des Fahrzeugs verläuft – ein einzigartiges, aber einfaches, stabilisierendes Designelement.

Die geöffneten Türen erinnern ein wenig an einen Rolls-Royce, ermöglichen so ein einfaches Einsteigen. Das Öffnen dieser ist unabhängig voneinander möglich, verbaute Sensoren garantieren allerdings, dass die Türen keinen unerwünschten Kontakt mit den umgebenden Objekten aufnehmen. Für das restliche Design lasse ich am besten die Fotos sprechen – weitere Informationen findest du aber auch auf dieser Webseite.

Next-Generation Connectivity des FF 91

Neben seinem Design und seiner Leistung glänzt der FF 91 von Faraday Future vor allem durch seine Next-Generation Connectivity. Diese ist durch eine strategische Partnerschaft mit LeEco, einem globalen Internet-Unternehmen zustande gekommen, welches nahtlos Geräte, Inhalte und Anwendungen in einem erstklassigen Ökosystem verbindet. Das EcoSystem des FF 91 integriert das digitale Leben der Nutzer nahtlos, ein Zugriff auf die Anwendungen und Inhalte der eigenen Geräte ist problemlos möglich. Weiterhin lernt das Fahrzeug fortlaufend, um die Benutzer-Einstellungen im Laufe der Zeit immer intelligenter und persönlicher erscheinen zu lassen.

Durch ein erstelltes FFID-Konto erinnert sich das Fahrzeug an bevorzugte Sitzposition, Favoriten bei Musik und Filmen, sowie die idealen Temperaturen und Fahrstil Einstellungen. Dank dem verbauten Arrival Interface – eine fortgeschrittene Gesichtserkennung Technologie – öffnet das Fahrzeug seinem Fahrer und Passagieren die Tür, ohne, dass diese den Schlüssel aus der Tasche holen müssen.

Ebenso verwendet das Fahrzeug Innenkameras, um Benutzer zu erkennen und Einstellungen automatisch an ihre Vorlieben anzupassen. Der FF 91 kann nicht nur Gesichter erkennen, sondern auch Gesichtsausdrücke und Stimmungen, die es verwendet, um automatisch Musik, Temperatur, Duft, Inhalt, Massage und vieles mehr anzupassen. Die FFCTRL-App ermöglicht es Benutzern, ihre Fahrzeug-Erfahrung anzupassen und zu steuern, Echtzeit-Fahrzeugdaten zu bekommen und aktuelle Status-Berichte anzusehen.

Spezifikationen des FF 91

  • Beschleunigung: 0-100 km/h in 2.39 seconds
  • Power: 1.050 PS
  • Reichweite: über 700 km (NEDC)
  • Aufladegeschwindigkeit: mehr als 800 Kilometer pro Stunde
  • Länge: 5.250mm
  • Radstand: 3.200mm
  • Breite: 2.283mm
  • Höhe: 1.598mm

FF 91 von Faraday Future bewegte Eindrücke

Quelle – Pressemitteilung Faraday Future vom 03.01.2017

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Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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