Heißt es für den Audi Q8 e-tron „Viva la Mexico“?

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Daniel Krenzer
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  —  Lesedauer 2 min

Bei der Volkswagen-Tochter Audi gibt es offenbar Pläne, die Produktion des großen Elektro-SUV Audi Q8 e-tron von Brüssel nach Mexiko zu verlegen. Wie die Automobilwoche berichtet, soll auch der Audi Q4 e-tron nicht in Brüssel produziert werden, was den gesamten Standort infrage stellen dürfte, denn außer dem Q8 ist dort derzeit kein weiteres Modell eingeplant.

Noch kein halbes Jahr ist Gernot Döllner als Audi-Chef im Amt, da stößt er massive Umbaupläne für den Ingolstädter Autobauer an. Schlankere Strukturen sollen her, die Fahrzeugproduktion im Gesamten deutlich effizienter werden. „Dafür besetzte Döllner zuletzt eine Reihe von Schlüsselpositionen neu und legte Abteilungen zusammen. Auch bei der Werksbelegung bringt sich Döllner stark ein“, heißt es bei der Automobilwoche.

Audi hält sich noch bedeckt

Audi äußert sich dazu bislang offiziell nur nebulös: „Wir arbeiten in enger Zusammenarbeit mit dem Volkswagen-Konzern kontinuierlich an einer optimalen Werksbelegung für unser weltweites Produktionsnetzwerk“, heißt es in einer Mitteilung. Es werde darüber diskutiert, wie das Werk in Brüssel stattdessen belegt werden soll. Audi betreibt in San José Chiapa ein Werk, dieses sei aktuell aber derzeit mit Q5 und Q5 Sportback gut ausgelastet. Deshalb könnte es eine Option sein, dass der Q8 e-tron zukünftig im Volkswagen-Werk in Puebla gebaut wird. Auch für China ist eine Produktionskette des großen SUV vorgesehen.

„Audi hat wie viele Autobauer deutliche Überkapazitäten“, stellt die Automobilwoche fest. Der neue Vorstandschef Döllner hatte zuletzt veranlasst, die anstehenden Modellstarts nach hinten zu verschieben und damit für eine Entzerrung zu sorgen. Der Audi Q6 e-tron soll nun erst im kommenden Sommer statt im Frühjahr fertig sein, der A6 e-tron verschiebt sich dadurch wohl ebenfalls – und auch mehrere Verbrennermodelle erscheinen offenbar später als ursprünglich angenommen. Ab 2026 wird die Entwicklung an Motoren für Benzin- oder Dieselmodelle jedoch eingestellt.

Abstand auf Konkurrenz soll verkleinert werden

Audi muss in den kommenden Jahren auf jeden Fall liefern. Der Abstand zu Mercedes-Benz und BMW ist in den vergangenen Jahren größer geworden, und auch auf dem so wichtigen Markt in China gibt die Volkswagen-Marke derzeit keine allzu gute Figur ab. Dort wird bereits mit dem dort heimischen Hersteller SAIC kooperiert, um wettbewerbsfähige Autos anbieten zu können – so soll es dort bald kompakte Audis auf chinesischen Plattformen mit 800-Volt-Technik geben.

Quelle: Automobilwoche – „Audi: Gernot Döllner plant große Umbauten“

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Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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