Wer ist besser im SUV-Duell? Audi SQ8 oder BMW iX?

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BMW

Daniel Krenzer
Daniel Krenzer
  —  Lesedauer 2 min

In der aktuellen Ausgabe (20. Dezember 2023) haben sich die Redakteure der Auto Bild zwei besonders leistungsstarke E-SUV für einen Vergleichstest herausgesucht. Der BMW iX xDrive50 trifft auf den Audi SQ8 e-tron. Beide schon länger etablierte Modelle leisten mehr als 500 PS (BMW: 385 kW / 524 PS; Audi: 370 kW / 503 PS) und sind etwas mehr als 4,90 Meter lang. Mit 108,8 kWh hat der BMW den minimal größeren Akku als der Audi mit 106 kWh an Bord, beide spielen damit aber in der Liga der besonders schwer batteriebepackten Elektroautos ganz vorne mit.

Die ersten drei Kategorien „Karosserie“, „Komfort“ und „Antrieb“ entscheidet der iX dann gleich mal für sich – wenn auch, bis auf beim Komfort, nur sehr knapp. Vor allem bei der Federung und der Komfortausstattung gewinnt der BMW auf den Audi an Boden. Der holt mit der Kategorie „Fahrdynamik“ ein wenig auf, die er knapp für sich entscheidet. Bei der Konnektivität überzeugt der BMW die Tester wieder ein wenig mehr, und durch den etwas geringeren Testverbrauch von 28,1 zu 31,9 kWh beim Audi setzt sich der Münchner auch in der Kategorie „Umwelt“ durch.

Vier Punkte Vorsprung für den BMW

In der Eigenschaftswertung kommt somit ein recht klarer Sieg für den BMW iX zusammen, der 538 von 675 möglichen Punkten holt, während der Audi immerhin 521 Zähler sammelt. Der SQ8 ist jedoch mit immer noch stolzen 103.090 Euro ein ganzes Stück günstiger als der BMW mit knapp 113.000 Euro, sodass der BMW am Ende nur knapp mit 580 zu 576 Zählern als Sieger über die Ziellinie fährt – und in diesem Duell den Preis-Leistungs-Sieg einstreicht.

Audi SQ8 e-tron
Audi

„Obwohl jünger, zieht der BMW nur knapp am Audi vorbei“, stellen die Tester der Auto Bild in ihrem Fazit fest. Der halte sich wacker und punkte vor allem bei der Ladeleistung und dem Fond-Komfort. Der BMW sei jedoch sparsamer, damit reichweitenstärker und nicht zuletzt wegen 2,5 Tonnen maximaler Anhängelast vielseitiger. Reichweite und Zuglast beim Audi seien hingegen für diese Fahrzeugklasse eher mau.

Quelle: Auto Bild (20. Dezember 2023, S. 16 bis 23) – „Stark-Stromer“

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Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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panibodo:

Marc, ich bin mir da gar nicht sicher, ob die Reise wirklich zu immer größeren Akkus führen wird. Gewicht bedeutet immer auch Mehrverbrauch. Flächendeckende Ladeinfrastruktur in Verbindung mit höherer Energiedichte und höhere Ladeleistungen kommender Akkus erscheinen mir wahrscheinlicher.

panibodo:

Ich halte die Punkte-Bewertungen weitgehend für sinnfrei. Hier ist die Rede von Autos, die über 100.000 € kosten, von riesigen SUV, die ganz sicher kein junger Mensch fahren wird, der jetzt noch Verbrenner fährt, weil er von Hand schalten will und glaubt, Motorgeräusche seien für ihn ein Muss. Leute, die diese Autos fahren, werden vermutlich anders als Dieselfahrer auch keine 1.200 km ohne Kaffee- und PP durchfahren- Reichweite und Akkukapazität werden sie also vermutlich auch nicht interessieren. Damit und mit etlichen anderen Parametern könnten sich am Ende gänzlich unterschiedliche Endwertungen ergeben.
Ich glaube, wenn man diese beiden Autos nicht unmittelbar nebeneinander testet, wird man subjektiv lediglich feststellen, dass man mit beiden ein tolles Auto fährt.
Off topic:
Wenn ich mich als Q4 e-tron 45 quattro Fahrer in diese Autos setzen würde, könnte vielleicht der Gedanke aufkommen „werfe ich mein Auto gleich weg oder erst morgen?“. Ich würde dann aber ganz sicher sehr schnell wieder von der Idee abkommen, weil ich diese beiden Trümmer allenfalls in jeder fünfzigsten Parkbucht abstellen könnte, während ich mit dem Q4 Autochen allenfalls an 30 ‚querverparkten‘ Stellplätzen vorbei fahren muss ;-).

Mr.Hu:

5 Minuten auftanken ist keine starke Ladegeschwindigkeit? Woher?? Jeder, der kein E-Auto besitzt, bemängelt die E-Ladezeiten, die in Minuten immer zweistellig ist.

Mr.Hu:

Explizit den Herstellern hab ich gar nix gesagt, wie kommst du darauf? Oder wolltest du mit dem Kommentar allen unbedingt zeigen, wie schlau du dich fühlst? Es ging mir eher um die -sorry- dummen Käufer, die meinen, Wunder was sie für Sportfahrer sind.

thomas:

Wenn die deutschen Autobauer überleben wollen, sollten sie kleinere Akkus mit höherer Energiedichte herstellen/verwenden, um weniger Gewicht, mehr Reichweite und niedrigere Kosten zu erreichen das hilft, Ressourcen zu sparen und die Umwelt zu schonen. Außerdem könnte sich vielleicht auch ein Durchschnittsbürger einen BMW leisten. Der Gedanke, dass ein großes elektrisches SUV gebaut wird, nur um Leute mit Geld  aus ihren großen Schwanzverlängerungs SUV’s herauszuholen finde ich einfach nur daneben….aber jedem das Seine.

Marc:

Das musst du den Käufern sagen, nicht den Herstellern. Die Hersteller haben nicht angefangen. Bei der G-Klasse begann es vor 30 Jahren als so viele Einzelkunden bei AMG ihr G-Modell umbauen ließen, dass man den Umbau über das Händlernetz ordern konnte. Damals war AMG noch selbständig. Erst sechs Jahre später wurde daraus dann ein offizielles Modell. Das ist jetzt auch schon fast 25 Jahre her. Und es ist auch schon 18 Jahre her, seit beim G-Modell die 500 PS Grenze gefallen ist. So ist das überall gelaufen.

Marc:

Richtig ist, dass, wenn man ein Elektroauto wählen möchte, man oft den SUV wählen muss, weil das größte Angebot an Elektroautos SUV sind. Das liegt auch daran, weil man sich dann weniger Mühe geben muss, den Akku flach zu gestalten. Das ist aber ein anderes Thema. Ich schaute auf Verbrenner-SUV-Fahrer. Die werden sowieso nur einen elektrischen SUV wählen. Und denen muss man was bieten aus ihrer Welt. Und ihre Welt sind Reichweiten nicht Ladegeschwindigkeiten.

Mr.Hu:

Sorry, etwas offtopic, aber hört auf, SUVs auf sportlich zu drehen. Als komfortables Zugfahrzeug machen sie Sinn, aber nicht als Rennsemmel. Das ist eine Sache für Limo, evtl. Kombi und hauptsächlich Coupés sowie echte Sportwagen.

Gastschreiber:

Den SQ kenne ich nicht, nur den normalen 55er von Audi, von BMW den iX M60.
Optisch ist der BMW nicht mein Fall, die Größe erschreckend, die Übersichtlichkeit die Hölle, dagegen ist der Audi gefühlt ein Kleinwagen.
Assistenten im BMW waren klasse, besser als die bereits guten im Audi. Fahrwerk im BMW war auch besser. Ab 130 wird der BMW lauter als der Audi, davor Gleichstand.
Wertigkeit empfand ich im Audi höher, die rahmenlosen Türen im BMW scheppern, diese Mittelkonsole ist Design aber ohne Funktion. Displays im Audi empfinde ich logischer, beim BMW viel zu überfrachtet.
Ich finde es erstaunlich wie wenig sich der vermeintlich moderne BMW vom konzeptionell 5;Jahre alten Audi differenzieren kann.

Gastschreiber:

Ich denke die Strategie, reine Spekulation, geht eher in bessere Ladleisrungen und 800V Systeme anstatt noch mehr Akku.
400km Winterreichweite dürfte vielen ausreichen wenn man nur noch 10 Minuten für weitere 200km warten muss.
Und ich habe ein SUV genommen, weil es das einzige, verfügbare Auto mit 400km Sommerreichweite WLTP war, das seinerzeit noch einigermaßen konstant lädt und komfortabel war. Heute würde ich vermutlich anders wählen.
Manchmal sind es praktische Gründe, die eine Wahl erklären lassen und weniger die Vorurteile.

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