Tesla fokussiert Online-Vertrieb und baut Tesla-Service spürbar aus

Cover Image for Tesla fokussiert Online-Vertrieb und baut Tesla-Service spürbar aus
Copyright ©

Tesla

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 3 min

Neben der Einführung des Tesla Model 3 für 35.000 Dollar wartet Tesla mit weiteren Ankündigungen bei seiner Pressekonferenz auf. Denn um diese Preise erzielen zu können und gleichzeitig finanziell nachhaltig zu bleiben, muss das Unternehmen Einsparungen vornehmen. Künftig liegt der Fokus daher auf Online-Vertrieb der Tesla Modelle. In gerade einmal einer Minute soll es künftig möglich sein ein Tesla über sein Smartphone zu erwerben, eine Funktion, welche in Kürze weltweit ausgerollt wird.

Online Vertrieb und Auflösung von Tesla-Filialen soll nachhaltig Kosten sparen

Die Verlagerung aller Verkäufe ins Netz, kombiniert mit anderen laufenden Kosteneinsparungen, wird es Tesla ermöglichen, alle Fahrzeugpreise im Durchschnitt um etwa 6% zu senken, so dass der angekündigte Preis von 35.000 Dollar für ein Model 3 früher als erwartet erreicht werden kann.

Wir erinnern uns: Für das Model 3 hat man sich zum Ziel gesetzt eine Bruttomarge von 25% in 2019 zu erreichen. Signifikante Kostensenkungen in Kombination mit einer besseren Fixkostenabsorption und einem sorgfältigen Management sollen dies gewährleisten. Für das Model S und X möchte man an der derzeitigen Bruttomarge festhalten.

In den nächsten Monaten wird das Unternehmen viele seiner Filialen auflösen, wobei eine kleine Anzahl von Filialen an stark frequentierten Standorten als Galerien, Vitrinen und Tesla-Informationszentren erhalten bleiben wird.

Tesla nimmt Einstiegshürde für erste Berührung mit Tesla Model 3/X/S

Des Weiteren verringert Tesla die Einstiegshürde zum Tesla Fahrer zu werden. Denn ein Tesla Model 3/X/S auszuprobieren und zu fahren soll nun noch einfacher werden. Eine Probefahrt vor dem eigentlichen Kauf sei somit nicht mehr notwendig. Denn das eigene Elektroauto von Tesla kann nun innerhalb von sieben Tagen oder 1.000 Meilen (ca. 1.600 km) nach Kauf zurückgegeben werden. Als Käufer erhält man dann seinen vollen Kaufpreis zurück.

Tesla malt das Ganze noch ein wenig aus. So soll es möglich sein einen Tesla zu kaufen, mehrere hundert Kilometer mit diesem zu fahren, beispielsweise mit seinen Freunden, um ihn dann kostenlos zurückzugeben. Doch wieso macht man das? Ganz einfach mit der höchsten Verbraucherzufriedenheit aller Autos auf ihrer Seite zeigt sich Tesla zuversichtlich, dass man seinen Tesla gar nicht mehr umtauschen möchte.

Investitionen in Tesla-Service-System werden erhöht

Gleichzeitig wird man die Investitionen in das Tesla-Service-System erhöhen, mit dem Ziel eines tagesgleichen, wenn nicht sogar stundengleichen Service anzubieten. Der größte Service-Vorteil sei aber immer noch der, dass Tesla zu einem nach Hause kommt und man nicht selbst eine entsprechende Werkstatt aufsuchen muss. Darüber hinaus garantiert man den Tesla-Service in jedem Land in dem das Unternehmen tätig ist.

Bereits Ende Januar diesen Jahres gab Musk zu verstehen, dass in allen Märkten, in denen Tesla aktiv ist, soll sich künftig der Service verbessern und reibungsloser vonstattengehen. Eine Lösung sei mehr Personal für die jeweiligen Teams.

Quelle: Tesla – Pressekonferenz am 27. Februar 2019

Worthy not set for this post
Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

Artikel teilen:

Schreib einen Kommentar und misch dich ein! 🚗⚡👇


Ähnliche Artikel

Cover Image for EU: Marktanteil von E-Autos steigt auf 15,6 Prozent

EU: Marktanteil von E-Autos steigt auf 15,6 Prozent

Daniel Krenzer  —  

In Deutschland steigt der Anteil von Elektroautos in diesem Jahr besonders stark an. Frankreich hingegen schwächelte.

Cover Image for PEM: Europas Batterie-Industrie vor dem „Tal der Tränen“

PEM: Europas Batterie-Industrie vor dem „Tal der Tränen“

Sebastian Henßler  —  

Europas Batteriebranche kämpft mit hohen Kosten, fehlendem Know-how und dem Vorsprung asiatischer Wettbewerber – PEM-Professor Heimes zeigt die Folgen.

Cover Image for IAA: „Von deutschen Herstellern ist ein Modellfeuerwerk zu erwarten“

IAA: „Von deutschen Herstellern ist ein Modellfeuerwerk zu erwarten“

Michael Neißendorfer  —  

Kunden dürfen sich auf ultrakurze Ladezeiten und hohe Reichweiten freuen, so Capgemini-Analyst Sulek, die E-Mobilität wird also nochmals alltagstauglicher.

Cover Image for MG Motor will in zwei Jahren 13 neue E-Autos herausbringen

MG Motor will in zwei Jahren 13 neue E-Autos herausbringen

Daniel Krenzer  —  

Mit einer Produktoffensive will die SAIC-Marke vor allem auf dem Heimatmarkt mehr Kunden von seinen E-Autos überzeugen.

Cover Image for Porsche frischt den Elektro-Macan auf

Porsche frischt den Elektro-Macan auf

Michael Neißendorfer  —  

Porsche stattet den vollelektrischen Macan mit neuen Assistenzsystemen und digitalen Features aus. Im Fokus stehen mehr Komfort beim Parken, Laden und Ziehen.

Cover Image for Hyundai-Kia und Batteriehersteller arbeiten zusammen für sicherere Elektroautos

Hyundai-Kia und Batteriehersteller arbeiten zusammen für sicherere Elektroautos

Laura Horst  —  

Führende südkoreanische Autohersteller und Batterieunternehmen wollen gemeinsam die Batteriesicherheit verbessern und die Wettbewerbsfähigkeit stärken.