SEAT baut Batterielabor in Spanien & investiert dafür Millionen

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Sebastian Henßler
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  —  Lesedauer 3 min

Seat setzt seinen im vergangenen Jahr angekündigten Fahrplan für die Elektrifizierung der eigenen Fahrzeugflotte in die Tat um. Anfang März 2020 wurde dann abermals unterstrichen, dass Seat und Cupra in die Elektro-Offensive gehen. Dabei spielt der Seat el-Bornwelcher als Perfomance-Modell Cupra el-Born auf die Straße kommt, ein entscheidende Rolle. Bereits mit dem electromobility Learning Center (eLC) macht man sich für die Qualifizierung seiner Mitarbeiter stark. Nun investiert Seat erneut massiv in ein eigenes Batterielabor.

Der Baubeginn des zukünftigen Test Center Energy (TCE) sei bereits gestartet. In Summe wird Seat hierfür mehr als sieben Millionen Euro investieren, um künftig im neuen Labor im SEAT Werk in Martorell an verschiedene Energiesysteme für Elektro- und Hybridfahrzeuge zu arbeiten. Eigener Aussage gibt der Hersteller die Testkapazität des Labors mit bis zu 1,3 Megawatt an. Geht es nach Seat wird sich dieses Zentrum als einmaliges und wegweisendes Elektrobatterielabor in Spanien positionieren.

Mit der Fertigstellung des Gebäudes wird im April 2021 gerechnet, dann können die Mitarbeiter auf über 1.500 Quadratmeter Fläche in verschiedenen Testbereichen arbeiten. Dort können Zellen mit Lithium-Ionen-Technologie, Mittel- und Hochspannungsbatterien sowie verschiedene Ladegeräte geprüft werden. Außerdem sind mehrere Klimakammern vorgesehen, um die Batterien und Module unter extremen Temperaturbedingungen zu testen. Hier lassen sich unterschiedliche Umgebungen simulieren, denen ein Fahrzeug während seiner Lebensdauer ausgesetzt ist. Darüber hinaus gibt es ein Hightech-Elektroniklabor für die Konstruktion und Entwicklung von Prototypen und den Bau von Schnittstellen für Testsysteme.

„Wir freuen uns, den Startschuss für dieses Projekt bekannt zu geben. Der Bau dieses einzigartigen neuen Test Center Energy in Spanien ist ein bedeutender Schritt in Richtung Elektrifizierung für das Unternehmen SEAT. Das neue Batterielabor wird es uns ermöglichen, die Energiesysteme künftiger Hybrid- und Elektrofahrzeuge selbst zu entwickeln und so den Ausbau nachhaltiger Elektromobilität zu fördern.“ – Dr. Werner Tietz, SEAT Vorstand für Forschung und Entwicklung

Des Weiteren sei es so, dass in einer speziell ausgestatteten Werkstatt, Tests an Elektrofahrzeugen vorgenommen werden können. Bis zu sechs Fahrzeuge gleichzeitig können hierbei im Blick behalten und untersucht werden. In diesem Bereich werden verschiedene Tests in Bezug auf die Leistungsfähigkeit des Energiesystems, die funktionale Sicherheit und die Integration von Funktionen durchgeführt. Zu diesem Zweck ist die Werkstatt auch mit künstlichen Sehsystemen ausgestattet.

Das neue TCE wird das kombinierte Nieder-, Mittel- und Hochspannungs-batterielabor ergänzen, das SEAT bereits 2010 gebaut hat und in dem mittlerweile viele nationale sowie internationale Forschungsprojekte angestoßen und mehr als 2.000 Testfälle durchgeführt wurden. Das Werk verfügt über zwei Klimakammern und bietet eine Testleistung von 0,2 Megawatt.

Quelle: Seat – Pressemitteilung vom 16. Oktober 2020

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Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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neumes:

es ist doch nur ein Testcenter…
Keine Batteriefabrik…

ist wohl nicht mehr als eine Forschung/ Test/ Weiterentwicklungseinrichtung….
für ne Fabrik brauchts mehr als eine 50x 30 m Halle

es bleibt spannend

PeHa:

Sehr schön, sehr gut, wieder eine europäische Batterieentwicklungsfabrik. Aber 7 Millionen und 1.500m2??? Echt so groß? In Amerika gibts da eine Firma, die nimmt gerade eine Versuchsfabrik in Betrieb, in der sie jährlich 10GWh an Batterien produzieren werden. In 2 Jahren werden sie dann hunderte GWh der modernsten Batterie produzieren.

Strauss:

Ja, von wegen. Die Kunden wollen heute wissen wo die Batterien herkommen und wie wo und wann entsorgt oder restauriert sie werden. Seat ist auf dem richtigen Weg. Eine wegweisende moderne AKKUfabrik mehr in Europa.

Tobi:

Mit einer solchen Investition wird man kaum Innovation finden. PR sonst nix.

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