Schleswig-Holstein bewirbt sich für Batterie-Forschungsfabrik

Cover Image for Schleswig-Holstein bewirbt sich für Batterie-Forschungsfabrik
Copyright ©

shutterstock / Lizenzfreie Stockfotonummer: 1220821351

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 2 min

Grüner Strom durch Windenergie, dafür steht Schleswig-Holstein; Autokonzerne sind dort allerdings nicht ansäßig, welche diesen Strom einsetzen könnten. Dennoch kann es gerade dieser grüne Strom sein, welcher die Voraussetzung für eine Batteriezellen-Produktion, mit einem möglichst kleinen CO2-Fußabdruck, schafft. Mittlerweile haben sich insgesamt fünf Bundesländer – Niedersachsen (Braunschweig), Baden-Württemberg (Ulm), Bayern (München), Sachsen (Dresden) und Nordrhein-Westfalen (Münster) – um die vom Bund ausgeschriebene erste Batteriezellen-Forschungsfabrik in Deutschland beworben.

Als Standort sei Itzehoe, Kreis Steinburg, vorgesehen, an der das 550-Millionen-Projekt errichtet werden könnte. In Itzehoe befindet sich bereits das Fraunhofer-Institut für Siliziumtechnologie (ISIT). Gemeinsam mit diesem Institut habe man die 500 Seiten starke Bewerbung erarbeitet. Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) werde am 8. Juli die Entscheidung über den Standort bekanntgeben.

ISIT-Chef Axel Müller Greling betonte, man habe zwar keine Autoindustrie in Schleswig-Holstein, aber dafür grünen Strom durch die Windenergie. Grüner Strom sei Voraussetzung für eine Batteriezellen-Produktion mit einem möglichst kleinen CO2-Fußabdruck. Im Falle eines Zuschlags wird die Landesregierung für den Bau der Forschungsfertigung 145 Millionen Euro zur Verfügung stellen und die Batterieforschung zu einem Förderschwerpunkt machen. Die Stadt Itzehoe und der Kreis Steinburg haben außerdem 15 Millionen Euro für das Projekt zugesagt.

Kretschmann, der sich natürlich für Ulm stark macht, spricht sich aber auch im Allgemeinen positiv für eine deutsche Battereiezellenforschung aus. Aus seiner Sicht wird „neben der Elektrifizierung des Verkehrs in allen Wirtschaftsbereichen eine verstärkte Nachfrage nach batterieelektrischen Speichern, angefangen bei Werkzeugen, über Haushalts- und Gartengeräte hin zu Medizinprodukte, erwartet.“ Ebenso spiele auch die stationäre Speicherung mit Batterien in den nächsten Jahren eine entscheidende Rolle.

Quelle: Automobilwoche – 550-Millionen-Euro Projekt: Schleswig-Holstein bewirbt sich um erste Batterie-Forschungsfabrik

Worthy not set for this post
Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

Artikel teilen:

Schreib einen Kommentar und misch dich ein! 🚗⚡👇


Ähnliche Artikel

Cover Image for EU: Marktanteil von E-Autos steigt auf 15,6 Prozent

EU: Marktanteil von E-Autos steigt auf 15,6 Prozent

Daniel Krenzer  —  

In Deutschland steigt der Anteil von Elektroautos in diesem Jahr besonders stark an. Frankreich hingegen schwächelte.

Cover Image for PEM: Europas Batterie-Industrie vor dem „Tal der Tränen“

PEM: Europas Batterie-Industrie vor dem „Tal der Tränen“

Sebastian Henßler  —  

Europas Batteriebranche kämpft mit hohen Kosten, fehlendem Know-how und dem Vorsprung asiatischer Wettbewerber – PEM-Professor Heimes zeigt die Folgen.

Cover Image for IAA: „Von deutschen Herstellern ist ein Modellfeuerwerk zu erwarten“

IAA: „Von deutschen Herstellern ist ein Modellfeuerwerk zu erwarten“

Michael Neißendorfer  —  

Kunden dürfen sich auf ultrakurze Ladezeiten und hohe Reichweiten freuen, so Capgemini-Analyst Sulek, die E-Mobilität wird also nochmals alltagstauglicher.

Cover Image for MG Motor will in zwei Jahren 13 neue E-Autos herausbringen

MG Motor will in zwei Jahren 13 neue E-Autos herausbringen

Daniel Krenzer  —  

Mit einer Produktoffensive will die SAIC-Marke vor allem auf dem Heimatmarkt mehr Kunden von seinen E-Autos überzeugen.

Cover Image for Porsche frischt den Elektro-Macan auf

Porsche frischt den Elektro-Macan auf

Michael Neißendorfer  —  

Porsche stattet den vollelektrischen Macan mit neuen Assistenzsystemen und digitalen Features aus. Im Fokus stehen mehr Komfort beim Parken, Laden und Ziehen.

Cover Image for Hyundai-Kia und Batteriehersteller arbeiten zusammen für sicherere Elektroautos

Hyundai-Kia und Batteriehersteller arbeiten zusammen für sicherere Elektroautos

Laura Horst  —  

Führende südkoreanische Autohersteller und Batterieunternehmen wollen gemeinsam die Batteriesicherheit verbessern und die Wettbewerbsfähigkeit stärken.