Porsche eröffnet erste eigene Ladestation in Österreich

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Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 3 min

Die Sportwagenmarke Porsche treibt den Ausbau eigener Schnellladestationen voran. Mit der offiziellen Eröffnung der ersten Porsche Charging Lounge in Vorarlberg in Österreich folgt der nächste strategische Schritt. Sechs DC-Schnellladesäulen mit bis zu 300 kW stehen ab sofort markenexklusiv in Koblach an der Rheintalautobahn wenige Autominuten vom Bodensee entfernt zur Verfügung.

Direkt neben der Autobahn, 24/7 geöffnet, mit sehr hoher Lade-Performance, angenehmem Ambiente und bequemer, zentraler Abwicklung der Ladekosten: Die neue Porsche Charging Lounge in Koblach soll auf die Bedürfnisse von Porsche-Fahrern auf der Langstrecke zugeschnitten sein. An sechs leistungsstarken Ladern können dort alle Elektroauto- und Plug-in-Hybrid-Modelle von Porsche mit zertifiziertem Grünstrom versorgt werden. Aktuell leisten die Schnellladesäulen maximal 300 kW, sind aber für noch schnelleres Laden bis zu 400 kW je Ladepunkt vorbereitet, das zukünftig möglich sein wird.

Den besonderen Charakter der ersten exklusiven Schnellladestation von Porsche in Österreich soll ihr modernes Design unterstreichen: Das schlanke, scheinbar fliegende Dach verbindet die Ladeplätze mit dem Gebäude. Die Lounge ist raumhoch verglast, was einen fließenden Übergang zwischen innen und außen gewährt. Helle Farben und helles Holz sollen für Wohlfühl-Atmosphäre sorgen. Beheizt und klimatisiert wird die Porsche Charging Lounge in Koblach mit einer Wärmepumpe, die ohne fossile Brennstoffe betrieben wird. Einen Teil des benötigten Stroms liefert die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach. Das digitale Gebäudemanagement optimiert den Stromverbrauch und dimmt beispielsweise die Beleuchtung automatisch herunter, wenn keine Gäste vor Ort sind.

Für einen angenehmen Aufenthalt gibt es im Lounge-Bereich auch Sanitärräume sowie eine gut sortierte Auswahl an Erfrischungsgetränken und Snacks. Bezahlt werden kann bargeldlos mit EC- und Kreditkarten sowie per Apple Pay oder Google Pay. Zudem stehen analoge und digitale Medien sowie ein WLAN-Netz zur Verfügung.

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Die Porsche Charging Lounge in Koblach ist, wie alle weiteren Porsche Schnellladestationen auch, im Porsche Charging Service integriert, wird im Navigationssystem angezeigt und ist aktuell exklusiv für Porsche Kunden nutzbar. Die zentrale Abrechnung nach einem Ladestopp erfolgt ebenfalls über Porsche. Dank des Porsche Charging Service liegen die Ladekosten mit 33 Cent pro Kilowattstunde auf dem gleichen günstigen Niveau wie bei allen anderen Schnellladestationen des Porsche Netzwerks.

Um Zugang zu den Ladestationen sowie in den Lounge-Bereich zu erhalten, ist eine Porsche ID erforderlich. Diese muss mit dem Fahrzeug verknüpft sein. Ist auch das Nummernschild in der Porsche ID hinterlegt, öffnet sich die Schranke mit Hilfe der Kennzeichen-Erkennung automatisch. Das Fahrzeugkennzeichen kann komfortabel in der MyPorsche App hinterlegt werden. Ist dies nicht der Fall, erhält der Kunde alternativ über die Porsche Charging Card oder einen QR-Code aus der MyPorsche App unkompliziert Zugang zum Standort sowie in die Lounge.

Die Porsche eigenen Schnellladestationen ergänzen die Investitionen, mit denen der Sportwagenhersteller in den vergangenen Jahren die Transition hin zu batterieelektrischen Fahrzeugen vorangetrieben hat. Der Porsche Charging Service ermöglicht den Zugriff auf weltweite Ladepunkte verschiedener Anbieter. Aktuell sind in Europa mehr als 436.000 Ladepunkte in über 20 Ländern angebunden. Darunter knapp 25.300 Ladepunkte mit mehr als 150 kW DC-Ladeleistung. Dazu gehören auch die aktuell über 500 Schnellladeparks des Ionity Netzwerks in Europa.

Quelle: Porsche – Pressemitteilung vom 15.03.2024

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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Groß:

Eine Ladestation und das hier so aufpuschen als wenn es etwas neues wäre. Porsche sollte sich schämen, dass es erst die erste ist.
Sorry aber dies zeigt wie weit Porsche und Vw hinter der Realität hinterher rennen.

Reinhard Sonderegger:

Weniger gut: enorme Bodenverschwendung zum alleinigen Vorteil von gut betuchten Porschefahrern. Ich wohne in der Nachbarschaft dieser Anlage und ich finde diese Exclusivität eine riesengroße Verschwendung von Umwelt-Ressourcen

Niko8888:

Schön, wenn man von Tesla lernen kann :-)

Das Geld ist gut investiert, weil es das Markenerlebnis für die Kunden sehr positiv beeinflusst.
Da sind dann Porsche Fahrer unter sich und können sich gegenseitig in ihrer Kaufentscheidung bestätigen 8-)))

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