Porsche und Audi gründen Schnelllade-Allianz in Japan

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Michael Neißendorfer
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  —  Lesedauer 2 min

Mit vereinten Kräften die Elektromobilität vorantreiben: Porsche Japan und Audi Japan gründen eine „Premium Charging Alliance“, um das Netz von 150-kW-Schnellladestationen in Japan auszubauen. Durch die Allianz können Porsche- und Audi-Kunden ab Juli 2022 die Schnellladestationen beider Unternehmen nutzen.

Das Projekt „Premium Charging Alliance“ soll das Ladeangebot in Japan erweitern. Es führt das Netz der Schnellladestationen von Porsche und Audi zusammen – sowohl bei den Händlern als auch in den Innenstädten. Profitieren können die Besitzer rein elektrischer Fahrzeuge von Porsche und Audi. Sie sollen durch die Allianz landesweit 50 Porsche-Turbolader an 41 Standorten sowie 52 Ladeeinheiten von Audi Japan nutzen können. In Summe stünden ihnen damit bis Ende dieses Jahres 102 Schnellladestationen zur Verfügung.

Die Porsche Turbocharger-Schnellladestationen bieten mit 150 kW die stärkste Leistung aller Ladeeinrichtungen in dem Land und können die Batterie des Taycan in 24 Minuten auf 80 Prozent aufladen. Derzeit sind in Japan 50 Anlagen in Betrieb: 37 Einheiten in 33 Porsche Zentren (von insgesamt 45 in Japan) und sieben Standorte mit 12 Ladeeinheiten als Teil der städtischen Ladeinfrastruktur, darunter eine im Porsche Experience Center.

Japan engagiert sich sehr beim Ausbau des öffentlichen Ladenetzes; wir glauben zugleich, dass die Ladegeschwindigkeit noch nicht hoch genug ist“, sagt Michael Kirsch, CEO von Porsche Japan. „Porsche sieht sich als Pionier auf dem Gebiet des Schnellladens. Mit der Premium Charging Alliance wollen wir uns mit anderen Unternehmen zusammentun, die ebenfalls schnelles Laden anbieten. Wir können damit die Zahl der Ladestandorte erweitern, wodurch unsere Kunden weniger Zeit für das Laden ihres Fahrzeugs verwenden müssen und ihr Elektrofahrzeug damit noch entspannter nutzen können.

Porsche Japan wurde im Jahr 1995 gegründet und 1998 zu einem vollwertigen Importeur umgewandelt. Seitdem hat Porsche seine Präsenz in dem Land kontinuierlich ausgebaut und das Angebot an Markenerlebnissen erweitert. Nach einem Rekordabsatz im Jahr 2020 wurden im vergangenen Jahr 6900 Porsche-Fahrzeuge ausgeliefert. Das meistverkaufte Modell war der Macan mit 2109 Fahrzeugen, gefolgt vom letztjährigen Topseller 911 (1529 Fahrzeuge). Die Markteinführung des Taycan fand im Januar 2021 in Japan statt – 784 Kunden konnten den vollelektrischen Sportwagen 2021 in Empfang nehmen. Im Oktober vergangenen Jahres wurde das Porsche Experience Center (PEC) Tokyo eröffnet. Darüber hinaus finden Kunden und Fans der Marke in Japan moderne Vertriebsformate, wie Porsche Sales Pop-ups.

Quelle: Porsche – Pressemitteilung vom 20.04.2022

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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Ben:

Ach ja typisch FUDavid

panib:

Tolle Meldung. Hier sind die Lade-Infrastrukur-Probleme ja gelöst- ran an die immer freie Säule, Strom zapfen und mit der Kreditkarte oder der Smart Watch bezahlen, wie an der Supermarktkasse.
Da liegt es natürlich nahe, sein Geld im Ausland zu verdienen.
Ich fasse es nicht.

David:

Was sollte das denn sein? Der erste europäische Tesla mit Tempolimit 130 km/h durch die Unfähigkeit von Teslas Programmierern? Außerdem, die Meldungen hier wählt die Redaktion aus und nicht ein Hersteller.

Tom62:

Gute Idee, da in der Heimat kein Bedarf mehr…

Tobi:

Toll für Japan :-)
Und dann sogar 150KW… Da ist noch viel Luft nach oben. :-)

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