Paris: 50 neue Wasserstoff-Großraumtaxis von Stellantis

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Stellantis

Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 2 min

Der Automobilkonzern Stellantis und Hype, ein unabhängiger Akteur im Bereich der Wasserstoffmobilität, haben eine Vereinbarung über die Lieferung und den Betrieb von zunächst 50 Wasserstoff-Großraumtaxis vereinbart. Zum Einsatz kommen die Modelle Peugeot e-Expert Hydrogen und Citroën ë-Jumpy Hydrogen, so Stellantis in einer aktuellen Mitteilung. Das besondere daran: Die Fahrzeuge sind speziell auf die Bedürfnisse von Menschen mit eingeschränkter Mobilität zugeschnitten. Wahlweise können sechs Fahrgäste transportiert werden oder vier Fahrgäste plus ein weiterer im Rollstuhl, der über eine Rampe im Heck zusteigen kann.

Das Angebot werde mehreren der von der französischen Regierung gesetzten strategischen Prioritäten gerecht: das Angebot an Verkehrsdienstleistungen für Personen mit eingeschränkter Mobilität schnell, in Qualität und Quantität zu verbessern, die Energiewende mit einem emissionsfreien Transportmittel (Crit’Air 0) zu beschleunigen und die industriellen Aktivitäten am Stellantis-Standort d’Hordain in der Region Hauts-de-France zu unterstützen.

Stellantis verweist darauf, dass sich die Wasserstoff-Fahrzeuge dank gut 400 km Reichweite, einem innerhalb von drei Minuten durchgeführten Tankvorgang, null Emissionen und ohne Kompromisse bei den Nutzkapazitäten perfekt für „intensive Nutzer“ in der Pariser Innenstadt eigenen.

Hype wiederum will spezielle Dienste für Personen mit eingeschränkter Mobilität einführen, um eine kontinuierliche Verfügbarkeit, eine hohe Servicequalität und eine maßgeschneiderte Leistung zu gewährleisten. Dafür will das Unternehmen auch eine spezielle Buchungs-App veröffentlichen, damit Personen mit eingeschränkter Mobilität einen vorrangigen Zugang erhalten-

Im Rahmen ihrer Partnerschaft teilen Stellantis und Hype mit, dass sie in der Lage wären, bis Ende 2024 bis zu 1000 dieser emissionsfreien Großraumtaxis einzusetzen. Diese potenziellen zusätzlichen Volumina stehen im Zusammenhang mit der Erlangung einer Betriebslizenz „Pariser Taxi PMR“, die derzeit von den französischen Behörden eingerichtet wird.

Ich bin erfreut über diese erste Lieferung von 50 Peugeot und Citroën PMR Crit’Air 0 Wasserstofftaxis im Rahmen unserer Partnerschaft mit Stellantis, die einen neuen wichtigen Schritt in der Entwicklung von Hype und des Wasserstoffindustriesektors darstellt“, sagt Mathieu Gardies, Gründer und CEO von Hype.

Quelle: Stellantis – Pressemitteilung vom 05.06.2023

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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Lotti:

Was soll immer dieses ganze Wasserstoff Gedöns auf dieser Internetseite?
1. ist dieser Wasserstoff nicht nachhaltig und emissionsfrei hergestellt.
2. gibt es kein Wasserstoff Tankstellen Netz.
3. hat die Batterie Technologie die Wasserstofftechnologie schon längst überholt.
Wieso berichtet ihr so viel über Wasserstoff?

Jakob Sperling:

Immer wieder interessanter Vergleich. Das ist wichtig.

Vergessen ging noch, dass man mit dem FCEV in 10 Minuten Wasserstoff für ca. 85 kWh nachladen kann.

Reale Preise wird man wohl frühestens dann errechnen können, wenn in ein paar Monaten die Brennstoffzellen-Fabrik die Produktion aufnimmt. Wenn man die Entwicklungskosten eines neuen Fahrzeuges bedenkt, sind die Preise zu Beginn immer reine Markthochfahrpreise.

Aktuell werde noch fast alle Brennstoffzellen handwerklich oder semi-industriell hergestellt, während über ein Dutzend Brennstoffzellen-Fabriken (Stellantis, Bosch, Honda/GM, Hyundai, Daimler/Volvo/Cellcentric, …) im Bau sind und ab Ende 2023 nach und nach die Produktion aufnehmen.

Daniel W.:

Und wieder gibt es keine Zahlen zu den Preisen der FCEV-Fahrzeugen, zu den Kosten von Wasserstoff und Wartung, deshalb ist keine Vergleich zu BEV-Fahrzeugen möglich.

Also wieder nur eine Werbemaßnahme der Hydrogen-Lobby?

Zum Vergleich als BEV-Fahrzeug:

400 km Reichweite (WLTP) rund 105 kWh, d.h ca. 600 kg netto / rund 700 kg brutto.
Abzüglich Brennstoffzelle, 10,5-kWh-Akku und der H2-Tanks mit rund 330 kg.
Bleiben als Mehrgewicht eines BEV-Fahrzeuges von mir geschätzte 370 kg.

Wahlweise können sechs Fahrgäste transportiert werden oder vier Fahrgäste plus ein weiterer im Rollstuhl, der über eine Rampe im Heck zusteigen kann.

Bei „bis zu 1.100 Kilogramm Nutzlast“ des FCEV blieben „bis zu“ 730 kg für Insassen, das entspricht etwa dem Gewicht von „bis zu“ 10 Personen oder mit Rampe und schwerem Elektro-Rollstuhl mindestens genauso vielen wie im FCEV.

DarkestMage:

Ein wasserstoff/Brennstoffzellen Startup „Hype“ zu nennen ist entweder unbewusst ungeschickt oder Selbstironie auf höchstem Level.

Wenn man „hype Definition“ googelt kommt übrigens

  1. besonders spektakuläre, mitreißende Werbung (die eine euphorische Begeisterung für ein Produkt bewirkt)
  2. aus Gründen der Publicity inszenierte Täuschung

Erstaunlich, damit ist eigentlich alles zum Thema „Wasserstoff im Strassenverkehr“ gesagt.

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