Elektrischer G-Klasse-Konkurrent aus China für gut 56.000 Euro

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Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 2 min

Der chinesische Automobilhersteller BYD plant die Expansion nach Europa. Ob der Mercedes EQG-Konkurrent, unter der neuen Marke „F-Brand“ geführt, ebenfalls in Europa auf die Straße kommt, ist dabei fraglich. Etwa 56.000 Euro soll der Elektro-SUV kosten und wäre damit deutlich günstiger als die G-Klasse. Branchenkenner gehen davon aus, dass die Elektro-G-Klasse bei etwa 200.000 Euro eingepreist wird.

Im November vergangenen Jahres kündigte der chinesische Marktführer für Elektrofahrzeuge die Einführung von zwei neuen Marken an. Die erste ist die luxuriöse Marke YanWang, die im Januar auf den Markt kam und Fahrzeuge ab 100.000 US-Dollar (ca. 93.400 Euro) anbietet. Die zweite Marke trägt den Codenamen „F-Brand“, und aus den kürzlich veröffentlichten Fotos geht hervor, dass das erste Modell der Marke ein elektrischer SUV sein wird, der der Mercedes G-Klasse Konkurrenz machen soll.

Oder besser gesagt dem Mercedes EQG, der vollelektrischen G-Klasse der Stuttgarter. BYD hat vor kurzem einige Fotos seines kommenden Elektro-Geländewagens veröffentlicht. Insider zufolge wird der geländegängige Elektro-Geländewagen über 680 PS (500 kW) verfügen und noch in diesem Jahr in den Vorverkauf gehen.

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Wie auf den Bildern zu sehen ist, ist BYDs neuer elektrischer Geländewagen eine in weiten Teilen ähnliche Nachbildung des Mercedes G-Klasse, mit einem quadratischen Design und einem großen Kühlergrillbereich. Unternehmensvertreter haben erklärt, dass die Preise für die neue Modellreihe zwischen Denza und YangWang liegen werden, also etwa zwischen 54.200 bis 81.300 Euro. BYD plant auch die Markteinführung eines elektrischen Pickups der neuen Marke.

Das in Shenzhen ansässige Unternehmen BYD hat im vergangenen Jahr 1,86 Millionen reine Elektro- und Hybridautos verkauft, vor allem in China. Nun konzentriert BYD seine Bemühungen auf den Rest Asiens, sowie auf Europa und Lateinamerika, um den Markt für umweltfreundliche Fahrzeuge zu dominieren.

Quelle: electrek.co – Electric Mercedes G-Wagon competitor launching by China’s BYD starting at less than $60K

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Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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George:

Sehe ich genau so. Eine G-Klasse ist eine Ikone, ein Original. Und alles „wie“ eine G-Klasse, ist keine. Absolutes Monopol für Protzigkeit im SUV Bereich.

Marc:

Jetzt lassen wir mal die Kirche im Dorf. Beim EQG sind wir in einem Bereich, wo der hohe Preis ein Vorteil und kein Nachteil ist. Das basiert auf der Marke Mercedes G-Modell. Das ist wie eine Handtasche von Hermès. Eine ähnlich aussehende Tasche, und die gibt es wie Sand am Meer, ist auch zum deutlich geringeren Preis keine Alternative. Das verstehen die Chinesen nicht, dabei kaufen ihre Landsleute wie verrückt diese Dinge aus Europa, wo die Marke der Wert ist. Daher ist der Chef des Luxuskonzerns LVMH der reichste Mann der Welt.

Ein ähnlicher Wagen ist nur zu verkaufen, wenn er deutlich kleiner ist. Diese Nische hat jetzt auch Mercedes selbst entdeckt. Ansonsten geht eine Form wie die des EQG mit deutlichen Nachteilen bei der Effizienz und dem Raumangebot einher. Das wird also nichts, BYD!

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