Kia Ray: Ein kompaktes Elektroauto, das Europa braucht

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Hannes Dollinger
Hannes Dollinger
  —  Lesedauer 2 min

Elektromobilität steht im Zentrum der weltweiten Bestrebungen, den Straßenverkehr umweltfreundlicher zu gestalten. Kleinere Elektroautos könnten insbesondere in Europa eine wichtige Rolle spielen. Kia hat mit der Neuauflage des elektrischen Ray ein solches Auto vorgestellt. Zunächst aber leider nur für den heimischen Markt in Südkorea.

Der KIA Ray EV ist ein kleines Stadtauto, das speziell für den südkoreanischen Markt entwickelt wurde. Das neue Modell des KIA Ray EV wird als bedeutender Impulsgeber für Südkoreas kleinen EV- und Minicar-Markt angesehen. Mit einem Elektromotor mit 64,3 kW bietet der Ray EV eine um 30 Prozent verbesserte Leistung und ist mit einer 35,2-kWh-Batterie ausgestattet, die fast die doppelte Kapazität der Zellen des Vorgängermodells aufweist. Dadurch erreicht das Fahrzeug eine Reichweite von 210 Kilometern, was etwa doppelt so viel ist wie beim früheren Modell, dem ersten in Serie produzierten Elektroauto des Landes.

„Das neue Ray EV ist die beste Wahl für Kunden, die auf ein Einsteiger-Elektro-Minicar warten, mit einer Reichweite von mehr als 200 km, einer optimierten Fahrleistung für das Stadtzentrum und einem geräumigen Innenraum“, so ein Kia-Vertreter. Kia plant außerdem, einen Einsitzer-Van des neuen Elektro-Stadtautos auf den Markt zu bringen, der Selbstständige und kleine Unternehmer ansprechen dürfte.

Kia

Zum ersten Mal seit seiner Einführung im Jahr 2011 wird erwartet, dass der Stadtflitzer mit dem neuen Elektroauto in der Liste der zehn meistverkauften Autos des Jahres schafft. Kia verkaufte im Jahr 2022 insgesamt 44.566 Rays. Der Einstiegspreis liegt bei etwa 25.000 bis 30.000 Dollar. Mit diesen Eigenschaften tritt der Ray EV in den Wettbewerb um die Gunst preisbewusster Fahrer und stellt eine interessante Option in einem Markt dar, der bisher von größeren und teureren Modellen dominiert wird.

Elektroautos wie der KIA Ray EV könnten genau das sein, was der europäische Markt benötigt – klein, effizient und erschwinglich. Die Frage nach der Einführung in Europa bleibt offen, aber ein solches Auto würde auch hier gut ankommen. Hoffen wir, dass der Ray EV und ähnliche Modelle den Weg nach Europa finden und den Weg für eine nachhaltige Mobilitätszukunft ebnen.

Quelle The Korea Economic Daily: Kia to revive Ray EV to kick start S.Korean city car market

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Hannes Dollinger

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Hannes Dollinger schreibt seit Februar 2023 für Elektroauto-News.net. Profitiert hierbei von seinen eigenen Erfahrungen aus der Welt der Elektromobilität.

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panib:

„Elektroautos wie der KIA Ray EV könnten genau das sein, was der europäische Markt benötigt – KLEIN, EFFIZIENT UND ERSCHWINGLICH“.

Kann man so sehen, aber ich denke, dass VW alle drei Begriffe mit seinem ID2all neu definieren wird. Ich gebe dem Koreaner allemal wegen des Preises keine Chance bei uns.

VW – good luck.

Michael:

Soweit ich mich erinnere, gilt die Garantie aber nur beim Zahlen des Listenpreises.

Zu finden im Welt-Artikel „Die versteckten Tricks bei den Garantieversprechen“.

Gerd:

Das Autoland Deutschland ist halt „technologieoffen“ und darf jetzt mit den Konsequenzen leben.
Sieht man nicht schon täglich Tankschiffe mit grünem Wasserstoff oder E-Fuels in Hamburg anlegen? An meiner Dorftanke ist allerdings noch kein E-Fuel im Angebot…..

Alexander Wilbertz:

Wofür soll ein Citycar 350 km Reichweite benötigen? Kein Mensch will damit in Urlaub fahren und kein Mensch will ein Citycar das 2 Tonnen wiegt und 40000€ kostet …

Harald Haller:

Les ich das richtig, dass das Autoland Deutschland um die Einfuwvon Autos bettelt? Sauber. Wir habens geschafft

Björn Ould:

Dass sich sich die koreanischen und japanischen Kleinstwagen hierzulande nicht so gut verkauft wurden, liegt höchstwahrscheinlich daran, dass es damals im Kleinwagensektor noch ernstzunehmende Konkurrenz der deutschen und europäischen Hersteller gab…

Gerd:

Ich kann, mit Blick auf die Winterkorns, Müllers. Zipses & Co Manfreds Kommentar bestens nachvollziehen.
Suche auf YT mal nach „Volkswagen-Chef Matthias Müller über Tesla“. Deutsche OEM-Arroganz und Überheblichkeit in Reinstkultur.DAS ist das, was unsere Industrie und das „Made in Germany“ ruiniert hat!

Gerd:

Ironie des Schicksals ;-)
Ein I3s war das bisher einzige BEV bei dem ich mich am Ende des Leasingzeitraums gefragt habe, ob ich ihn nicht doch besser hätte kaufen sollen. Einige Alltagsdinge (Türkonzept, Winterreifen, BEV-hassender BMW-Verkäufer beim Anschlussleasing) haben mir die Trennung dann aber doch vereinfacht.

Uwe M.:

Ich fahre seit über 2 Jahren elektrisch. Zu erst 1 Jahr einen E Niro dann einen EV6.
Beim Niro hat mich, besonders auf langen Strecken, die lange Ladezeit und in der kalten Jahreszeit dauert es noch länger.
Seit der EV6 eine Vorkonditionierung hat geht es auch hier, in der kalten Jahreszeit schneller.
Heute bin ich durch Berlin gefahren und habe über 50km zurück gelegt, bei einem Verbrauch von 14,5kWh, die er natürlich nicht in der kalten Jahreszeit erreicht.
Da ich hauptsächlich längere Strecken fahre, ist es schon wichtig kurze Standzeiten und längere Abschnitte mit mindestens 250-300km zurück zu legen.
In dem einem Jahr bin ich fast 30000km gefahren und das nur privat.
Für den reinen Stadtverkehr und dann noch Kurier- oder Pflegedienste finde ich das kleine E Auto das Ideale.
Ich sehe eher das Problem des öffentlichen Ladens an AC Lader.
Die Preise sind teilweise sehr teuer aber das E Auto hat den großen Vorteil, dass man quasi fast überall dort laden kann wo man steht und wenn es feste Standzeiten sind, kann man sogar dort Wallboxen installieren, um die Standzeiten mit Laden auszunutzen.
Gerade auf dem Land, wo man oft auch längere Strecken zur Tankstelle zurücklegen muss, ist das E Auto ideal. Eine Steckdose oder gar mit 400V gibt es an fast jedem Haus und somit kann man selbst mit AC Laden Strecke machen, denn jede Standzeit wird zum Laden genutzt.
Immer nach dem Motto, wenn er steht, dann lädt er.
Gerade dafür ist der Akku gemacht, dass er zwischen 20 und 80% gehalten wird und über Nacht reicht es alle Male, vorausgesetzt es wird auch mit 11kW geladen.
Selbst 7,5kW reichen über Nacht.
Bei 24h Betrieb natürlich nicht.
Im Stadtverkehr wird doch selten, mehr als 150km am Stück gefahren und durch die Rekuperation, wenn man sie auch nutzt senkt sich der Verbrauch noch zusätzlich. Ohne Rekuperation, hätte ich die 14,5kW heute nicht erreicht und dass mit 2 Motoren.
Wie bereits von anderen geschrieben, ist es schade, dass sich deutsche Hersteller vom kleinen E Auto verabschiedet habe und es den Asiaten überlassen.
Auch hier sollte der Staat lenkend eingreifen 7nd ein Ziel vorgeben, damit die Subventionen auch im Lande verbleiben.

StormGoth:

25k-30k? Ist ne 150km geringere Reichweite max. 5k Ersparnis gegenüber einem Nissan Leaf oder Chevi Bolt wert?

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