Kia bietet Uber-Fahrern Elektroautos zu Sonderkonditionen an

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Michael Neißendorfer
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Der Autohersteller Kia Europe und die Ridehailing-Plattform Uber haben eine wegweisende Partnerschaft im Bereich der Elektromobilität angekündigt. Beide Unternehmen wollen damit europaweit die Einführung moderner batterieelektrischer Fahrzeuge beschleunigen, um zur Luftreinhaltung und Lärmreduzierung in Großstädten beizutragen. Kia wird demnach Uber-Fahrerinnen und -Fahrern seine wachsende Palette an Elektroautos – beginnend mit e-Niro und e-Soul – zu Sonderkonditionen anbieten und will damit im Bereich der Mitfahrdienste zu einem führenden Lieferanten von elektrifizierten Fahrzeugen werden.

Mobilitätspartnerschaften sind ein wichtiger Bestandteil der neuen Kia-Langfriststrategie „Plan S“, die 2020 erstmals vorgestellt wurde. Zu den dort festgeschriebenen Zielen gehören, dass bis 2030 rund 40 Prozent des weltweiten Kia-Absatzes auf umweltfreundliche Fahrzeuge entfallen und der Jahresabsatz dieser Modelle auf 1,6 Millionen Einheiten steigt, darunter 880.000 batterieelektrische Fahrzeuge. Deren Popularisierung steht bei „Plan S“ im Mittelpunkt. Kia plant, sein globales Produktportfolio bis 2026 um elf batteriebetriebene Modelle zu erweitern, sieben davon sollen auf der neuen Elektroautoplattform E-GMP (Electric-Global Modular Platform) basieren. Diese Elektro-Palette soll sich über ein breites Spektrum an Segmenten erstrecken und Limousinen, SUVs und Vans beinhalten, die dank innovativer Technologien hohe Reichweiten und ultraschnelles Laden ermöglichen.

Mit dem Ziel, in Europa bis 2030 zu einer emissionsfreien Mobilitätsplattform zu werden, will Uber hier bis 2025 mehr als 100.000 batterieelektrische Fahrzeuge betreiben. Dann sollen in den sieben europäischen Metropolen Amsterdam, Berlin, Brüssel, Lissabon, London, Madrid und Paris die Hälfte der von Uber-Fahrern zurückgelegten Kilometer in emissionsfreien Autos gefahren werden.

Durch gemeinsame Marketing- und Informationskampagnen wollen Kia und Uber zudem den Fahrerinnen und Fahrern die Vorzüge von Elektroautos näherbringen. Kia will ihnen außerdem die Möglichkeit bieten, die E-Modelle der Marke bei Probefahrten kennenzulernen und zu testen.

Mit dem kompakten SUV e-Niro und dem Minivan e-Soul bietet Kia schon seit einigen Jahren voll alltagstaugliche Elektroautos. Der e-Niro mit 64-kWh-Batterie zum Beispiel hat eine kombinierte Reichweite von bis zu 455 Kilometern und fährt im City-Zyklus mit einer Akkuladung sogar bis zu 615 Kilometer weit. Das ist mehr, als viele benzinbetriebene Fahrzeuge im Stadtverkehr mit einer Tankfüllung schaffen. Der Elektro-Crossover bietet allen Insassen viel Platz und Komfort, verfügt über einen großen Gepäckraum (451 Liter) und ist mit neuesten Infotainment- und Assistenztechnologien ausgestattet. Die 64-kWh-Batterie des e-Niro lässt sich an einer 80-kW-Gleichstromstation in nur 54 Minuten zu 80 Prozent aufladen.

„Diese spannende Partnerschaft mit Uber ist ein weiterer Meilenstein für batterieelektrische Fahrzeuge und nachhaltige emissionsfreie Mobilität in Europa. Sauberere Luft und weniger Verkehrslärm in den Städten stehen ganz oben auf unserer Agenda. Die Partnerschaft mit Uber ist ein bedeutender Schritt auf dem Weg zu diesem Ziel.“ – Jason Jeong, Präsident Kia Europe

Wir sind stolz darauf, zusammen mit Kia den Fahrerinnen und Fahrern europaweit Elektroautos zu erschwinglichen Preisen anbieten zu können“, so Anabel Diaz, Regional General Manager bei Uber für EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika). „Emissionsfreie Mobilität ist für uns nicht nur ein Ziel, sondern eine Notwendigkeit. Für unsere Bemühungen, die Elektrifizierung unserer Plattform bis 2030 europaweit voranzutreiben, ist diese Partnerschaft von zentraler Bedeutung.“ Mit wachsender Nachfrage wollen Kia und Uber ihre strategische Allianz weiter festigen und die Elektroautos in 20 europäischen Märkten anbieten.

Quelle: Kia – Pressemitteilung vom 15.06.2021

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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