IAA: Maxus stellt drei neue Elektrofahrzeuge vor

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Maxus

Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 3 min

Maxus, eine Nutzfahrzeugmarke des chinesischen SAIC-Konzerns, hat auf der IAA Transportation in Hannover sein neuestes Sortiment an Elektrofahrzeugen vorgestellt, darunter ein siebensitziger Van, ein Pick-up und ein Lkw der 7,5-Tonnen-Klasse. Daneben wurden auch die bereits bekannten Elektrotransporter eDeliver 3 und eDeliver 9 ausgestellt. Maxus ist derzeit weltweit in 73 Ländern aktiv, davon 20 in Europa. Die Marke hat bereits mehr als 400 Vertriebshändler in ganz Europa.

Der MIFA 9 (siehe Titelbild) ist ein Minivan mit sieben Sitzen, dessen Akronym für „Maximum, Intelligent, Friendly and Artistic“ steht. Das gut 5,3 Meter lange Elektrofahrzeug hat einen 180 kW (245 PS) und 350 Nm starken E-Motor an Bord. Die 90 kWh fassende Batterie, für einen tiefen Schwerpunkt und somit gutes Handling im Unterboden verbaut, soll laut WLTP eine Reichweite von 440 Kilometer ermöglichen. Der MIFA 9 kann ab sofort bestellt werden und soll ab dem ersten Quartal 2023 ausgeliefert werden. Maxus verspricht den Insassen des Minivans ein hohes Komfortniveau und großzügige Platzverhältnisse.

Maxus präsentierte auch einen brandneuen elektrischen Pick-up mit Doppelkabine, genannt T90EV, der sowohl für das On- als auch für Offroad-Fahren geeignet sei. Sein E-Motor kommt auf 150 kW (204 PS), der gut 89 kWh fassende Akku soll nach WLTP auf 330 Kilometer Reichweite kommen. Die Nutzlast des gut 5,4 Meter langen Elektro-Pick-ups geben die Chinesen mit einer Tonne an, die Wattiefe mit 55 cm. Die Anhängevorrichtung kann ungebremste 750 kg ziehen.

MAXUS_T90_Elektro-Pick-up
Maxus

Ebenfalls sein europäisches Debüt gab der Electric Light Truck von Maxus mit einer Reichweite von bis zu 213 km unter Volllast, die ein gut 128 kWh großer Akku ermöglicht. Der Elektro-Lkw der 7,5-Tonnen-Klasse leistet bis zu 110 kW und verfügt über eine dreisitzige Einzelkabine. An 100-kW-Schnellladestationen lässt sich der Akku in rund 1,5 Stunden aufladen, am 22-kW-Lader dauert der Vorgang rund 11 Stunden.

Der 5,85 Meter (mit Aufbau: 6,40 Meter) lange Elektro-Truck, der unter anderem über Zwillingsbereifung hinten und zahlreiche Assistenzsysteme wie ein Notbremssystem und einen Spurverlassenswarner verfügt, rundet das in Deutschland bislang aus kleineren und größeren Transportern bestehende Modellportfolio nach oben ab.

MAXUS_ELight_Elektrotransporter
Maxus

Mit diesem Trio unterstreicht Maxus einmal mehr seine Vielseitigkeit im vollelektrischen Nutzfahrzeugsegment. Ob Kurierdienst oder Logistik, Gartenbau oder Shuttleservice, unser Modellportfolio deckt künftig nahezu jede Art des Transports ab“, erläutert Gerald Lautenschläger, Geschäftsführer der Maxomotive Deutschland GmbH als Importeur der Nutzfahrzeugmarke in Deutschland. „Die Teilnahme von MAXUS an der IAA zeigt die Bedeutung des deutschen und europäischen Marktes: Nur so lässt sich die ehrgeizige Wachstumsstrategie der Marke umsetzen.“

Quelle: Maxus – Pressemitteilung vom 27.09.2022

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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KleinFritzchen:

Frage doch einfach hier: <+49 2203 903 26 70> oder <info [at] maxusmotors.de>

tl007:

Ist der Der MIFA 9 bestellbar in Deutschland?

Wolfbrecht Gösebert:

„… H350 heißt der Sprinter von Hyundai. Hat wahrscheinlich noch nie jemand gehört.“

Doch, hier in der Großstadt beim Roten Kreuz :)

Wolfbrecht Gösebert:

Gerade diesen Donnerstag habe ich den Leiter einer (kleineren) Spedition gesprochen, der sich den 7,5-Tonnen-E-Lkw „Electric Light Truck“ von Maxus sobald möglich für eine mind. einjährige Probezeit „auf den Hof“ stellen will. 22-kW-Lader hat er dort für Firmen-Pkw sowieso schon. Für sein Anwendungsprofil passen die Daten offenbar problemlos, einen passenden Aufbau-Anbieter hat er wohl auch schon. Die Praxis wird zeigen, was draus wird …

David:

Der ist 1,84 m hoch, also eher ein ID.Buzz oder EQV Konkurrent. Nur mit etwas weniger Platz, deutlichst weniger Image und vermutlich trotzdem ambitionierten Preis. So wird das nichts.

Überhaupt ist der Nutzfahrzeugmarkt extrem konservativ. Wenn man nur schaut wie seit Jahrzehnten der Mitsubishi Canter kein Bein auf dem Boden bekam und erst seit der Übernahme durch Mercedes Trucks als Fuso Canter plötzlich doch Verkäufe hat. Oder die wirklich akzeptablen und günstigen Hyundai Fahrzeuge in der Bus- oder Sprinterklasse von quasi niemandem gekauft werden. H350 heißt der Sprinter von Hyundai. Hat wahrscheinlich noch nie jemand gehört.

Djebasch:

Der Mifa 9 passt da gar nicht ins Portfolio , ein Luxus Familien Hochdachkombi…

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