Einen Blick auf den Microlino

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Micro Mobility

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 2 min

In einem meiner letzten Newsletter hatte ich den Microlino Mal kurz erwähnt. Heute möchte ich diesen ein wenig genauer betrachten. Die Idee für den Microlino stammt von Wim Ouboter, welcher sich schon für den Microscooter und das Kickboard verantwortlich zeichnet. Für ihn kam die Inspiration beim Fernsehen, als er entschied, dass ein elektrisierter, moderner Kabinenroller genau das richtige Fahrzeug für die Stadt wäre.

Eins vorab, der Microlino ist in meiner persönlichen Eindordung kein Elektroauto, sondern ein Elektrofahrzeug. Auf der Webseite von Microlino wird dieser teilweise auch als Auto vorgestellt. Das umweltfreundliche Fahrzeug ist klein und wendig und findet bedingt dadurch immer einen Parkplatz in der Stadt. Es handelt sich um ein ideales E-Fahrzeug für den Alltag, zum Arbeiten oder zum Einkaufen, mit einer Reichweite von 120 km sowie einer 90 km/h kann man auch einiges an Strecke zurücklegen.

Ende 2015 entschied man sich den ersten Microlino Prototypen zu produzieren. Vor gut einem Jahr, im März 2016 wurde der Microlino am Genfer Autosalon zum ersten Mal vorgestellt. Innerhalb einer Woche folgten 500 Vorabreservierungen, in 2016 gesamt sind 2.600 Reservierungen beim Unternehmen eingegangen. Eingeordnet wird der Microlino in die Kategorie L7e, weswegen er keinen Crash Test bestehen muss. Nach aktuellen Crash Simulationen besteht der Microlino, nach eigener Aussage des Unternehmens, auch den Crash Test mit 50 km/h.

Im April 2016 ist das Unternehmen ein Joint-Venture mit dem italienischen Autohersteller Tazzari eingegangenen. Dieses bringt mehr als zehn Jahre Erfahrung in der Entwicklung und Produktion von elektrischen Autos mit und hat ein paar Tausend Stück ihres Tazzari ZERO weltweit verkauft. Der Microlino wird in ihrer Fabrik im Herzen des berühmten Motor Valley in Italien produziert. Ende des Jahres soll die Produktion beginnen, um mit der Auslieferung Anfang 2018 zu beginnen.

Aktueller Verkaufspreis wird mit 12.000 Euro angegeben. Wobei es aktuell noch keine fixen Verkaufspunkte gibt. Aktuell werden bisher nur Reservierungen entgegengenommen. Man darf sicherlich gespannt sein, wie sich das Elektrofahrzeug Microlino weiter entwickelt und ob wir diesen tatsächlich ab 2018 auf Deutschlands Straßen sehen.

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Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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