CTEK stellt 1000 Ladepunkte für Europas größtes Elektroauto-Parkhaus in Stockholm

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CTEK

Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 3 min

Ein Blick in die Zukunft von Großstädten: Das schwedische Unternehmen CTEK ist mit der städtischen Parkgesellschaft Stockholm Parkering an Europas größtem Einzelprojekt für Elektroautos beteiligt. Nach knapp acht Jahren Bauzeit wurde das Parkhaus im neuen Stadtentwicklungsgebiet Hagastaden eingeweiht und 800 der geplanten 1000 Ladepunkte in Betrieb genommen.

Mit 6000 neuen Wohnungen zählt Hagastaden zu den größten Stadtentwicklungsgebieten Stockholms und bietet außerdem mehr als 50.000 Arbeitsplätze. Die 550 Meter lange Parkfläche ist das siebte Parkhaus der Stadt, in dem 100 Prozent der Stellplätze mit E-Ladestationen ausgestattet sind. Das „P-hus Hagastaden“ ist vollständig unterirdisch und besteht aus drei Stockwerken, in dem Anwohner sowie Besucher parken können.

Jeder der Parkplätze ist mit einem CTEK Chargestorm Connected 2 EV-Ladegerät ausgestattet, das durch die dynamische Nanogrid-Lastmanagementlösung von CTEK unterstützt wird, um eine Überlastung des Stromnetzes zu vermeiden. Geplant ist, das Gesamtprojekt bis 2026 zu finalisieren. Stockholm Parkering investierte rund 67 Millionen Euro in den Bau des innovativen Parkhauses und hiervon mehr als zwei Millionen Euro in die Ladeinfrastruktur.

Eine Investition dieser Größenordnung zeigt, dass Stockholm bei den Maßnahmen für einen Umstieg auf einen fossilfreien Verkehr in den europäischen Hauptstädten führend ist“, sagt Cecilia Routledge, Global Director Energy and Facilities bei CTEK. „Für CTEK ist das Projekt auch ein Beweis dafür, dass sich unsere mehrjährige Zusammenarbeit mit Stockholm Parkering weiterentwickelt. Wirtschaft und Regierung müssen in Mobilitätsfragen eng zusammenarbeiten, wenn wir unsere gesetzten Klimaziele erreichen wollen.“ Das Ziel des Projekts ist es, der steigenden Nachfrage nach Elektroautos durch die Errichtung der nötigen Infrastruktur nachzukommen und einen Teil zur Elektrifizierung des Verkehrs beizutragen: „Wir hoffen, den Ausbau der Ladeinfrastruktur weiterhin voranzutreiben und mit derselben Geschwindigkeit auch in Deutschland fortzuführen.

Die Stadt Stockholm plant bis Ende 2030 mehr als 100.000 neue Ladestationen für Elektroautos zu installieren, auf allen Parkplätzen in der Innenstadt und in den Außenbezirken der Stadt. So soll planmäßig eine öffentliche Ladestation je 16 Einwohner des Stockholmer Bezirks, bei einer Einwohnerzahl von 1,6 Millionen, zur Verfügung stehen. Im Vergleich dazu gibt es derzeit rund 52.000 öffentlich zugängliche Ladepunkte in Deutschland, davon sind 1700 in Berlin. Würde die deutsche Hauptstadt in der gleichen Verbreitung wie Stockholm Ladepunkte installieren, benötigte sie bis 2030 etwa 237.500 Ladepunkte für ihre 3,8 Millionen Einwohner. Das ist fast das 118-fache der circa 2000 Ladepunkte, welche die Stadt laut aktueller Planung im Zeitraum 2022 bis 2030 anstrebt.

Mit der Erfahrung aus Schweden will sich CTEK zukünftig auch in Deutschland engagieren, um hier das ehrgeizige Ziel der Regierung – bis 2030 etwa 15 Millionen E-Autos auf Deutschlands Straßen – zu unterstützen.

Quelle: CTEK – Pressemitteilung vom 02.06.2022

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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David:

Die Firma hat ja einen sehr guten Ruf von Liebhaberstücken mit Verbrennungsmotor, die mit Ladegeräten dieser Firma fast standardmäßig zwischen den geringen Nutzzeiten am Leben erhalten werden. Insofern lässt sich darauf aufbauen, weil man ihnen Kompetenz zutraut und sie haben sicher auch Finanzkraft am Start.

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