Citroën zeigt Ami for All für Menschen mit Rollstuhl

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Michael Neißendorfer
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  —  Lesedauer 3 min

Citroën präsentiert den „Ami for All“ ein Fahrzeugkonzept für Menschen mit eingeschränkter Mobilität, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind. Entwickelt wurde das Fahrzeug gemeinsam mit Pimas, einem Spezialisten für die Umgestaltung von Fahrzeugen. Der „Ami for All“ wurde an mehreren Stellen angepasst und integriert technische Entwicklungen wie die Erhöhung des Öffnungswinkels der Tür, eine spezielle Vorrichtung für den Wechsel vom Rollstuhl zum Autositz, eine manuelle Steuerung zum Beschleunigen und Bremsen, eine Kugel am Lenkrad, um das Lenken zu erleichtern, und eine Lösung für den Transport des Rollstuhls.

Mit dem „Ami for All“ will Citroën denjenigen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, eine erschwingliche Elektromobilitätslösung bieten, die keinen Pkw-Führerschein erfordert, und somit ein Stück mehr Unabhängigkeit zurückgeben. Der „Ami for All“ sei eine clevere Lösung, um ein aktives Leben zu führen und sich sozial zu integrieren, ohne von einer dritten Person oder von öffentlichen Verkehrsmitteln abhängig zu sein.

„Der Ami for All entspricht perfekt der Philosophie des Ami, eine konkrete Antwort auf den Zugang zur Mobilität für alle zu sein. Ami hat die Leichtigkeit in Mikro-Fahrzeuge gebracht und Jugendlichen, älteren Menschen und Menschen ohne Pkw-Führerschein mehr Unabhängigkeit gegeben. Wir freuen uns, eine technische Lösung vorstellen zu können, um diese Bewegungsfreiheit auf Menschen mit eingeschränkter Mobilität auszudehnen und arbeiten daran, dieses Projekt kurzfristig realisierbar zu machen.“ – Thierry Koskas, Geschäftsführer von Citroën

Durch sein kompaktes Format ist der Ami agil und einfach zu parken. Sein geringer Platzbedarf gestalte auch das Handling einem Rollstuhl einfacher, gerade in stets überfüllten Innenstädten. Auch seine geringe Höhe vereinfacht den Zugang. Mit bis zu 45 km/h und mit einer Reichweite von 75 km erfüllt er die Bedürfnisse des Alltags. Anstelle eines Fußpedals ist ein manuell zu bedienender Hebel verbaut, den man einfach ziehen oder schieben muss, um zu Beschleunigen oder Bremsen. Um trotzdem gleichzeitig komfortabel lenken zu können, ist am Lenker eine drehbare Kugel verbaut. Per Haushaltssteckdose kann der Ami innerhalb von vier Stunden wieder vollständig aufgeladen werden.

Citroen-Ami-Rollstuhl
Citroën

Für den Transport des Rollstuhls gibt es zwei Lösungen. Er kann Im Bereich des Beifahrerraums platziert werden. Dafür müssen die Räder des Rollstuhls demontiert werden und können dann mit einem speziell dafür entwickelten Gurt im Fußraum befestigt werden. Die Räder passen perfekt in diesen Stauraum. Der gefaltete Rollstuhl wiederum findet seinen Platz auf dem Beifahrersitz, ebenfalls gesichert mit einem speziellen Gurt. Will man die Fahrt zu zweit antreten, kann der Rollstuhl dank eines Aluminium-Gepäckträgers auch bequem am Heck des „Ami for All“ platziert werden.

Quelle: Citroën – Pressemitteilung vom 05.06.2023

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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Herwig:

Dass selbst bei Solo-Fahrt der Rolli zerlegt werden muss, um ihn im Fahrzeug transportieren zu können, ist aber nicht wirklich benutzerfreundlich!

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