BMW zeigt Elektro-Gran-Coupé i4 ohne Tarnung

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Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 3 min

BMW hat den von vielen E-Auto-Enthusiasten heiß ersehnten i4 erstmals ohne Tarnung gezeigt. Und damit ehrlich gesagt in Sachen Design – bis auf ein paar blaue Applikationen und neue Stoßfänger – kaum neues. Kein Wunder, handelt es sich beim i4 doch lediglich um die elektrifizierte Version des 4er Gran Coupé der Baureihe G26. Was unter der Haube der verschiedenen Modellvarianten steckt, ist allerdings weitaus spannender: Bis zu 590 Kilometer Reichweite laut WLTP schreibt BMW dem i4 zu, und bis zu sportlichen 390 kW (530 PS) und eine Beschleunigung von Null auf 100 in gut 4 Sekunden.

Die Abstriche beim Design liegen der BMW-Strategie zugrunde, zunächst keine Elektroautos mehr auf eigenen Plattformen zu bauen, wie es noch beim i3 der Fall war. Ergo teilt sich der i4 viele Bauteile mit dem 3er bzw. dem darauf aufbauenden 4er und steht auf der Cluster Architecture (CLAR II-Plattform), die sowohl für Verbrenner- als auch reine Elektroantriebe und Plug-in-Hybride ausgelegt ist. Die Münchner nennen diese Strategie „Power of Choice“.

BMW-i4-Elektroauto-Heck
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Mit seinem sportlichen Design, der besten Fahrdynamik seiner Klasse und einem emissionsfreien Antrieb ist der i4 ein BMW im besten Sinn. Mit ihm ist Elektromobilität im Kern der Marke BMW angekommen“, sagt Pieter Nota, Mitglied des Vorstands der BMW AG, zuständig für Kunde, Marke und Vertrieb, über das voll elektrische, 4-türige Gran Coupé, dessen Marktstart für 2021 geplant ist, inklusive eines BMW M Performance Modells als leistungsstärkste Variante. Die BMW i4 Modellreihe wird dem Hersteller zufolge in verschiedenen Versionen erhältlich sein, die Reichweiten von bis zu 590 km (WLTP) ermöglichen. Das Topmodell des i4 beschleunigt mit einer Leistung von bis zu 390 kW (530PS) in 4 Sekunden von 0 auf 100 km/h, so der Hersteller in einer aktuellen Mitteilung.

Gerüchten zufolge soll es den i4 zum Marktstart zunächst in drei Versionen geben: Davon zwei Modelle mit Heckantrieb, wobei sich das schwächere der beiden in Sachen Motorleistung am SUV iX3 orientieren könnte, der 210 kW (286 PS) auf die Straße bringt. Zudem soll ein etwas sportlicherer Hecktriebler mit gut 243 kW (330 PS) in der Pipeline stehen. Als einziges Allrad-Modell mit zwei Elektromotoren soll zum Marktstart die M-Version des i4 zu haben sein, welche die bereits erwähnten 390 kW leisten soll. Das M-Performance-Modell als Top-Modell soll sich zudem durch größere Räder, eine vergrößerte Bremsanlage, aggressivere Schürzen und einen Heckspoiler auszeichnen.

BMW-i4-Elektroauto-Seite
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Die 80 kWh fassende Batterie sei auf eine Ladeleistung von bis zu 150 kW ausgerichtet, heißt es, womit sie sich in gut 35 Minuten auf rund 80 Prozent ihrer Kapazität aufladen lassen soll. Dies entspricht einer Ladedauer von gut sechs Minuten für eine Reichweite von 100 Kilometern. Vollständige und offizielle Details und Daten zum i4 will BMW in den kommenden Wochen veröffentlichen.

Quelle: BMW – Pressemitteilung vom 17.03.2021

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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Wolfbrecht Gösebert:

„Also was ist daran schlecht?“

Was kannst Du an den genannten Punkten nicht verstehen?

  • Wieder nur ein verkrampfter Verbrennerumbau
  • Ohne Kosten- u. Effizienzvorteile einer echten e-Plattform!!!
  • Motorhaubenplatzvergeudung fast wie für einen 12-Zylinder
  • Der hochnotpeinlich-aggressive Monsterkühlergrill!

Ja, es ist ein eAuto – aber ein schlechtes Beispiel dafür!

KleinFritzchen:

Doch, es ist leider wie Reiner schon sagte:

Die Front ist einfach nur schrecklich. Aber das soll wohl so sein, um im Rückspiegel einen agressiven Eindruck zu machen!

Hiker:

Ich nenne Dir zwei: es ist ein BMW und es ist ein quasi Deutsches Auto. Ach, und es ist ein BEV! Nichts was ich toll finde oder haben möchte, brrr mir zu gruselig. Aber viele Deutsche werden das „Ding“ gerade aus den genannten Gründen kaufen. Da fällt mir gerade noch etwas ein: es ist kein Tesla :-)

Hiker:

Was ist bloss aus dem Pionier der Elektromobilität geworden. Ein umgebauter Verbrenner mit dicken Rädern und protzigen 530 PS? Warum meinen die Deutschen Autobauer sie müssten unbedingt Tesla nachbauen? Von BMW hätte ich mir etwas mehr Mut und Innovation erwartet. Matrixlicht und HUD gegen Tesla ist ein ziemlich mageres Argument. Und bevor jetzt wieder über Spaltmasse und Qualität gemeckert wird: geschenkt. Das wird auch nicht mehr lange vorhalten. Ich bin jedenfalls nur mässig begeistert von diesem Elektroauto. Einziges dickes plus: es ist ein BEV geworden.

corn:

Proportionen oldschool, grauselige Frontpartie, schade, Chance verpasst, ein für den E-Antrieb optimiertes Auto zu bauen…

Bobby Gee:

BMW meint wohl noch immer, das mit der Elektromobilität geht vorüber.
Die große Schweinchen-Nase – oder sagen wir die Biber-Zähne, der unnütze Kardantunnel, die lange, ebenfalls unnütze „Motorhaube“ vorne … nenne mir einen Grund, das Ding zu kaufen!

Stefan Balz:

Aber diese Front geht gar nicht. Sorry.

Mike:

Ist mir doch relativ egal, wie das Fahrzeug in der Werbung aussieht, ich konfiguriere es mir eh nach meinen Vorlieben. Ich würde mir beispielsweise nie im Leben ein weißes Auto kaufen. Schwarz ist mehr oder weniger obligatorisch.

Saran:

Besonders schön finde ich hinten die vorbereiteten Auspuffschächte. Es handelt sich hier anscheinend um einen umgebauten Verbrenner. Ist das amüsant.

Jörg Leiß:

Also wenn ich mir die Zahlen so angucke, 6 Min laden für 100 KM Reichweite und 35 Min um auf 80% zu kommen, dann bedeutet das eíne Reichweite bei 100% von 729KM und das bei einer Kapazität von 80kWh. Dann ist der Wagen ja effizienter als ein Hyundai Ioniq, da er nur knapp 11kWh auf 100 KM verbrauchen darf.
Ich weiß da steht circa und ungefähr, aber das wird weder circa noch ungefähr hinkommen. Der wird einen Verbrauch wie der e-tron und EQC haben und entsprechend wird die Reichweite sein.
Warum können nicht einfach mal realistische Zahlen genannt werden.
Ich will das Auto nicht schlecht reden, vielleicht schafft BMW ja noch die Kurve, aber warum man bei einem E-Auto immer noch einen Kühlergrill groß wie ein Scheunentor einbauen muss, erschließt sich mir nicht, davon abgesehen, dass es, meine Meinung, hässlich aussieht.

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