BMW startet Produktion des Elektro-Kombis i5 Touring

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Michael Neißendorfer
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  —  Lesedauer 3 min

Im BMW Group Werk Dingolfing hat Anfang März der neue BMW 5er Touring seinen offiziellen Fertigungsstart gefeiert. Als erster Kombi von BMW ist er nicht nur als Benziner, Diesel und Plug-in-Hybrid, sondern auch in einer vollelektrischen Variante verfügbar. Der BMW i5 Touring ist damit das vierte reine Elektromodell, das binnen nicht einmal drei Jahren im Werk Dingolfing in Serienproduktion geht.

Er wird von Beginn an in zwei Varianten angeboten. Im i5 M60 xDrive Touring, der ab 101.500 Euro in der Preisliste steht, bilden zwei Antriebseinheiten an der Vorder- und an der Hinterachse gemeinsam einen bis zu 442 kW (601 PS) starken elektrischen Allradantrieb. Das Systemdrehmoment beträgt bis zu 820 Nm bei Aktivierung der M Launch Control oder M Sport Boost Funktion. So spurtet das Topmodell in 3,9 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100, sein Höchsttempo wird elektronisch auf 230 km/h begrenzt.

Die an der Hinterachse angeordnete E-Maschine des BMW i5 eDrive40 Touring, zu haben ab 72.200 Euro, erzeugt eine Höchstleistung von 250 kW (340 PS) sowie ein maximales Drehmoment von bis zu 430 Nm mit Sport Boost beziehungsweise Launch Control Funktion. Die Beschleunigung von null auf 100 km/h absolviert der i5 eDrive40 Touring in 6,1 Sekunden.

In beiden Modellen stellt die im Unterboden verbaute Hochvoltbatterie einen nutzbaren Energiegehalt von 81,2 kWh zur Verfügung. Neben den effizienten E-Maschinen tragen die adaptive Rekuperation sowie Wärmepumpen-Technologie für Heizung und Kühlung von Innenraum, Antrieb und Hochvoltbatterie zur Langstreckentauglichkeit des i5 Touring bei. Die im WLTP-Testverfahren ermittelte Reichweite beträgt 445 bis 506 Kilometer für den i5 M60 xDrive Touring beziehungsweise 483 bis 560 Kilometer für den i5 eDrive40 Touring.

Das Aufladen der Batterie mit Wechselstrom kann serienmäßig mit einer Leistung von bis zu 11 kW und optional mit bis zu 22 kW erfolgen. Gleichstrom kann mit einer Leistung von bis zu 205 kW geladen werden.

„Der BMW 5er Touring ist ein sehr wichtiges Fahrzeug, auf das viele Kunden warten“

Gerade für Deutschland und den europäischen Markt ist unser BMW 5er Touring ein sehr wichtiges Fahrzeug, auf das viele Kunden warten“, sagt Werkleiter Christoph Schröder. Ab Ende Mai habe dieses Warten ein Ende. Denn dann stehe die inzwischen sechste Touring-Generation in den Showrooms der Händler und die ersten Fahrzeuge gehen in Kundenhand, so BMW in einer aktuellen Mitteilung. Bestellungen für das neue Modell sind bereits jetzt möglich.

Das Werk Dingolfing ist seit dem Anlauf der ersten Generation im Jahr 1991 exklusiver Produktionsstandort für die Touring-Modelle der BMW 5er Reihe. Insgesamt über 1,2 Millionen Exemplare rollten seither von den Bändern des niederbayerischen BMW-Werks.

Wie schon der Vorgänger wird der neue 5er Touring – unabhängig von der Antriebsvariante – flexibel im Mix mit Modellen der 5er Limousine sowie Modellen der BMW 4er und 6er Reihe auf einem Montageband gefertigt. Die werksseitigen Investitionen für den neuen 5er Touring belaufen sich auf rund 80 Millionen Euro.

Der BMW 5er ist Teil der Dingolfinger DNA“, so Werkleiter Christoph Schröder, „und mit dem Anlauf des neuen Touring machen wir den nächsten wichtigen Schritt bei der Erneuerung unserer Erfolgsbaureihe.“ Im vergangenen Jahr standen Fahrzeuge der 5er Reihe für rund ein Drittel der Dingolfinger Produktion. Dieser Anteil könnte 2024 mit dem neu verfügbaren Touring deutlich in Richtung 50 Prozent zunehmen.

Quelle: BMW – Pressemitteilung vom 01.03.2024

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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Ihr Arzt und Apotheker:

Wenn ich mir statt dem kleinen BMW Kombi für 72k€ zwei MG5 Kombis hole, bleibt noch genug Geld für einen netten Urlaub über.

Johannes:

Wir haben auf openinverter.org ein Akkupack auseinander genommen. Da sieht man recht gut, welche (teuren) Kompromisse für „Power of Choice“ gemacht werden. Während reine E-Autos eine Bodenplatte, eine Kühlplatte und dann eine Lage Akkus haben, muss BMW stapeln um auch das Volumen im Kardantunnel nutzen zu können. Dazu sind dann wiederum 2 Modulgeometrien notwendig. Verkabelung- und Schlauchung ist auch erheblich komplizierter. Also kein Wunder, dass er für das Gebotene recht teuer ist

MMM:

Wenn du meinst… ;-)

Flo:

Die technischen Daten sind schwach und der Preis viel zu hoch, da werden die meisten den Diesel nehmen.

Silverbeard:

Dann doch lieber den Tesla Y. das ist zwar kein klassischer Kombi, kann aber alles, was der BMW kann, fast zum halben Preis.

Silverbeard:

Endlich ein Kombi, der für Familien bezahlbar ist…

MMM:

Der 5er Touring hat sich in der Vergangenheit gut verkauft.
i5 Limos sind bereits unterwegs – wurden scheinbar also auch gekauft/geleast.

Wer es unbedingt schlecht reden will, kann das natürlich machen.
Trotzdem sind E-Kombis selten.
BMW hat einen, VW hat einen, NIO (der Vollständigkeit halber) hat einen, MG hat einen (alten), Opel/Stellantis hat einen.
Wollen wir jetzt eine Liste machen, wer so alles keinen hat?

brainDotExe:

Der 5er (Touring) ist seit gefühlt Ewigkeiten bei Geschäftskunden sehr beliebt.
Da zählt der Listenpreis auch nur für die Steuer, da meist sowieso Leasing zu Sonderkonditionen stattfindet.

Stefan:

„Der BMW 5er Touring ist ein sehr wichtiges Fahrzeug, auf das viele Kunden warten“ Bei einem Preis ab ab 72.200 Euro bin ich gespannt, ob das wirklich so ist. Viel Glück jedenfalls……

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