BMW mit Elektroautos weiterhin deutlich im Plus

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Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 2 min

In einem weltweit anspruchsvollen Marktumfeld gelang es der BMW Group, in den ersten neun Monaten des Jahres beim Absatz vollelektrischer Fahrzeuge mit 294.054 ausgelieferten Elektroautos einen Zuwachs von +19,1 Prozent zu erzielen. Die Marke BMW verzeichnete dabei mit 266.151 verkauften vollelektrischen Modellen einen Anstieg von +22,6 Prozent. Auch die Marke Mini erzielte ein Plus, im dritten Quartal stieg der Absatz vollelektrischer Fahrzeuge mit 16.536 Auslieferungen um +54,3 Prozent.

In Europa lieferte die Marke BMW von Januar bis September 577.803 Autos aus (+7,6 Prozent). Besonders hohe Nachfrage zeigte sich u.a. in den Ländern Großbritannien, Italien und Frankreich. Zudem konnte die Marke BMW insbesondere in der europäischen Region mit ihren Elektroautos punkten, mit 121.844 ausgelieferten E-Autos und einem Zuwachs von +35,8 Prozent.

Insgesamt lieferte die BMW Group per September 1.754.158 Autos der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce aus (-4,5 Prozent). Ursache für die rückläufige Entwicklung sind zum einen die weltweiten Ausliefersperren im Zusammenhang mit dem zugelieferten Integrierten Bremssystem (IBS), welche maßgeblich das dritte Quartal beeinflusst haben, sowie ein schwieriges Marktumfeld in China. Die BMW AG hatte aufgrund dieser Entwicklung Mitte September die Absatzziele für das Geschäftsjahr 2024 angepasst.

Unsere vollelektrischen Fahrzeuge überzeugen unsere Kunden weltweit – das deutlich zweistellige E-Auto-Wachstum in den ersten neun Monaten des Jahres stellt dies unter Beweis“, sagte Jochen Goller, Mitglied des Vorstands der BMW AG, zuständig für Kunde, Marken und Vertrieb. „Auch in der Region Europa erzielten wir ein Absatzwachstum. Die Marke BMW gewann in Europa Marktanteile und zeigte in der Region somit eine deutlich bessere Entwicklung als der Gesamtmarkt“, so Goller.

Die Marke BMW verzeichnete von Januar bis September bei den vollelektrischen Fahrzeugen eine besonders hohe Nachfrage mit 266.151 (+22,6 Prozent) verkauften E-Autos. Eine positive Absatzentwicklung zeigten hier vor allem der Kompakt-SUV iX1 und die Elektrolimousine i4. Insgesamt verkaufte die Marke BMW in diesem Jahr bislang 1.583.485 Autos (-2,3 Prozent). Die Performance-Sparte BMW M lieferte in den ersten neun Monaten des Jahres 146.574 Fahrzeuge aus (+2,0 Prozent).

Die Marke Mini, die in diesem Jahr ihr gesamtes Portfolio erneuert, übergab in den ersten neun Monaten des Jahres 166.703 (-20,9 Prozent) Autos in Kundenhand. Im dritten Quartal verzeichneten vor allem die vollelektrischen Minis positive Nachfrage, mit 16.536 ausgelieferten E-Autos und einem Zuwachs von +54,3 Prozent. Die Marke Rolls-Royce lieferte in den ersten neun Monaten des Jahres insgesamt 3970 Autos an Kunden weltweit aus (-12,8 Prozent).

Quelle: BMW – Pressemitteilung vom 10.10.2024

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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Smartino:

Hat es bei der Umstellung von Dampfloks zu Elektroloks zuerst eine Mischform gegeben? Elektromotor im Dampfkessel und Stromabnehmer auf dem Kamin? Und der leere Tender wurde mitgeschleppt wie die Luft in der halbleeren, überlangen Motorhaube? Und der störende und überflüssige Kardantunnel, wird der aus Nostalgiegründen beibehalten?

Roman L.:

Plattform des Minis hat ja nichts mit BMW zu tun, weil du oben die BMW Plattform erwähnt hast. Damit wären es für Q3 nur noch etwas weniger als 90.000 EVs auf BMW Mischplattform.
Dein Tipp für Q4 bzw 2024? BEV Ziel wird bei BMW ja in % zu Gesamtverkäufe angegeben, nicht absolut. Denke, von den jetzigen +35% bleiben vielleicht noch 5-10% auf das Gesamtjahr.
Weißt du, gelten die +100% Zoll für Chinaautos in die USA auch für den neuen Mini? In der EU wird er diese Extrasteuer wohl haben.

egon_meier:

Ich mag die BMW nicht aber sie haben auf ein VErbrenner-Outfit gesetzt. Keiner sieht dass es ein BEV ist.
Klappt … deswegen läuft auch der Enyaq im VW-Konzern so gut.

Releit:

Vielleicht verkauft BMW gerade deswegen so viele E-Autos, weil sie meist nicht danach aussehen?
Vielleicht möchten viele Leute ein E-Auto fahren, wollen aber nicht, dass Andere es bemerken?
Das verbreitet negativ E-Image könnte die Ursache sein.

Hans Christoph Thumm:

Es kommt eben auf das Ergebnis an!! Der BMW i4 zum Beispiel ist die Abstand beste E-Limousine ( in der Summe aller Eigenschaften ), die weltweit zu finden ist.
Insofern ist der Erfolg zwangsläufig, auch wenn es etwas gedauert hat bis es die meisten Interessenten gemerkt haben.

Dr. Kralle:

Mir gefällt das neue Design auch nicht. Ist aber subjektiv und anscheinend gibt es genug Menschen, die das schön finden. Ist doch prima für BMW, prima für das Thema E-Mobilität und prima für Deutschland. In Summe kann man nur sagen „weiter so“ und liebes VW und Mercedes, schaut mal zu eurem Wettbewerber rüber.

brainDotExe:

Du hast den Rückruf und Produktionsstopp wegen der Conti Bremse mitbekommen?

4% Minus sind für diese Verhältnisse noch sehr gut.

Ist ja egal wodurch ein schlimmeres Minus vermieden wurde, die Minis Made in China sind ja keine schlechten Autos. War der iX3 auch nicht.

Roman L.:

Naja, die Treppe zeigt wieder südwärts. Selbst mit einer, über die Jahre hinweg, linearen Linie knickt es ziemlich.
Ist ja ein MINUS von ca. 4% gegenüber dem Q2, und wie im Artikel hervorgehoben, ein schlimmeres Minus durch die vielen chinesischen Minis vermieden (die davon EU „X1“ Countrymans weißt du wahrscheinlich).
Um die erwähnten +35% für das Gesamtjahr 2024 zu halten, braucht es im Q4 knapp 200.000 BEV-Verkäufe, oder ein Plus von ca. 100% ggü. Q3 oder +55% ggü. Q4/23.

brainDotExe:

Glückwunsch BMW, vollkommen verdient.

Ich erinnere an dieser Stelle nochmal an so Aussagen vor einigen Jahren:

– mit „umgebauten Verbrennern“ kann man nicht konkurrenzfähig sein
– Mit einer Mischplattform geht man nur Kompromisse ein
– Eine Mischplattform wirft keinen Gewinn ab
– Das neue BMW Design will keiner
– Eine Mischplattform führt zu ineffizienten Autos

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