Aiways baut in China Supercharger mit Künstlicher Intelligenz auf

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Aiways

Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 2 min

Der chinesische Autohersteller Aiways baut in China erste „AI smart supercharge“ Ladestationen auf. Dabei handelt es sich um eine Zusammenarbeit mit dem CATL-unterstützten Unternehmen Shanghai Kuaibu New Energy Technology (KBVIP). Die erste smarte Schnellladestation soll im September in der Nähe der Aiways Produktionsstätte in Shangrao in Betrieb genommen werden, jede Station soll über sechs bis zwölf Ladepunkte verfügen.

Aiways und KBVIP planen insgesamt den Aufbau von mehr als 100 solcher Stationen in ganz China. Aiways hat dafür ein Abkommen über ein Joint Venture mit KBVIP abgeschlossen und wird damit zum ersten chinesischen Elektrofahrzeug-Start-up, das Ladestationen, Speichertechnologie und Batterieüberprüfungen in einer Lösung anbietet.

Mit einem Geschäftsanteil von 65 Prozent will Aiways zusammen mit dem von CATL-unterstützten Unternehmen KBVIP daran arbeiten, ein Netzwerk an smarten Schnellladestationen in ganz China zu errichten. Jede Station werde im Stande sein, Strom mit Hilfe eines Photovoltaiksystems zu generieren, Strom zu speichern, Elektroautos zu laden und Batterien auf „Herz und Nieren“ zu prüfen, wie Aiways mitteilt. Während des Ladevorgangs sollen Nutzer Funktionen wie Batterieüberprüfung und Zwei-Wege-Ladetechnologie (V2G), zum Laden und Entladen, in Anspruch nehmen können.

Basierend auf dem kommenden Aiways-Servicedienst zum Batteriezustand, erhalten Nutzer bei Bedarf während des Ladevorgangs innerhalb von 20 Minuten auch einen Batterietestbericht. Dieser Bericht soll Kunden dabei helfen, den Batteriestatus ihres Autos zu verstehen und so einen individuellen Service zu gestalten. Die Ladestationen sollen jeweils zwischen sechs und zwölf Ladepunkte aufweisen, welche gleichzeitig genutzt werden können. Zur Leistungsabgabe macht Aiways keine Angaben. Jeder Ladepunkt soll aber dazu fähig sein, den Aiways U5, dessen Batterie 63 kWh fasst, in 30 Minuten von 30 auf 80 Prozent aufzuladen.

Das neue Joint Venture mit KBVIP ist Teil der Mission von Aiways, Kunden individuelle Mobilitätslösungen zu bieten und mehr Menschen Elektroautos als praktikable Möglichkeit nahe zu bringen. Aiways hat dafür auch bereits in die Batteriewechseltechnologie investiert. Mit der neuesten will Aiways das anhaltende Investment in innovative Ladelösungen demonstrieren.

Quelle: Aiways – Pressemitteilung vom 02.07.2021

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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Tobi:

Der U5 als 4×4 wäre ein sehr gutes Auto. Die Chinesen kommen. Selber Schuld! Vorsprung durch Technik war mal vor langer Zeit.

Anonymous:

Das Prinzip Powerbank nutzt beim Handy jeder – warum tut man sich beim BEV damit so schwer?
Nur, weil es hier noch an genügend Zellen mangelt !
Aber das ändert sich künftig ja Gott sei Dank :-)

Ali G.:

Schön das Aiways dies tut.

Wenn ich aber das Verhalten Kunden ggü. von Aiways Deutschland sehe, dann wünsche ich auch dort etwas mehr intelligenz. Diese müsste nicht einmal künstlich sein.

Aiways ist als Firma nicht zu empfahlen. Der U5 ist jedoch ein gutes, qualitativ hochwertiges Auto. Als Kunde steckt man in der Zwickmühle. Gehen oder bleiben…

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