ADAC Opel Electric Rally Cup: Resümee 2023 und Ausblick 2024

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Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 5 min

Der ADAC Opel Electric Rally Cup „powered by GSe“ hat in seiner dritten Saison wieder elektrisierenden Rallyesport auf hohem Niveau geboten – mit Cup-Läufen, Wettkämpfen und einer nachhaltigen Konzeption, die schon jetzt die Vorfreude auf das Jahr 2024 steigern, so Opel in einer aktuellen Mitteilung. Die Vorbereitungen auf die vierte Saison des Cups laufen demnach bereits auf Hochtouren. In fünf Ländern werden dann wieder zahlreiche Nachwuchs-Teams in acht Wertungsläufen um Punkte wetteifern – und das lokal emissionsfrei.

Elektrisch und nachhaltig: Erfolgreiche Electric Rallye-Bilanz 2023

In den vergangenen Monaten lieferten sich Teams aus sieben Nationen, darunter drei rein weibliche Cockpit-Besatzungen, heiße Kämpfe um Zehntelsekunden. Bis zu 15 der 100 kW (136 PS) starken Opel Corsa Rally Electric standen am Start der acht Wertungsläufe in Deutschland, Frankreich, Österreich und der Schweiz.

Das Saisonfinale und -highlight gleichermaßen bildete der erste Einsatz elektrischer Rallyefahrzeuge bei einem Lauf zur FIA Rallye-Weltmeisterschaft. Die Central European Rally mit Wertungsprüfungen in Deutschland, Österreich und Tschechien stellte eine besondere Herausforderung dar, die von den Cup-Teams und ihren Elektro-Rennern mit Bravour gemeistert wurde.

Dabei sei die Saison nicht nur spannend, sondern auch nachhaltig gewesen. Dies habe auch die Fachjury des Deutschen Motor Sport Bundes (DMSB) unterstrichen: Sie hat dem Rüsselsheimer Automobilhersteller den „DMSB-Nachhaltigkeitspreis 2023“ verliehen. Damit würdigte die oberste deutsche Motorsport-Behörde das zukunftsweisende Konzept des ADAC Opel Electric Rally Cup „powered by GSe“ mit dem seriennahen batterie-elektrischen Corsa Rally Electric und der dazugehörigen Infrastruktur.

Spannung bis zum Schluss: Titelentscheidung fällt beim Saisonfinale

Sportlich ließ der ADAC Opel Electric Rally Cup 2023 kaum Wünsche offen. Nach einem stets hart, aber in aller Fairness geführten Zweikampf über die gesamte Saison fiel die Titelentscheidung zwischen Calle Carlberg (23, Schweden) und Max Reiter (23, Dillingen) erst beim Saisonfinale. Vor den Augen der Rallye-WM-Elite und rund 125.000 Motorsport-Fans stand der Österreicher Luca Pröglhöf (24) erstmals auf der obersten Stufe des Siegertreppchens. Der viermalige Saisonsieger Carlberg sicherte sich mit Platz 2 den Cup-Gesamtsieg vor Reiter, der sich nach einem Reifenschaden zu Beginn des Finallaufs wieder bis auf den dritten Platz nach vorne gekämpft hatte. Dies reichte allerdings nicht, um den skandinavischen Widersacher im Gesamtklassement noch abfangen zu können.

Mit dem Titelgewinn hat sich Carlberg automatisch für den Einsatz in der Junior European Rally Championship (JERC) im ADAC Opel Rally Junior Team qualifiziert. In der Rallye Europameisterschaft wird sich der junge Schwede im kommenden Jahr mit den stärksten Rallye-Junioren des Kontinents messen.

Für viel Furore sorgte nicht zuletzt auch Sarah Rumeau. Die 28-jährige Französin startete mit einer Bestzeit in der ersten Wertungsprüfung des Saisonauftakts bei der ADAC Rallye Sulingen ins elektrische Abenteuer und mischte auch in der Folge stets im Kampf um die Spitzenplatzierungen mit. Insgesamt sechs Wertungsläufe beendeten Rumeau und ihre Beifahrerin Julie Amblard in den Top 4 und fuhren bei der Rallye Mont-Blanc Morzine ihren ersten Podestplatz im ADAC Opel Electric Rally Cup ein.

Ebenfalls stark unterwegs war die sechsmalige Französische Bergmeisterin Cindy Gudet, die im zweiten Corsa Rally Electric der FFSA Academy ein vielversprechendes Rallye-Lehrjahr hinlegte. Damit unterstrichen die Damen-Teams das Statement, das auch der außergewöhnliche, von der Berliner Künstlerin Elisa Klinkenberg gestaltete Opel Corsa Rally Electric in dieser Saison symbolisierte: „We drive our way. We are leaders. We drive with confidence. We drive with tailwind. Because we are many and we are loud. It’s time for a FEMALE DRIVE.

ADAC-Opel-Electric-Rally-Cup-Laden
Opel

Am Ende lagen mit Carlberg, Reiter, Pröglhöf, Rumeau und dem Niederländer Jari van Hoof fünf Fahrer aus fünf verschiedenen Nationen an der Spitze der 2023er Gesamtwertung des weltweit ersten elektrischen Rallye-Markenpokals.

Das beweist die hohe Ausgeglichenheit und internationale Vielfalt im ADAC Opel Electric Rally Cup, die sich auch in einer immer stärkeren Wahrnehmung unseres Projekts im In- und Ausland widerspiegeln“, betont Opel Motorsport-Chef Jörg Schrott. „Diese dritte Cup-Saison war noch umkämpfter und abwechslungsreicher als die beiden vorherigen. Wir hatten Teams aus sieben Nationen am Start, die drei Ladies-Crews waren eine absolute Bereicherung, und die acht Wertungsläufe boten alles, was Rallyesport so anspruchsvoll und faszinierend macht. Für die vierte Saison haben wir uns damit selbst die Latte sehr hoch gehängt. Doch unser Anspruch ist es natürlich, sie einmal mehr zu überspringen.“

Ausblick 2024: Acht Wertungsläufe in fünf Ländern

Der ADAC Opel Electric Rally Cup 2024 umfasst erneut acht Wertungsläufe. Der Saisonauftakt steigt, wie in den drei Jahren zuvor, mit der ADAC Rallye Sulingen. Diese zählt ebenso zur Deutschen Rallye-Meisterschaft (DRM) wie im August 2024 die ADAC Rallye Stemweder Berg. Insgesamt fünf Mal geht es für die Cup-Teams ins Ausland.

Nach einjähriger Pause kehren die flotten Stromer in die Niederlande zurück und starten unweit von Eindhoven bei der ELE Rally. Die Rallye Vosges Grand-Est ist Schauplatz des ersten von drei Cup-Läufen in Frankreich. Zur Rallye Mont-Blanc Morzine Anfang September kommt drei Wochen später die Rallye Coeur de France, die, wie der Name schon sagt, im Herzen des deutschen Nachbarlands rund um Vendôme stattfindet. Aus den vergangenen beiden Jahren bekannt und beliebt ist die Rallye Weiz in der Steiermark. Das Finale bildet erneut die Central European Rally vor den Augen der Stars aus der Rallye-Weltmeisterschaft und imposanter Fan-Kulisse.

Quelle: Opel – Pressemitteilung vom 06.12.2023

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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