Diese 7 E-Autos könnten einen Haushalt sehr lange mit Strom versorgen

Cover Image for Diese 7 E-Autos könnten einen Haushalt sehr lange mit Strom versorgen
Copyright ©

BMW

Daniel Krenzer
Daniel Krenzer
  —  Lesedauer 3 min

Immer mehr Elektroautos verfügen über Funktionen, die sie technisch in die Lage versetzen, auch als Akkuspeicher für zuhause zu dienen (V2H). Je größer der Akku dabei ist, desto länger reicht der Strom aus. Doch wie lange kann ein einzelnes Elektroauto eigentlich im Extremfall einem ganzen Haushalt zumindest theoretisch Strom liefern? Wir haben dies für die V2H-tauglichen Elektromodelle mit den größten Akkus (nutzbare Kapazität) einmal durchgerechnet und sind dabei von einem jährlichen Stromverbrauch von 2400 kWh ausgegangen (Rundungswerte).

Bei jedem Modell haben wir nur jeweils den größten verfügbaren Akku berücksichtigt. Bei mehreren Modellen mit dem gleichen Akku an Bord landet das günstigste in der Rangliste am weitesten vorne. Daraus ergibt sich folgende Topliste:

7. Platz: Cupra Born

In der Variante mit 170 kW starkem Motor gibt es den Bruder des VW ID.3 zu Preisen ab 46.450 Euro. Sein 77 kWh großer Akku könnte zumindest theoretisch besagtem Musterhaushalt für etwa 11,6 Tage Strom liefern.

6. Platz: VW ID.4

Auch auf dem nächsten Platz befindet sich ein Volkswagen mit dem 77 kWh großen Akku, der ebenfalls für 11,6 Tage Strom liefern würde. Den ID.4 Pro gibt es laut EV Database ab 46.335 Euro.

5. Platz: VW ID.7

Der in Kürze bestellbare Pro S der elektrischen VW-Limousine ist mit einem 86 kWh großen Akku ausgestattet und kostet voraussichtlich ab 60.000 Euro. Die noch etwas größere Batterie als in den anderen VW-Modellen würde 12,9 Tage lang Energie für unseren Musterhaushalt liefern können.

4. Platz: Kia EV9

Der Straßenkreuzer des koreanischen Autobauers hat einen 96 kWh fassenden Akku an Bord und kostet damit mindestens 76.490 Euro. Die große Batterie könnte den Haushalt 14,4 Tage lang mit Strom versorgen.

3. Platz: Volvo EX90

Volvo

 

Das elektrische Flaggschiff von Volvo hat sogar einen 107 kWh großen Akku an Bord und kostet damit mindestens 105.550 Euro. Die Batterie würde im Beispiel genug Energie für etwa 16,1 Tage liefern. Das Fahrzeug lässt jedoch wegen Software-Problemen aktuell noch auf sich warten.

2. Platz: Polestar 3

Polestar

Auch der neue Polestar 3 hat den Akku aus dem EX90 an Bord. Weil er aber „schon“ ab 95.200 Euro mit dieser riesigen Batterie zu haben ist, schafft er es auf Rang zwei in unserer Topliste – und liefert natürlich ebenfalls für 16,1 Tage Energie.

1. Platz: Lucid Air

Lucid

Der US-amerikanische Exot hat als Grand Touring sogar eine 112 kWh nutzbare Energie fassende Batterie verbaut. Mit Preisen ab 129.000 Euro ist dieser „Heimspeicher“ kein allzu günstiger, allerdings könnte der Akku unseren Musterhaushalt theoretisch 16,8 Tage mit Strom versorgen. All diese Fahrzeuge beherrschen zudem „Vehicle to Grid“ (V2G) und können zukünftig somit bei der Stabilisierung des Stromnetzes helfen.

Quelle: Datenquelle: EV Database

worthy pixel img
Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

Artikel teilen:

Schreib einen Kommentar und misch dich ein! 🚗⚡👇


wilfried:

wieso braucht ein abgeschaltetes Auto 300W Standby?

Thomas:

Der erste mit Durchblick. Leider ist derzeit weder v2h noch v2g zulässig in Deutschland. Ich arbeite schon eine Weile mit meinem ioniq 6 dran… es wird wohl noch eine Weile dauern

Georg Laackman:

Dieser Artikel sollte doch eigentlich nur zeigen, dass durch die Nutzung von Autoakkus langfristig das öffentliche Stromnetz stabilisieren kann, wo doch alle Welt von Speichern, Speichern, Speichern redet.
Autoakkus wären also eine wirklich gute Lösung dafür; nicht nur für das jeweilige Einfamilienhaus, bei dem man sich teure, separate Solardach-Akkus sparen kann wenn man ein entsprechendes EV hat.

Joachim Seinsche:

Kann das richtig sein??? 445.000 $ Verlust??

Raymond_NL:

Frage an die Experten; was ist denn die maximale Leistung bei V2H?
Wenn ich am Abend koche, die Wärmepumpe dreht usw., schaft V2H dann etwa 6 bis 8 kW?

Laden kann man ja auch mit etwa 11kW

Der Umdenker:

Ich dachte wirklich ich bekomme hier eine Aufstellung mit welchen Fahrzeugen ich Strom ins Haus einspeisen kann. Ein paar japanische Autos können das wirklich, alle mit Chademo-Ladestecker.
Noch zum Lucid, die verlieren pro verkauften Fahzeug 445.000$ Geld – wie lange noch (Bericht aus einer Handelszeitung).

Der Umdenker:

Kein FCEV kann Strom abgeben. H2 zu Hause Lagern und dann noch umfüllen. So ab 100’000 € ist man dabei.
Ferner mit Holz und Öl heizen wäre ja ok, aber mit was betreibt man Kühlschrank und Tiefkühltruhe. Wie heizt man ein ganzes Haus mit mehreren Stockwerken. Bei mir ist es eine WP mit maximal 1,5 kW pro Stunde, kommt auch bei bedektem Himmel im Winter vom Dach. In der Nacht vom Ioniq 5, da sind bis zu 50 kWh Energieentnahme erlaubt und das theoretisch jeden Tag, keine Jahresbegrenzung. Mit Holz heizen kann ich auch und zwar die Bodenheizung im ganzen Haus.

Ihr Arzt und Apotheker:

Aus Preis – Leistungssicht würde ich den MG5 long range erwähnen. 57kWh Akku netto, über V2L mit 2,5kW bis 20% entladbar. Als Neuwagen ca. für 30k€ zu haben.
V2H und V2G kann/darf übrigens keiner, hier fehlt in D noch die Gesetzgebung und Normung.
Von daher ist dieser Artikel mal wieder voll am Thema vorbei und nur reines click baiting.

C V:

Theorie und Praxis: leider limitierten die Autohersteller die Entlademenge ausserhalb des Autoverbrauchs. Beim ID. 4 sind es 4000 Std und 10.000kWh. Jeder kann für sich selbst ausrechnen, wann die verbraucht sind.

Alois:

Zu erwähnen ist noch, dass bei den Autos, die zum VW Konzern gehören in Summe max. 9000 kW zurückgeladen weden können. Dann schaltet diese Funktion für immer ab.

Ähnliche Artikel

Cover Image for EU: Marktanteil von E-Autos steigt auf 15,6 Prozent

EU: Marktanteil von E-Autos steigt auf 15,6 Prozent

Daniel Krenzer  —  

In Deutschland steigt der Anteil von Elektroautos in diesem Jahr besonders stark an. Frankreich hingegen schwächelte.

Cover Image for PEM: Europas Batterie-Industrie vor dem „Tal der Tränen“

PEM: Europas Batterie-Industrie vor dem „Tal der Tränen“

Sebastian Henßler  —  

Europas Batteriebranche kämpft mit hohen Kosten, fehlendem Know-how und dem Vorsprung asiatischer Wettbewerber – PEM-Professor Heimes zeigt die Folgen.

Cover Image for IAA: „Von deutschen Herstellern ist ein Modellfeuerwerk zu erwarten“

IAA: „Von deutschen Herstellern ist ein Modellfeuerwerk zu erwarten“

Michael Neißendorfer  —  

Kunden dürfen sich auf ultrakurze Ladezeiten und hohe Reichweiten freuen, so Capgemini-Analyst Sulek, die E-Mobilität wird also nochmals alltagstauglicher.

Cover Image for MG Motor will in zwei Jahren 13 neue E-Autos herausbringen

MG Motor will in zwei Jahren 13 neue E-Autos herausbringen

Daniel Krenzer  —  

Mit einer Produktoffensive will die SAIC-Marke vor allem auf dem Heimatmarkt mehr Kunden von seinen E-Autos überzeugen.

Cover Image for Porsche frischt den Elektro-Macan auf

Porsche frischt den Elektro-Macan auf

Michael Neißendorfer  —  

Porsche stattet den vollelektrischen Macan mit neuen Assistenzsystemen und digitalen Features aus. Im Fokus stehen mehr Komfort beim Parken, Laden und Ziehen.

Cover Image for Hyundai-Kia und Batteriehersteller arbeiten zusammen für sicherere Elektroautos

Hyundai-Kia und Batteriehersteller arbeiten zusammen für sicherere Elektroautos

Laura Horst  —  

Führende südkoreanische Autohersteller und Batterieunternehmen wollen gemeinsam die Batteriesicherheit verbessern und die Wettbewerbsfähigkeit stärken.