Tesla Cybertruck soll ab Jahresende profitabel werden

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Daniel Krenzer
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  —  Lesedauer 2 min

Der US-amerikanische Elektroautobauer Tesla hat die Produktionsraten seines ersten vollelektrischen Pick-Ups, dem Cybertruck, aktualisiert. Wie Teslarati berichtet, habe sich die Produktion im Vergleich zum ersten Quartal des Jahres im zweiten mehr als verdreifacht. Als konkrete Zahl wurden „mehr als 125.000“ genannt, was sich aber wohl auf die jährliche Produktion bezieht. Schon Ende dieses Jahres soll der Cybertruck profitabel sein, heißt es weiterhin. Das habe „enorme finanzielle Auswirkungen“, da sowohl die Herstellung als auch die Auslieferungen des Pick-Ups an Fahrt gewinnen würden, stellt Teslarati fest.

Angesichts dessen, dass der Cybertruck seit nicht einmal einem Jahr ausgeliefert werde, sei die so zeitnah erwartete Gewinnschwelle beachtlich, führt das Portal aus – und verweist auf andere Elektroauto-Hersteller, denen das nicht gelingt. So mache Lucid mit jedem verkauften Auto derzeit noch gut 200.000 US-Dollar (184.000 Euro) Verlust. „Tesla ist in der Lage, sein Geschäft mit dem Cybertruck zu skalieren, und die Verbesserung der Produktionsrate bedeutet, dass mehr Lieferungen stattfinden können und das Unternehmen sich der Rentabilität nähert„, berichtet Teslarati.

Mehreren Berichten zufolge habe der Cybertruck inzwischen bereits den Ford F-150 Lightning bei den Verkaufszahlen überholt und wäre damit das meistverkaufte elektrische Modell in der in den USA so wichtigen Fahrzeugkategorie. Denn anders als in Deutschland gehören Pick-Ups in den USA zu den meistverkauften Fahrzeugen.

Wenn der Cybertruck zeitnah profitabel werden sollte, dürfte dies auch eine gute Nachricht für die Anleger in Tesla-Aktien sein. Zuletzt war der Aktienkurs recht deutlich gesunken, nachdem der Start des Robotaxis nach hinten verschoben werden musste und die Quartalszahlen vorgestellt worden waren. Doch die Tesla-Aktie ist seither eine sehr dynamische. Sollte der Cybertruck wirklich zunehmend in die Erfolgsspur kommen, könnte dies dem Aktienkurs neuen Auftrieb verleihen – auch wenn das Autogeschäft für Tesla inzwischen weniger Umsatz generiert als das Energiegeschäft, zu dem auch die Batteriespeicher zählen.

Quelle: Teslarati – „Tesla updates Cybertruck production rates, claims profitability on pickup by 2025“

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Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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Silverbeard:

Das habe ich ja geschrieben. Tesla hat alle neuen Modelle auf den neuen Zellen aufgebaut (z.B. auch Roadster 2.0). Aber die Produktion kommt nicht in Schwung.

Gastschreiber:

Das richtige Stichwort ist hier „langsam“. Genau das passt nicht zu den sonstigen Zahlen. Aber man hätte ich schon den Grund vorbereitet, weil es dann zufällig nicht geklappt hat.

Gastschreiber:

Weihnachten soll es diesmal schneien.
Für mich das nächste Kapitel von Ankündigungen um die Anlegerseele zu beruhigen. Schon komisch, dass es zufällig kurz nach der Reaktion über die Verschiebung des Taxis kommt :)

Silverbeard:

Der Cybertruck ist ein weiteres Standbein. Bei 2-3 Mil. verkauften Pickups in den USA pro Jahr gibt es da durchaus ein Potential.
2025 kommt das überarbeitete Y, das wird die Stückzahlen wieder steigern.

Silverbeard:

125.000 Stück im Jahr bedeutet etwa 2.500 pro Woche. Das ist ein enormer Aufwuchs, wenn man bedenkt, dass es beim letzten Rückruf im Mai gerade mal um 12.000 Cybertrucks ging.
Für mich ist das vor allem ein Zeichen, dass die Produktion der neuen Zellen so langsam in Schwung kommt. Und das ist bei Teslas Gesamtentwicklung gerade der Flaschenhals.

Jedenfalls erkenne ich keinen wirklichen Abwärtstrend bei Tesla.

Tom:

Der CT hat keine Edelstahl“karosse“, sondern einen ganz üblichen Stahlrahmen, der mit Edelstahl beplankt ist, das sieht man eigentlich doch gut!?
Dieser Edelstahl lässt sich nicht wie übliches Stahlblech pressen – deswegen hat er ja diesen Look.
Und da das „unten drunter“ üblicher Stahl ist, ist (wäre) auch das Korrosionsverhalten „üblich“, falls man keine „Vorkehrungen“ getroffen hat/hätte.

Philipp:

Der DMC-12 ist ein schlechtes, wahrscheinlich sogar sehr schlechtes Auto.

Den würde niemand ernst nehmen, wäre er nicht Gegenstand in einem Kultfilm der 80’er. Da diese 80’er Generation langsam zu alt wird und die nächste Generation mit dem Film nichts am Hut hat, ist die Geschichte der verbleibenden DeLoreans schon am Ende.

Warum sollte da jemand dem Beispiel folgen? Es fährt auch kein 53’er Käfer mehr durch die Gegend, weil diejenigen die Herbie cool fanden nun in Rente sind und nun nur noch einen Golf Plus fahren wollen.

Jakob Sperling:

’soll‘

Wenn ich denke, was ich bis Jahresende noch alles soll.
Und ich halte meine Ziele meistens ein.

Stefan:

Bevor weiter Verbrenner Trucks und Pickups den US und Canada Markt beherrschen, ist der Cybertruck deutlich besser für den Ressourcen und Umwelt Impact. Der Cybertruck hat eine sehr lange Lebensdauer, dank Edelstahl Karosserie. Da lohnt es sich immer, ihn zu Reparieren/Renovieren/Upzudaten. Von den DMC-12 (DeLorean) fahren auch noch die meisten. Es wurden sogar einige auf E-Antrieb umgebaut. Mich wundert, warum keine anderen Hersteller dem Beispiel folgen. Die Chinesen werden das nachholen, weil die den Wunsch nach Nachhaltigkeit auch erkannt haben.

Frank2:

Wenn es der Cybertruck richten soll, dann Gute Nacht :-)

Der Aktienkurs ist weit von der Realität entfernt, das erkennen mehr und mehr Anleger.

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