Skoda: Elektro-Kleinwagen für 20.000 Euro geplant

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Skoda

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 2 min

Mit einem ganzheitlichen Maßnahmenplan will der Autohersteller Skoda im Rahmen der NEXT LEVEL – SKODA STRATEGY 2030 die Dekarbonisierung des Unternehmens vorantreiben. Ein Elektro-Kleinwagen für rund 20.000 Euro sei ebenfalls vorgesehen, um die gesetzten Ziele zu erreichen. Jedoch wird es laut Klaus Zellmer, Skoda-Vorstandsvorsitzender, noch eine Weile dauern, bis der E-Kleinwagen seinen Weg auf die Straße findet.

Was unter anderem daran liegen mag, dass man sich noch in der Entwicklungsphase des Fahrzeugs befindet. Zudem wird das ganze Thema natürlich Konzernweit und über sämtliche Volkswagen-Marken hinweg betrachtet. Denn das Plattform-Sharing hat im VW-Konzern eine lange Tradition. Schon bei den Verbrennern wurden Fahrzeuge nahezu baugleich unter verschiedenen Marken vertrieben. Das soll beim für 2025 geplanten E-Kleinwagen ID.Life nicht anders sein. Die dafür gebaute Plattform wird auch für Modelle von Skoda und Cupra verwendet.

Zur Technik hält sich der VW-Konzern noch bedeckt. Bekannt ist bisher nur, dass eine verkürzte Version der MEB-Plattform zum Einsatz kommen soll. Die Modelle sollen eine Reichweite von bis zu 400 Kilometern versprechen, bei überschaubarer (Basisversion) bzw. etwas höherer (Sportversionen) Leistung. Der erwähnte ID.Life soll 2025 zu den Händlern kommen, würde dann auch zu Skodas Plänen in diesem Segment passen.

Zunächst müsse man sich aber erst der Mittel- und Oberklasse widmen, wie Zellmer im Gespräch mit Auto Motor und Sport ausführt: „Im Segment der Kleinwagen mit Verbrennungsmotor ist Skoda traditionell sehr stark – und bleibt es! Bei den batterieelektrischen Kleinwagen sehen wir aktuell noch nicht die notwendigen Skalierungseffekte, die wir brauchen. Deshalb befinden sich die ersten elektrischen Modellangebote eher in den oberen Segmenten und nicht ganz unten.“

Der Markt für solche kleineren Elektroautos ist vorhanden, wird aber von sämtlichen Automobilhersteller erst zu einem späteren Zeitpunkt bedient. Hyundai plant, in Europa ein vollelektrisches Elektroauto im Kleinwagen-Format auf den Markt zu bringen. Der Autohersteller arbeitet Automotive News Europe zufolge an einem batteriebetriebenen Miniauto. Es werde aber noch einige Zeit dauern, eine serienreife Version zu entwickeln, sagte der Marketingchef von Hyundai Motor Europe Andreas-Christoph Hofmann dem Magazin.

Zellmer gibt aber auch ganz klar zu verstehen, dass Skoda an seinen Plänen in diesem Segment festhält: „Für uns ist es wichtig, dass wir dem Charakter der Marke treu bleiben und Fahrzeuge mit einem exzellenten Preis-Leistungs-Verhältnis auch im Einstiegssegment anbieten. Deswegen werden wir dort naturgemäß etwas später präsent sein. Unser Ziel ist ein batterieelektrischer Kleinwagen für um die 20.000 Euro. Bei unserem hohen Qualitätsanspruch ist dies ein äußerst ehrgeiziges Ziel, für das wir kämpfen.“

Quelle: Auto Motor und Sport – „Menschen kaufen Marken, nicht Metall“

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Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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Örne Baran:

Wir haben mit unserer ZOE durchaus schon größere Fahrten gemacht (500 km einfach und am nächsten Tag zurück) also das geht wenn man vorbereitet ist. Alle 180 bis 250 km eine Ladepause von 30 Minuten und gut ist es.

egon_meier:

„Da sind dann aber auch viele Firmenfahrzuge, z.B. für Pflegedienste dabei.“
was wäre daran schlimm?
Die allermeisten Neuwagen gehen in die Flotten und erst nach Ende der Leasingdauer an den privaten Neuwagenkäufer.

Silverbeard:

Da sind dann aber auch viele Firmenfahrzuge, z.B. für Pflegedienste dabei.
Und sind Sie sicher, dass Sie keine Up!s mit Verbrenner versehendlich dazuzählen?

Der Smart z.B. ist auch von einem Kleinwagen zu id.3 Grösse mit luxuriöser Ausstattung gewachsen.

matthias.geiger@t-online.de:

Sollte schon längst auf dem Markt sein. Schade dass die Regierung dieses Segment nicht intensiv genug gefördert hat.Die Lenkungsfunktion wäre ganz einfach gewesen. E-Fahrzeuge unter 30.000 Euro Brutto und 400 km (WLTP) Reichweite werden gefördert, ansonsten keine.

Herbert Tropin:

Mal schauen, wer im Konzern als erster damit „das Werkstor verlassen darf“. Laut Ankündigungen sah oder sieht es ja diesbezüglich nach Cupra aus (Urban). Zumal das Modell diesen Sommer ja schon mit seriennahem Design gezeigt wurde, von kleineren noch ausstehenden Korrekturen abgesehen. Wäre er schon vorreservierbar, so würde ich’s tun und VW könnte mich vielleicht von fremden Gedanken wie Renault R5e etwa oder Nissan abhalten ;)

F. Querk:

Oft wird ja angeführt, die Kleinen bräuchten nicht mehr als 40-50 kWh, sogar weniger würden reichen der typischen Nutzung wegen.
Meine Frau und ich würden gerne einen elektrischen Kleinen quasi erst mal als Zweitwagen kaufen neben unserem bisherigen Plug-in (und wahrscheinlich dann auch neuem Plug-in in etwa zwei Jahren). Aber dieser Kleinelektrische sollte dann auch Potential für die mittleren und weiteren Strecken haben und dadurch mehr und mehr auch Fahrstrecken mit unserem Plug-in übernehmen. Wir sind gerne bereit, für die 60 kWh Batterie als Option auch eine Schippe mehr zu zahlen, klar. Der Übergang von ICE/Plug-in nach BEV ist’s uns Wert.

Iris Stella:

Ich sehe viele eUP! auf der Straße hier bei uns in Nordbaden. Und es wären natürlich noch viel mehr bei „uneingeschränkter“ Bestell- und Lieferbarkeit der Drillinge von VW-Konzernseite.

Andreas Belef:

Bin gespannt, wer von den bekannten Herstellern erster am Markt sein wird mit einem kompakten Kleinen.
Renault-Nissan in 2024 bestellbar vielleicht? Schließlich haben sie ein nah an der späteren Serie liegendes Design für den R5 Electric nun schon vor fast zwei Jahren, im Jan. 2021, gezeigt. Und zumindest die Produktionsstätte im Nordfranzösischen ist ebenfalls schon am Werden. Toi toi und bitte mit mehr als 50 kWh in größter Ausbaustufe :)

egon_meier:

Teilweise hast du Recht – eine Plattform skaliert in einem bestimmten Bereich und die geht sinnvolerweise nicht von Tretroller bis zu Ackerschlepper.
Dass bei MEB viel Potential vorhanden ist kannst du an dem ID.2-Projekt erkennen, das auf einer verkürzten MEB-Plattform ausetzen wird.
Und LFP benötigt wieder eine schwere/stabile Plattform da das Akkugewicht höher wird.

Nach allen Infos die bislang vorliegen wird SSP auch mechanisch keine Revolution bringen – außer das man auf der neuen Einheitszelle aufbaut. Und das ist keine Revolution.

Skodafahrer:

Die heutige MEB Plattform ist für viele Autos zu schwer und zu teuer.
Weiterhin ist der Radstand im ID.3 und ID.4 größer als für die Batterieeinheit erforderlich.
Auch schwere Fahrzeuge wie der ID.BUZZ und der ID.6 bauen darauf auf und sind schwerer als ein Tesla Model Y.

Eine kleinere Plattform kann günstiger werden, vor allem wenn man günstige LFP Zellen nutzt.

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