Polestar: Gemeinsam für ein klimaneutrales Auto

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Polestar

Wolfgang Plank
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Der schwedische E-Autobauer Polestar will ein wirklich klimaneutrales Fahrzeug auf die Räder stellen. Zu diesem Zweck wollen einige der weltweit führenden Zulieferer – SSAB, Hydro, ZF, ZKW und Autoliv – ihre Kräfte bündeln. Das geht aus einer Mitteilung hervor. Die Unternehmen aus unterschiedlichen Bereichen entlang der Auto-Lieferkette schließen sich demnach zusammen, um gemeinsam den Klimaschutz durch nachhaltigere Mobilität voranzutreiben.

Die Schweden hätten zu diesem Zweck Kooperationen in den Bereichen Metall, Sicherheit, Fahrsysteme und Elektronik vereinbart, heißt es. Es gehe darum, Komponenten und Prozesse bei der Herstellung neu zu denken oder zu verändern, um CO2-Emissionen zu reduzieren und letztendlich zu eliminieren. Anstatt einfach Bäume zu pflanzen, sollten Emissionen aus der Lieferkette eliminiert und die Art und Weise der Herstellung von Autos geändert werden.

So will etwa der nordische Stahl- und Metallhersteller SSAB mit Polestar an fossilfreiem Stahl arbeiten, der norwegische Produzent Hydro beabsichtigt die Entwicklung von kohlenstofffreiem Aluminium, und der Zulieferer ZF möchte gezielt seine Elektroantriebe einbringen. Autoliv will zu emissionsfreien Sicherheitsausstattungen wie Airbags und Sicherheitsgurte beitragen, der Elektronikspezialist ZKW zu klimaneutralen Steuerungssystemen und Verkabelungen.

Es war von Anfang an klar, dass dies keine Solo-Mission ist“, sagt Polestar-Chef Thomas Ingenlath. „Wir freuen uns sehr, eine so starke Aufstellung interessierter Partner präsentieren zu können, die alle auf ihrem Gebiet führend sind.“ Der Verkehrssektor sei der am schnellsten wachsende Sektor, der Treibhausgase ausstößt und in Zukunft voraussichtlich einen Anteil von mehr als 30 Prozent an den gesamten Emissionen erreichen wird.

Polestar lädt gleichzeitig andere Lieferanten, Forscher, Universitäten, Unternehmer, Investoren sowie Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen ein, an dem Projekt mitzuarbeiten. „Noch spannender ist, dass die von uns entwickelten Lösungen nicht nur der Automobilindustrie zugutekommen, sondern auch dazu beitragen, die CO2-Emissionen der Industrie und Gesellschaft stärker zu reduzieren„, sagt Hans Pehrson, Leiter des Polestar 0 Projekts und ehemaliger Leiter der Forschung und Entwicklung bei den Schweden. „Gemeinsam können wir das scheinbar Unmögliche möglich machen.

Quelle: Polestar – Pressemitteilung vom 23. Februar 2022

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Wolfgang Plank

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Wolfgang Plank ist freier Journalist und hat ein Faible für Autos, Politik und Motorsport. Tauscht deshalb den Platz am Schreibtisch gerne mal mit dem Schalensitz im Rallyeauto.

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Daniel W.:

Wir sollten uns von den 2-Tonnen-Autos verabschieden, das würde sehr viele Resourcen einsparen.

Die gesparten Resourcen müssten dann nicht mehr um die halbe Welt transportiert werden mit Milllionen Tonnen Erdöl und dieses Erdöl müsste nicht durch Millionen Tonnen alternative Kraftstoffe ersetzt werden, die wiederum tausende zusätzliche resourcefressende Anlagen benötigen.

Bei einem Resourcenverbrauch von 1,84 Erden wäre dringend eine Resourcenhalbierung angesagt.

Also statt 2 Tonnen Auto nur 1 Tonne oder 1/2 Tonne, das würde 50% bis 75% an Resourcen sparen, vielfach reichen weniger als 100 kg für überdachte, autoähnliche Pedelecs für 2 Personen und den Einkauf.

Dagobert:

Kann ich bestätigen, VOLVO und Polestar pushen uns als Lieferanten da gerade sehr. Für die nächste Baureihe konnten wir die Forderung nach Klimaneutralität aber noch erfolgreich abwehren. Bei anderen Herstellern, mit denen ich zu tun habe, ist der Punkt im Moment noch gar kein Thema bei der Vergabe.

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