Elon Musk schreckt laut Umfrage zwei Drittel potenzieller Tesla-Käufer ab

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Michael Neißendorfer
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  —  Lesedauer 2 min

Eine umstrittene Geste, das Live-Gespräch mit Alice Weidel, die Video-Schalte zum AfD-Parteitag mit einem übergroßen Elon Musk auf der LED-Wand: Der Tesla-Chef hat sich nun endgültig als Freund rechter Politik geoutet. Viele potenzielle Käufer eines E-Autos von Tesla schreckt das ab. Andere fühlen sich allerdings eher erst recht motiviert zum Tesla-Kauf, wie eine aktuelle Umfrage der Automobilwoche mit Civey zeigt.

Für insgesamt knapp zwei Drittel der Verbraucher (65 Prozent) führen Musks Auftritte dazu, die Marke Tesla künftig meiden zu wollen. 16 Prozent sind unentschieden. Fast jeder fünfte Befragte indes (19 Prozent) fühlt sich davon angesprochen und zum Kauf eines Teslas ermutigt, wie das Branchenblatt schreibt. Die Frage, die 5000 Menschen beantworteten, lautete konkret: „Würden die Person Elon Musk und seine politischen Äußerungen für Sie persönlich eher dafür oder eher dagegen sprechen, ein Auto seines Unternehmens Tesla zu kaufen?“

„Kaum ein anderes Unternehmen ist so eng mit seinem CEO verbunden, wie Tesla mit Elon Musk – eine Verbindung, die Fluch und Segen zugleich ist“, wird Civey-Autoexperte Christian Riedl in der Automobilwoche zitiert. „Diese Polarisierung birgt erhebliche Risiken für die Marke, da sie das Produkt – in diesem Fall die Fahrzeuge – in den Hintergrund rückt.“

Die Umfrage splittet die Einstellung gegenüber Elon Musk und Tesla auch nach Parteipräferenz auf. Kaum verwunderlich ist, dass Musk mit seinem Verhalten 53 Prozent der AfD-Wähler umgarnen kann. Bei Unterstützern von Sahra Wagenknecht und ihrer Partei BSW erhält Musk 17 Prozent Zustimmung. Bei FDP Wählern liegt der Zuspruch für Musk bei 14 Prozent, unter Anhängern von CDU/CSU bei 10 Prozent. Bei Wählern von SPD (3 Prozent Zustimmung), Grünen (4 Prozent) und Linken (5 Prozent) kommt Musks Verhalten indes gar nicht gut an.

Quelle: Automobilwoche – Umfrage: Musk spricht trotz Provokationen Käufer an

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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Thomas Schmieder:

> Allerdings denke ich, es ist zu einfach, zu sagen “Elon ist verrückt, deswegen kaufe ich keinen Tesla”. Wenn man das weiter denkt, dann wird das gefährlich.

> Und: da sind viele Mitarbeiter, die einen guten Job bei Entwicklung und Produktion machen. Grad das Model Y aus Berlin beschäftigt hierzulande viele Menschen, die davon ihre Familien ernähren, Steuern zahlen und somit zu Wohle des Landes beitragen. Auch in den ServiceCentern arbeiten Menschen, die in diesem Lande leben.

Das ist jetzt schon gefährlich.

Man sollte überlegen, ob es nicht sinnvoll wäre, zumindest für Grünheide die Zuverlässigkeit des Gesellschfters in Frage zu stellen und das Werk aus übergeordneten öffentlichen Interessen heraus in staatliche Obhut zu nehmen, genauso, wie es (viel zu spät) mit den russischen und ehemals deutschen Gasspeichern geschehen ist.

Und wenn man es genau nimmt, sollte doch eine solche Renationalisierung auch Frau Weidel gefallen, auch wenn sie für Elon Musk schon fast wieder hetero geworden wäre… ;-)

Sie muss sich aber klar darüber sein, ob sie lieber nationale Interessen vertreten möchte oder beim Gedanken an Elon Musk zum Orgasmus kommen will. Gute Doppelagent:innen können selbstverständlich beides!

Thomas Schmieder:

> Die deutschen Marken haben gelogen und betrogen wegen Diesel!!!!

Wenn man jetzt viel Phantasie hat und viele andere korrellierende Postings in diversen Foren gelesen hat, dann könnte man auf die Idee kommen, dass die tolle Abschaltautomatik der Firma BOSCH als zentralem Entwickler der Motorsteuergeräte von „Außerirdischen“ untergeschoben wurde und die geldgeilen Manager der Autofirmen nur erwartungsgemäß darauf hereingefallen sind.

Dass es nun in der Hauptsache VW erwischt hat, war für die Abzocker (Strafzahlungen…) natürlich günstig.

Wenn es dann auch noch Cash-Back an die Manager gegeben hätte, wäre das wirkilich ein Thema für eine Verschwörungsfilm-Serie.
Die Münchner Rück hat ja auch schon mal heftig geblutet 2001/2002.

Man wird doch nochmal schlecht träumen dürfen …

Thomas Schmieder:

Dsa sehe ich genauso. Liegt das am Vornamen?

Ich bin auch schon länger ungläubig, was die Freundschaft von Russland und den USA zu Europa betrifft.

Europa müsste hier also Zeichen setzen und als erstes die Elemente aus den eigenen Reihen entfernen, die in Bezug auf die europäische Einheit und ihre „Verfassung“ unzuverlässig sind. Und damit meine ich nicht die Staaten (also die Menschen), sondern deren faschsitische Machthaber:innen.

Hier würde doch „Ausweisung“ angebracht sein?

Thomas Schmieder:

> Europa würde wieder in Einzelstaaten zerfallen die Ihre Wirtschaft, siehe Trump, mit Zöllen schützen würden.
Für ein Export orientiertes Land wie Deutschland wäre das der Todesstoß.

Vielleicht ist das aber das gemeinsame Ziel von Russland und den USA, unterstützt durch die AFD?
Europa in Teile schneiden und verspeisen…

Das wäre in meinen Augen Hochverrat.

Thomas Schmieder:

> Die Flüchtlingspolitik hat DE ebenfalls nicht im Griff. Die einzige Partei, die das ändern kann, ist und bleibt in meinen Augen die AfD.

Grenzen zu! Und die AFD entscheidet dann, wer noch rein oder raus darf.
DAS hatten wir auf deutschem Boden schon zweimal.

Ich habe immer daran geglaubt, dass von deutschem Boden keine Dummheit mehr ausgehen könnte. Aber da habe ich mich wohl geirrt. Wer an Dunning-Kruger leidet, merkt es ja selber nicht. Ich eben auch nicht :-(

In erster Linie benötigen wir kein Wachstum der Wirtschaft, sondern deren Gesundung, also weniger Reibungsverluste, bessere öffentliche Infrastruktur, stabile Rechtsverhältnisse. Das erreicht man am besten durch bessere Teilhabe der Menschen, die die Fußarbeit leisten müssen, politisch und wirtschaftlich.

Bevor wir also Werke schießen (siehe VW/Audi Brüssel), sollte man sich z. B. überlegen, auf was man die Fertigung dort umstellen könnte. Wer gute Verbrennungsmotoren bauen kann, könnte meiner Meinung nach auch gute günstige Wärmepumpen bauen. Das ist Physik. Und davon benötigen wir in den nächsten 20 Jahren noch mindestens 40.000.000.

Das Problem steckt also nicht unbedingt bei den Politikern, sodern den Lobbyisten, die ihnen immer wieder einflüstern: „Weiter so“ – bis es nicht mehr geht.

Und ob die 19% potentiellen Tesla-Käufer mit AFD-Affinität überhaupt noch solch ein Auto bezahlen könnten, wenn die gefertigte Stückzahl sinken muss? Wenn der Ertrag aus dem verbleibenden Drittel kommen muss, halte ich das für äußerst fraglich.

Michael Neißendorfer:

Zwischen Behauptungen und die Wahrheit schieben wir Journalisten eben gerne das, was man Fakten nennt ; )

Läubli:

Oh schade… warum sagen Sie das jetz. Da hatte ich mit meiner Behauptung in diesem Fall kein Glück… aber Musk ist auf dem guten Weg, es vielleicht doch noch zu schaffen – mit so vielen Hassern. :)

Michael Neißendorfer:

Kurz mal nachgeschaut. Ein Rekord ist das nicht, wir haben gut zwei Dutzend Artikel, die ausladender kommentiert wurden. Und auf der Eins (mit mehr als doppelt so vielen Kommentaren) steht weder Tesla noch Elon Musk. Schöne Grüße, Michael

Läubli:

So, jetzt sind es 100 Kommentare hier… Elon Musk hat wohl schon wieder einen Rekord aufgestellt.

Autojoe:

Ich habe meinen Tesla 2021 erworben alsnoch eine andere Situation war, ok damit muß ich noch einige Jahre auskommen weil ich mir nicht alle paar Jahre ein neues Auto leisten kann. In der Zwischenzeit muß ich mich wohl über Musk und seine verrückten Ekapaden gründlich ärgern aber als schwacher Trost für mich ist daß Elon letztlich nur 12% der TESLA Aktien besitzt und viele andere normalos am Unternehmen beteiligt sind.

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