London-Taxihersteller LEVC baut nun auch Range-Extender-Elektrotransporter

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LEVC

Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 3 min

Die London Electric Vehicle Company (LEVC), berühmt für seine schwarzen Londoner Taxis, stellt nun auch teil-elektrische Kleintransporter her. Die hundertprozentige Tochter des chinesischen Autoherstellers Geely will mit dem VN5 genannten Fahrzeug, das an der Schnauze seine Verwandtschaft zum Londoner Taxi erkennen lässt und schon mehrfach verschoben wurde, neue Maßstäbe im Nutzfahrzeugsektor setzen, wie das Unternehmen mitteilt.

In Übereinstimmung mit der allgemeinen Strategie für Produktnamen von LEVC, das Taxi ist als TX unterwegs, steht das Kürzel VN für „Van“. Die 5 steht für das Ladevolumen von fünf Kubikmetern — genug für zwei Europaletten — mit einer Nutzlast von mehr als 800 Kilogramm. Der Range-Extender-Transporter verfügt über ein cleveres Türkonzept: Dank der großen seitlichen Schiebetür kann die vordere Palette auch von der Seite her be- oder entladen werden.

„Unser neuer VN5 markiert unseren Wandel von der legendären britischen Taximarke zu einem führenden Hersteller von Elektrofahrzeugen. Der VN5 ist ein zweckmäßig konstruierter, zum Teil emissionsfreier elektrischer Kleintransporter, der erstklassige Betriebskosten, eine flexible Reichweite und eine unübertroffene Haltbarkeit in sich vereint. Nach unserem Erfolg mit dem TX auf dem Taximarkt wird nun der VN5 die grüne Logistik revolutionieren.“ —  Jörg Hofmann, LEVC-Chef

Basierend auf der gleichen Architektur und der bewährten eCity Range Extender-Technologie wie das TX-Elektrotaxi von LEVC bietet der VN5 den gleichen elektrischen Antriebsstrang mit einer reinen Elektro-Reichweite von mehr als 100 km und dank einem benzinbetriebenen Range-Extender eine flexible Gesamtreichweite von bis zu 485 km. An einem 50-kW-Lader soll die Batterie, die von LG Chem kommt, in 30 Minuten vollständig geladen werden können.Wie der TX verfügt auch der VN5 über einen ähnlich engen Wendekreis, der in geschäftigen Stadtumgebungen komfortables Rangieren ermöglicht.

Der VN5 wurde entwickelt, um nicht nur auf der letzten Meile zu verteilen, sondern auch eine Verbindung zwischen den Depots außerhalb der Stadt und den Stadtzentren herzustellen. Der VN5 bietet wettbewerbsfähige Betriebskosten mit Wartungsintervallen von 40.000 km, als Plug-in-Hybrid Einsparungen durch Steuererleichterungen sowie den Umweltbonus als direkte Kaufpreisförderung sowie hohe Kraftstoffeinsparungen gegenüber einem herkömmlichen Diesel-Van.

LEVC

Der VN5 wurde entwickelt, um gegenüber der Konkurrenz doppelt so lange zu halten. Dazu trägt unter anderem die Karosseriestruktur aus gebundenem Aluminium bei, die derzeit auch in TX verwendet wird. Die bewährte Technologie ist korrosionsbeständig und absorbiert die doppelt so viel Crash-Energie wie Stahl. Darüber ist der der VN5 in Verbundkarosserieteile gekleidet, die gegen Dellen beständig sind und kleinere Stöße ohne sichtbare Schäden überstehen sollen.

Die Produktion des VN5 wird im vierten Quartal beginnen. Das Volumen wird voraussichtlich 70 Prozent der jährlichen Produktionskapazität von 20.000 Einheiten ausmachen, teilt LEVC mit.

Quelle: LEVC — Pressemitteilung vom 13.03.2020

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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Strauss:

Das hört sich nicht schlecht an, ein solcher Transporter mit Aluminium Karosserie. E Reichweite über 100 Km bei einem PHEV wird schon lange gefordert auch bei PKW s. Hat der eine mind. 30 KWh Batterie drin? Sonst ist dies für ein solches Fahrzeug techn. nicht möglich. Und was kostet der?

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