Faraday-Future-Gründer schließt Restrukturierungsplan offiziell ab

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Faraday Future

Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 2 min

Das Start-up Faraday Future (FF), ein in Kalifornien ansässiges Unternehmen für nachhaltige und intelligente Mobilität, teilt mit, dass das Insolvenz- und Reorganisationsverfahren seines bankrotten Gründers und CPUO (Chief Product and User Ecosystem Officer) YT Jia erfolgreich abgeschlossen wurde. Der Reorganisationsplan sei damit in Kraft getreten, sein Gläubiger-Trust wurde ebenfalls offiziell eingerichtet und in Betrieb genommen.

Durch die Genehmigung des Restrukturierungsplans von YT Jia nach Chapter 11 des US-Insolvenzrechts werden die größten Hürden bei den Bemühungen zur Eigenkapitalfinanzierung von Faraday Future sowie die Umsetzung der Strategie für den doppelten Heimatmarkt zwischen den USA und China beseitigt, sodass FF energisch auf seine Ziele zur Eigenkapitalfinanzierung einschließlich eines Börsengangs hinarbeiten könne.

Das Verfahren nach Chapter 11 ist eine beaufsichtigte Insolvenz. Bei dieser Variante versucht das Unternehmen, weiterhin im Geschäft zu bleiben und sich aus der Insolvenz zu retten. Die persönlichen Schulden von YT Jia sollen zwischen 3,5 und fast 8 Milliarden US-Dollar liegen und stellen eine erhebliche Hürde für Faradays Bemühungen dar, an Eigenkapital zu kommen. Mit dem Verfahren nach Chapter 11 sollen diese Bemühungen nun Früchte tragen können. Jia teilte bereits vor einigen Wochen mit, potenzielle Investoren hätten auf den gerichtlichen Beschluss gewartet, bevor sie mehr Geld in das Unternehmen stecken.

Faraday Future zielt darauf ab, die Art und Weise, wie sich Menschen bewegen, kontinuierlich zu verbessern, indem ein zukunftsorientiertes Mobilitätsökosystem geschaffen wird, welches saubere Energie, Künstliche Intelligenz, das Internet und neue Nutzermodelle integriert. Mit der Luxuslimousine FF 91 hat Faraday Future auch bereits ein Fahrzeug vorgestellt, das Transport, Mobilität und Konnektivität neu definieren und einen echten „dritten Internet-Lebensraum“ schaffen soll, der das Interneterlebnis der Benutzer von zu Hause und auf Smartphones um das Automobil ergänzt.

Gemäß dem neuen Produktionsstartplan von Faraday Future sollen die Auslieferungen des FF 91 ungefähr 9 Monate nach Abschluss der erfolgreichen Eigenkapitalfinanzierung starten. Das Start-up bemüht einer eigenen Aussage zufolge derzeit alle internen und externen Ressourcen, um seine Eigenkapitalfinanzierungsbemühungen erfolgreich zu gestalten.

Quelle: Faraday Future — Pressemitteilung vom 01.07.2020

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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Dieter Schel:

Gibt’s eigentlich noch jemanden der den schmarrn von FaradayFuture glaubt? Also so lang die nicht das erste serienfahrzeug verkauft kriegen und das auch noch wirklich über die Straße rollt glaub ich dem Verein gar nichts mehr

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