Cupra Tavascan: Performantes E-Crossover kommt Anfang 2024

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Cupra

Joaquim Oliveira
Joaquim Oliveira
  —  Lesedauer 3 min

Die anderen Elektro-SUV aus dem Volkswagen Konzern durften alle vorlegen. Jetzt ist die Zeit des Wartens für die Cupra Fans vorbei, denn sie können sich den neuen Tavascan zumindest schon einmal anschauen. Ausgeliefert wird der erste elektrische Crossover von Cupra ab Anfang kommenden Jahres.

Die Spannung in Martorell ist groß, denn der Tavascan soll eine Schlüsselrolle in der Zukunft von Cupra spielen. Julio Lozano, Leiter des Exterieur-Designs, hebt die Freiheit hervor, die er und sein Team bei der Gestaltung des Tavascan hatten: „Dies ist eine Marke ohne Geschichte und das erlaubt es uns, sehr kreativ und kühn zu sein.“ Lozano weiß genau, was die Höhepunkte des 4,64 Meter langen Elektro-Crossover sind, der eng mit Audi Q4 e-tron, Skoda Enyaq oder VW ID.4 verwandt ist: „Die Superheldenmaske vorn, das coupéartige Profil, die ansteigende Gürtellinie und die leuchtende Dreiecks-Signatur.“

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Im Innenraum gibt es die Fortsetzung solch sportlicher Designelemente, wie die quer verlaufende Kupferleiste auf dem Armaturenbrett und die verchromte Brücke in Form eines Deltaflügels. „Im Innenraum haben wir versucht, die Konstruktion auf organische Weise darzustellen und die Verwendung leichter Materialien zu verstärken“, erklärt Alberto Torresillas, Chefdesigner des Tavascan, benannt nach einem Dorf im Norden Kataloniens. Die Ambiente-Beleuchtung passt sich den Wünschen des Fahrers oder einzelner Fahrprogramme an.

Sowohl die Materialien als auch die Verarbeitung wirken wertiger als bei manch einem der Volumenkonkurrenten. Hinter dem Lenkrad blickt der Fahrer auf eine kleine 5,3-Zoll-Instrumententafel, über der in den besser ausgestatteten Versionen ein sinnvolles Head-up-Display angebracht ist. Größer und gut positioniert sowie der zentrale 15-Zoll-Bildschirm für Navigation, Funktionsbedienung und Soundsystem, sowie die illuminierten Funktionen der Klimasteuerung.

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Die serienmäßigen Sportsitze mit ihrer soliden Struktur geben guten Seitenhalt, während die integrierten Kopfstützen den dynamischen Charakter unterstreichen sollen. Sie können neben Stoff und Mikrofaser auf Wunsch auch mit Kunstleder und edlem Leder bezogen werden. Im Fond ist dank 2,76 Metern Radstand genug Platz für drei Erwachsene und speziell die Beinfreiheit ist großzügig. Durch Umklappen der Rückbank lässt sich der Kofferraum mit seinen 540 Litern Volumen variabel erweitern.

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Zunächst wird der ab Anfang 2024 erhältliche Cupra Tavascan als 210 kW / 286 PS / 545 Nm starker Hecktriebler zu bekommen sein. Darüber rangiert die VZ-Allradversion mit 250 kW / 340 PS, bei der für eine dynamischere Fahrweise bis zu 30 Prozent der Antriebsleistung an die Vorderräder geleitet werden können. Neben dem Fahrmodus Traction bietet der Spanier die Einstellungen Range, Comfort, Performance, Cupra und Individual.

Aus dem Stand beschleunigt der Cupra Tavascan VZ in 5,6 Sekunden auf Tempo 100. Abgeregelt wird trotz aller Sportlichkeit jedoch bereits bei 180 km/h. Das Elektro-SUV ist wahlweise mit zwei Akkupaketen in Größen von 58 und 77 kWh zu bekommen, die für Reichweiten von bis zu 550 Kilometer sorgen sollen. Die maximale Ladegeschwindigkeit liegt bei 170 Kilowatt.

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Joaquim Oliveira

Joaquim Oliveira

Der gebürtige Brasilianer arbeitet seit Jahren als internationaler Korrespondent für verschiedene Automagazine, wie das brasilianische "Quatro rodas", das englische "AutoExpress" oder den chinesischen "Car & Driver". Für Elektroauto-News.net verfasst er regelmäßig entsprechende Fahr- und Erfahrungsberichte aktueller Elektroauto-Modelle.

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panib:

Wow! Man kann über Geschmack nicht streiten, aber das Auto hat schon was. Wenn Cupra die Kiste jetzt preislich noch unter dem Q4 ansetzt, könnten alle drei ‚Mitbewerber‘ ganz schön ins Hintertreffen geraten. Die Heckantriebsvariante ist aus meiner Sicht schon fast mehr als die große Mehrheit von uns braucht.
Was in meinen Augen gar nicht geht, ist das unsinnig riesige Display. Allemal neben dem zu kleinen Tacho tut der Anblick des Cockpits zumindest meinen Augen ziemlich weh. Und warum es immer wieder die Coupéform sein muss, erklärt sich für mich auch nicht. Das flache Heck hat m.E. nur Nachteile.

Edit:
Habe gerade nach dem Preis gegooglet- hat sich schon erledigt. Das Auto soll bei 55.000.- € anfangen. Damit wird vermutlich unter 65 bis 70.000 € nicht wirklich viel gehen. Aber: Wer braucht dann einen ID7, dessen Einstiegspreis über dem des Tavascan liegt?
Wie auch immer- ich bin beinahe fassungslos über die E-Auto Entwicklung, aber natürlich erst recht über die schwer nachvollziehbare Tatsache, dass E-Autos für Auto-Normalo, noch, kaum erschwinglich sind.

panib:

Tobias, du sagst es. Das war aus meiner Sicht ein riesiger Fehler von Cupra. ‚Sportliche‘ Variante des ID3? Bezogen auf spätpubertären Fahrstil? Man hätte die Radfahrer nicht vergessen dürfen. Aber vielleicht hat auch das Methode- bloß nicht so viele Autofahrer dazu zu bringen, auf E-Autos umzusteigen. Die Stromfuzzis machen das mit ihrer Abzockerei ja ganz konsequent und der FDP Depp Wissing ist mit der Autoindustrie ins Bett gegangen, um über den eFuel Irrsinn z.B. BMW zu ermöglichen, seine Verbrenner noch länger im Geschäft zu halten.
Ich verstehe Cupra jedenfalls nicht in Sachen AHK beim Born und ich begreife die Strompreispolitik der Stromfritzen nicht.

Tobias Pahl:

Ob es da wohl eine AHK für Fahrradträger geben wird? Das hat Cupra beim Born ja leider versemmelt.

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